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11. Bundesliga-Spieltag

13.12.2020

FC-Matchwinner Elvis verschärft Debatten in Mainz

Die Mainzer um Jean-Philippe Mateta (r) und Jeremiah St.Juste verloren zu Hause gegen Köln.
Bild: Torsten Silz/dpa

Beim seit Monaten geplagten FSV Mainz bahnt sich eine zweite Niederlagen-Serie an. Sportvorstand Schröder ist gefrustet und fordert Taten. Der FC ist im Tabellenkeller das Team der Stunde.

Während der 1. FC Köln dank "King Elvis" und seiner fulminanten Adventsserie glücklich in den Jahresendspurt geht, macht sich beim FSV Mainz 05 schon wieder Krisenstimmung breit.

Sportvorstand Rouven Schröder war nach dem bitteren 0:1 im Abstiegsduell jedenfalls mächtig bedient. "Mit Glück werden wir nicht in der Liga bleiben, wir müssen hart arbeiten und den Ball mit letzter Überzeugung über die Linie knallen. Dieser letzte Glaube fehlt uns aktuell", monierte Schröder. Die Prämisse für die verbleibenden drei Pflichtspiele laute nun: "Weniger reden, einfach machen!"

Also so wie der 1. FC Köln, der am Samstag dank Matchwinner Elvis Rexhbecaj Big Points im Keller einfuhr und mit sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen schon ein kräftiges Polster zwischen sich und die abgehängten Mainzer und Schalker legte. "Jetzt fahren wir glücklich nach Hause", sagte Trainer Markus Gisdol, der nach acht sieglosen Partien zum Start in der Kritik stand, bevor er mit seinem Team überraschend in Dortmund siegte und gegen Wolfsburg und Mainz den feinen Lauf fortsetzte.

Den Held des Tages mit dem coolen Spitznamen "King Elvis" lobte Gisdol ganz besonders: "Elvis ist für uns ein sauwertvoller Spieler. Er ist sich für keinen Weg zu schade. Er lebt Fußball. Er lebt unser Spiel." Der 23 Jahre alte Torschütze betonte, er höre natürlich häufiger Witze zu seinem Vornamen. Für seinen zweiten Saisontreffer wollte Rexhbecaj aber keine Extra-Würdigung. "Ich will heute als Torschütze auch gar nicht hervorgehoben werden. Es ist scheißegal, wer das Tor macht. Wir nehmen die drei Punkte mit nach Hause. Das zählt", sagte er.

Mainz hingegen wähnte sich nach dem historischen Fehlstart kurz auf dem Weg der Besserung, krebst kurz vor Weihnachten aber mit fünf Punkten und noch immer ohne Heimsieg auf den direkten Abstiegsplätzen herum. Die Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten Bielefeld und Köln machen den Rheinhessen große Sorgen. Joker Kevin Stöger befand: "Auch ohne Fans müssen wir hier mindestens einen Punkt holen. Das haben wir nicht gemacht, und deswegen war es aus meiner Sicht ein Scheiß-Spiel." Die fünf Zähler sind Negativwert in der bisherigen Mainzer Bundesliga-Historie.

Auch für Trainer Jan-Moritz Lichte, der nach zwei Spieltagen vom geschassten Achim Beierlorzer übernahm, ist die Situation nicht unkritisch. Der 40-Jährige selbst spricht von "Abstiegskampf pur", was auch daran liegt, dass der frühere Assistent den Negativtrend bei den 05ern nicht schnell genug stoppen konnte. Vor der bedeutenden Englischen Woche mit Spielen in Berlin und gegen Bremen dürfte sich Schröders Appell auch an Lichte richten. "Wir haben noch zwei Spiele, in denen sechs Punkte zu holen sind", sagte der Funktionär.

Den FC beneiden die Mainzer nicht nur um die derzeitige Serie, sondern auch um das erste Zu-Null-Spiel dieser Bundesliga-Saison. "Dass wir heute ohne Gegentor geblieben sind, macht den Sieg umso schöner", stellte Kölns Keeper Timo Horn fest. Mainz muss auf diese Freude weiter warten.

© dpa-infocom, dpa:201213-99-673406/2 (dpa)

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