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Bundesliga

18.05.2019

FC Bayern Meister, Dortmund-Sieg wertlos: das Bundesliga-Finale

Meister-Coach Niko Kovac (l) bekommt eine Bierdusche von Arjen Robben.
Bild: Sven Hoppe (dpa)

Für den BVB bleibt trotz des 2:0 in Gladbach nur Platz zwei. Leverkusen sichert sich den vierten Champions-League-Platz. Das Saisonfinale in der Übersicht.

Der FC Bayern München hat im Bundesliga-Titelrennen die Nerven bewahrt und zum 29. Mal die deutsche Fußball-Meisterschaft gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac siegte am 34. und letzten Spieltag gegen dessen Ex-Team Eintracht Frankfurt 5:1 (1:0) und machte damit den letzten Schritt zum siebten Titelgewinn in Serie. Durch den Münchner Erfolg war das 2:0 (1:0) von Verfolger Borussia Dortmund bei Borussia Mönchengladbach wertlos.

Die Münchner liegen damit in der Endabrechnung zwei Punkte vor dem BVB, der zwischenzeitlich mal einen Neun-Punkte-Vorsprung auf den Favoriten aufgewiesen hatte. Hinter dem Bundesliga-Top-Duo sowie dem Dritten RB Leipzig sicherte sich Bayer Leverkusen durch ein 5:1 (2:1) bei Hertha BSC den vierten Champions-League-Platz. Für Gladbach bleibt die Teilnahme an der Europa League, genauso wie für den VfL Wolfsburg, der den FC Augsburg 8:1 (3:0) abfertigte. Frankfurt erreichte die Europa-League-Qualifikation.

Durfte zum ersten Mal als Trainer die Meisterschale in die Luft strecken: Bayern-Coach Niko Kovac.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Im Saisonfinale war die Eintracht chancenlos. Kingsley Coman brachte die Bayern mit seinem Tor bereits früh auf Titelkurs (4.). Nur die mangelhafte Chancenverwertung der Gastgeber und Keeper Kevin Trapp hielten die Frankfurter noch im Spiel. Nachdem Sebastien Haller für die Eintracht zwischenzeitlich sogar ausgeglichen hatte (50.), beseitigten Davida Alaba (53.), Renato Sanches (58.) sowie die eingewechselten Franck Ribéry (72.) und Arjen Robben (78.) letzte Zweifel am Titelgewinn. Einen weiteren Grund zum Feiern hatte beim FC Bayern Stürmer Robert Lewandowski, der zum vierten Mal Bundesliga-Torschützenkönig wurde.

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Wehmut kam bei den beiden Altstars Ribéry und Robben auf, die am Samstag in der Allianz Arena verabschiedet wurden. "Was beide geleistet haben, war sensationell. Sie haben eine Ära geprägt", lobte Trainer Kovac, der aber "sportlich entscheiden" musste und daher auf beide in der Startelf verzichtete. Ob Kovac durch den Meistertitel seinen Job bei den Bayern gerettet hat, bleibt spannend. Am Vortag hatte es Gerüchte über dessen Ablösung gegeben - ungeachtet des Ausgangs der Saison.

Derartige Überlegungen gibt es in Dortmund nicht, auch wenn Lucien Favre mit seiner Mannschaft den Meistertitel noch verspielte. In Gladbach gewann der BVB durch Tore von Jadon Sancho (45.) und Marco Reus (54.). Der Dortmunder Führungstreffer sorgte für Diskussionen, die Gladbacher wähnten den Ball bei der Vorlage von BVB-Kapitän Marco Reus im Aus.

BVB-Kapitän Marco Reus (r) feiert sein Tor zum 2:0 in Gladbach.
Bild: Federico Gambarini, dpa

Im Gegensatz zum Titelkampf war am Tabellenende bereits in der Vorwoche alles klar. Hannover 96, das 1:2 (0:0) bei Fortuna Düsseldorf verlor, verabschiedet sich nach zwei Jahren wieder in die 2. Liga. Gleiches gilt für Schlusslicht 1. FC Nürnberg, der zum Abschluss beim SC Freiburg 1:5 (0:2) unterlag und nach nur einem Jahr wieder zweitklassig ist.

In der Relegation nachsitzen muss der VfB Stuttgart, der beim FC Schalke 04 0:0 spielte. Auf Schalker Seite saß Huub Stevens zum letzten Mal auf der Bank, seine Mission Klassenerhalt hat der Niederländer erfüllt. Im Sommer macht er Platz für David Wagner.

Leverkusen zog dank der Tore von Kai Havertz (28.), dreimal Lucas Alario (38., 72. und 88.) und Julian Brandt (54.) bei einem Gegentor von Valentino Lazaro (34.) in die Königsklasse ein.

Die Leverkusener machen mit dem Sieg bei Hertha die Qualifikation zur Champions League perfekt.
Bild: Marius Becker, dpa

Wolfsburg kam durch drei Tore von Wout Weghorst (21., 37. und 55.) sowie Robin Knoche (42.), Daniel Ginczek (57.), Elvis Rexhbecaj (60.), Josip Brekalo (85.) und einem Eigentor von Kevin Danso (89.) zu einem Kantersieg und ist damit nächste Saison international vertreten.

Leipzigs Bruma (r) zieht ab, Bremens Niklas Moisander kommt zu spät.
Bild: Carmen Jaspersen, dpa

1899 Hoffenheim verlor 2:4 (2:0) beim FSV Mainz 05 und verpasste damit ebenso die Europacup-Teilnahme wie Werder Bremen ungeachtet des 2:1 (1:0) gegen RB Leipzig. (dpa)

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