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Eklat vor 49 Jahren
29.11.2020

Büchsenwurf: Einstige Gladbachs-Stars verzeihen Boninsegna

Rainer Bonhof hat Roberto Boninsegna verziehen.
Foto: picture alliance / Matthias Balk/dpa

Mönchengladbach (dpa) - 49 Jahre nach dem legendären Büchsenwurf vom Bökelberg haben Borussia Mönchengladbachs Alt-Profis Inter Mailands damaligem Profi Roberto Boninsegna verziehen.

"Ich habe mit einigen alten Weggefährten von damals gesprochen, und wir sind alle der Meinung, dass es langsam genug ist mit der Debatte um schuldig oder nicht schuldig", verkündete Gladbachs Vize-Präsident Rainer Bonhof in einem gemeinsamen Gespräch mit Boninsegna in der "Bild am Sonntag".

"Ich möchte Roberto heute jedenfalls nicht mehr für etwas an die Wand nageln, was 50 Jahre her ist", sagte Bonhof, der 1971 bei Gladbachs 7:1 gegen Inter im Achtelfinale des Landesmeister-Europacups als 19 Jahre alter Spieler dabei war. Boninsegna, der damalige Star-Stürmer der Mailänder ließ sich am 20. Oktober 1971 nach einem vermeintlichen Büchsenwurf auf ihn auswechseln. Die UEFA annullierte das 7:1 anschließend und ordnete ein Wiederholungsspiel an. Durch das 0:0 in Berlin und Inters 4:2 in Mailand schied Gladbach aus.

"Ich soll dich schön grüßen und dir sagen, dass alles vergeben ist", sagte Bonhof zu Boninsegna nach einem Gespräch zuvor mit Gladbach-Legende Berti Vogts. Über die Umstände des Skandals von einst tauschten der heute 68 Jahre alte Bonhof und Boninsegna (77) aber auch heute noch unterschiedliche Sichtweisen aus.

Am Dienstag tritt Inter wieder in Gladbach an: In der Champions-League-Vorrunde geht es für beide Teams um viel. Gladbach kann als Spitzenreiter der Gruppe B den Einzug in die K.o.-Runde vorzeitig klar machen. Mailand droht das Aus im Europapokal.

© dpa-infocom, dpa:201129-99-504371/2 (dpa)

Doppel-Interview mit Bonhof und Boninsegna in der Bild am Sonntag

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