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EM 2016
09.06.2016

10 Dinge, die Sie über die Fußball-EM wissen müssen

Die Deutschen (Bild: Bastian Schweinsteiger) gehören bei der EM zu den Favoriten. Allerdings sind sie nicht der einzige.
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Die Deutschen (Bild: Bastian Schweinsteiger) gehören bei der EM zu den Favoriten. Allerdings sind sie nicht der einzige.
Foto: Federico Gambarini/dpa

Wann spielen die Deutschen? Wer sind die Favoriten? Und wo gibt's Public Viewing? Die EM 2016 auf einen Blick.

Endlich rollt der Ball. 24 Mannschaften kämpfen in Frankreich um den Titel „Europameister“. Wir geben einen Überblick über das Turnier.

1. Wer sind die Gegner der Deutschen?

Deutschland trifft in der Vorrunde auf Polen, Ukraine und Nordirland. Leicht nehmen sollte man diese Gruppe nicht. Auf Polen mit Bayern-Star Robert Lewandowski und dem Ex-Dortmunder Jakub „Kuba“ Blaszczykowski traf die Löw-Elf bereits in der Qualifikation. Zwar wurde Deutschland mit einem Punkt Vorsprung Gruppensieger - allerdings gewann Polen das Hinspiel in Warschau mit 2:0. Es war die erste Niederlage einer deutschen Mannschaft gegen Polen überhaupt. Das Rückspiel in Frankfurt endete 3:1 für Deutschland. Zuletzt gelang den Polen allerdings im Testspiel nur ein mageres 0:0 gegen Litauen.

Die Ukraine qualifizierte sich über die Playoffs. Hinter Titelverteidiger Spanien und der Slowakei - gegen die die Deutschen und gerade die Augsburger ja noch schlechte Erinnerungen nach dem 1:3 im Testspiel haben - wurden die Ukrainer nur Dritter. Gegen Slowenien setzte man sich dann 2:0 und 1:1. durch. Zwei Siege und drei Unentschieden gab es für die Deutschen gegen die junge Nation, die aus der Sowjetunion hervorging. Eine Niederlage gegen die Ukraine gab es bislang noch nicht.

Bleibt noch Nordirland. Die Briten konnten sich überraschend als Tabellensieger ihrer Gruppe qualifizieren. Allerdings gegen Rumänien, Ungarn, Finnland, Färöer und Griechenland - alles keine Top-Mannschaften. Nichtsdestotrotz ist Nordirland seit zwölf Spielen ungeschlagen. Von 14 Spielen verlor Deutschland zweimal gegen die Nordiren, acht Spiele wurden gewonnen.

2. Wer droht im Achtelfinale?

Der Modus ist komplizierter als bei bisherigen Turnieren. Da es diesmal sechs Vorrundengruppen und ein Achtelfinale gibt, qualifizieren sich die vier besten Drittplatzierten auch für die nächste Runde - und nicht wie bisher nur die beiden besten Mannschaften. Als Gruppensieger würde Deutschland auf den Drittplatzierten der Gruppen A, B oder F treffen. In der Gruppe A spielen Frankreich, Schweiz, Rumänien und Albanien, in B England, Russland, Slowakei und Wales, in F Österreich, Portugal, Ungarn und Island.

epa05354058 French DJ David Guetta performs on the main stage in the UEFA EURO 2016 Fan Zone at Champ de Mars near the Eiffel Tower as part of the EURO 2016 pre-opening show in Paris, France, 09 June 2016. The UEFA EURO 2016 soccer championship takes place from 10 June to 10 July 2016 in France. EPA/JEREMY LEMPIN +++c dpa - Bildfunk+++
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EM-Fanmeile: David Guetta feiert mit Fans vor dem Eiffelturm
Foto: Jeremy Lempin

Wird Deutschland Zweiter würde der Zweitplatzierte der Frankreichgruppe warten, sollte Deutschland nur als Dritter weiterkommen, wären die Sieger der Frankreich- oder Englandgruppe die Gegner.

3. Wann spielen die Deutschen?

Das erste Spiel gegen die Ukraine wird am Sonntag, 12. Juni, um 21 Uhr angepfiffen. Es folgen Polen am Donnerstag, 16. Juni, um 21 Uhr und Nordirland am Dienstag, 21. Juni um 18 Uhr. Das Achtelfinale wäre dann am Wochenende. Gewinnt Deutschland die Gruppe, spielt man am Sonntag, 26. Juni, um 18 Uhr.

4. Wann und wo findet das Finale statt?

Ein Finale bei einer EM in Frankreich, das muss natürlich in Paris stattfinden. Stimmt aber nicht ganz. Denn das „Stade de France“, für die Fußball-WM 1998 gebaut, steht im Pariser Vorort St. Denis. Am 10. Juli um 21 Uhr entscheidet sich dann, wer neuer Europameister wird.

5. Welche Mannschaften sind diesmal dabei?

So viele wie nie zuvor - 24 Stück. Nie waren die Chancen auch für die kleineren Nationen besser, sich zu qualifizieren. Und so gibt es gleich fünf Premieren bei der EM: Island, Albanien, Slowakei, Wales und Deutschland-Gegner Nordirland sind zum ersten Mal dabei. Dazu gibt es mit Mannschaften wie Ungarn und Österreich Teams, die sich schon lange nicht mehr sportlich für den Wettbewerb qualifiziert haben.

Dennoch wird man einige Mannschaften vermissen. Die Niederlande - Europameister 1988 - haben sich ebenso wenig qualifiziert wie die Dänen - Europameister 1992 - und die Griechen - Europameister 2004.

Auch Leverkusens Christoph Kramer ist überraschend in der Bildersammlung vertreten. Der Mittelfeldspieler hat noch nicht seine Form aus Gladbach erreicht. Gerade weil die Konkurrenz strak ist, eine mutige Einschätzung der Panini-Leute.
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Das sind die deutschen Fußballer im Panini Sammelheft zur EM 2016
Foto: Panini

6. Wer ist Titelverteidiger?

2012 hat Spanien den Titel gewonnen. Ebenso wie auch 2008. Vor vier Jahren schlugen die Iberer im Finale in Kiew Italien mit 4:0. In Wien 2008 war der Gegner Deutschland. Spanien gewann in der Verlängerung mit 1:0. Damit haben die Spanier zu Deutschland aufgeschlossen. Beide Nationen sind dreimal Europameister geworden - Spanien noch 1964 im eigenen Land, Deutschland 1972, 1980 und 1996.

7. Wer sind die Favoriten?

Die Buchmacher sehen den Gastgeber vorne: Frankreich. Allerdings fast gleichauf mit Weltmeister Deutschland. Beim Wettanbieter Bwin stehen die Chancen für einen Sieg Frankreichs bei 1:4,2. Für einen deutschen Sieg stehen sie bei 1:4,5. Auch noch im Rennen: Titelverteidiger Spanien (1:6) sowie der Weltranglisten-Zweite Belgien und England (je 1:10). Beim Portal tipico ist die Chance für einen Frankreichsieg 1:4, die für einen deutschen bei 1:5. Auch hier folgen Spanien (1:6), England (1:9) und Belgien (1:11).

Feiert Titelverteidiger Spanien seinen vierten Triumph?
Foto: Ballesteros, epa, dpa

8. Welche Regeln ändern sich?

Die UEFA testet nun auch die Torlinientechnik. Das „Hawk-Eye“ wurde schon bei der Fußball-WM in Brasilien 2014 getestet. Dadurch soll verhindert werden, dass Tore nicht gegeben werden, obwohl der Ball hinter der Torlinie ist - oder umgekehrt Tore gegeben, obwohl der Ball die Linie nicht in vollem Umfang überschritten hat.

Außerdem möchte die UEFA die Dreifachbestrafung abschaffen. Bislang galt bei einem Foul im Strafraum, durch das eine klare Torchance vereitelt wurde: Elfmeter und Rote Karte sowie Sperre für den Spieler mindestens im nächsten Spiel. Die Schiedsrichter sollen nun auch die Möglichkeit haben, statt der Roten die Gelbe Karte für solche Vergehen zu zeigen. Den Elfmeter - und das wahrscheinliche Tor - gibt es dann immer noch.

Außerdem hat sich die UEFA an einige bürokratische Verordnungen gewagt. Ein Auszug: Wer etwa eine weiße Hose trägt, soll jetzt besser auf seine Unterhose achten, wer seinen Schuh verliert, darf bis zur nächsten Unterbrechung weiterspielen. Einwürfe müssen mit beiden Armen kraftvoll ausgeführt werden. Und Trinkpausen werden nachgespielt.

9. Wo gibt es Public Viewing?

In Augsburg kann man die EM-Spiele zum Beispiel im Paradiso (3000 Plätze) an der Gögginger Straße schauen. Die deutschen Spiele kann man auch in der Ratiopharm-Arena in Neu-Ulm schauen. Auch die Big Box in Kempten übertragt die Spiele der Deutschen. Daneben gibt es natürlich immer die Möglichkeit, die Spiele in den zahllosen Kneipen und Bars der Region oder auch daheim zu schauen. Public Viewing: Die schönsten Orte zum EM-Schauen in Augsburg

10. Wer überträgt die Spiele?

Die ARD überträgt 22 Spiele, das ZDF 23. Sechs weitere Spiele werden auf Sat.1 ausgestrahlt. Die ARD schickt als Moderatoren wieder Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl nach Frankreich, die Spiele kommentieren werden Tom Bartels, Gerd Gottlob und Steffen Simon. Gottlob wird auch das Finale kommentieren.

Für das ZDF berichten Oliver Welke und Oliver Kahn. Im Stadion kommentieren Claudia Neumann, Béla Réthy, Oliver Schmidt und Martin Schneider. Béla Réthy kommentiert das Eröffnungsspiel.

Für Sat.1 moderieren Frank Buschmann und Matthias Killing, im Stadion kommentieren Hansi Küpper, Matthias Stach und Christoph Dommisch.

10 Dinge, die Sie über die Fußball-EM wissen müssen
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Deutsche Elf auf Augsburgs Rasen
Foto: Christian Charisius
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