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25.03.2020

"Fast ein Endspiel" für Werder bei Twente

Jetzt helfen nur noch Siege.

Wenn Werder Bremen eine schlecht begonnene Saison in die richtigen Bahnen lenken und in der Fußball-Champions-League die Vorrunde überstehen will, müssen in den Wochen der Wahrheit mit den Spielen gegen Twente Enschede endlich Dreier her.

"Aus den Spielen gegen Enschede sollten wir möglichst vier Punkte holen. Besser wären sechs", gab Clubchef Klaus Allofs die Marschroute vor den Duellen am 20. Oktober und am 2. November mit dem niederländischen Meister aus.

Angesichts von bislang erst einem Punkt ist der Letzte der Gruppe A schon am Mittwoch in der niederländischen Grenzstadt zum Erfolg verdammt. "Es ist fast ein Endspiel", gab Abwehrchef Per Mertesacker zu. Nach der 0:4-Blamage beim Titelverteidiger Inter Mailand Ende September helfen selbst Unentschieden nicht mehr weiter. "Mit jedem Spiel, das wir nicht gewinnen, wird unsere Ausgangsposition schlechter", erkannte Allofs und Trainer Thomas Schaaf forderte: "Wir müssen zusehen, endlich in die Gruppe reinzukommen."

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Die Diskussionen um die angeblich teilweise eingefrorenen Spielergehälter sind zumindest vorerst verstummt. Die Profis bügeln jede Frage dazu barsch ab. Jetzt zählt nur noch Twente. "Egal wie, wir müssen dort etwas mitnehmen. Sonst wird es schwierig", sagte Mertesacker und Ex-Twente-Spieler Marko Arnautovic, der vor der Saison für 6,5 Millionen Euro aus Enschede gewechselt war, kennt keine Freunde mehr: "Natürlich ist es ein besonderes Spiel, aber wir wollen die drei Punkte holen".

Mit zum ersten Sieg im siebten Anlauf bei einem niederländischen Team sollen vor allem die wieder genesenen Leistungsträger Clemens Fritz, Torsten Frings und Claudio Pizarro sorgen. "Ich fühle mich gut, es ist alles wieder in Ordnung", sagte Pizarro, der mit zwei Muskelfaserrissen zuletzt fast sieben Wochen ausgefallen war, nach seinem 20-minütigen Comeback gegen Freiburg. In Enschede rechnet der Peruaner fest mit einem Einsatz von Beginn an.

Obwohl die Niederländer selbst auch erst einen Punkt haben und unter Druck stehen, hat Werder gehörigen Respekt vor den heimstarken Niederländern, die Inter ein 2:2 abtrotzten und Werder bereits in der vergangenen Saison in der Europa League mit 1:0 besiegten. "Twente ist mindestens genauso stark geblieben", warnte Schaaf.

Die Hanseaten fürchten nicht nur ein starkes Twente-Team um den schussgewaltigen Theo Janssen und Flügel-Wirbelwind Bryan Ruiz, sondern auch einen Hexenkessel mit aufgeladener Stimmung im mit 24 000 Zuschauern ausverkauften Stadion "De Grolsch Veste". Rund um die Partie gelten verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. "Wir kennen die Stimmung und müssen dort bestehen", forderte Mertesacker.

Werders französischer Neuzugang Mikael Silvestre dürfte wohl erstmals in dieser Saison nur auf der Bank sitzen und auf der linken Abwehrposition von Petri Pasanen vertreten werden. "Man kann immer etwas verändern", sagte Schaaf dazu. Auch der Einsatz des am Sprunggelenk verletzten Tim Borowski, der aber ohnehin kaum für die Anfangself in Betracht kommt, ist noch unsicher.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Twente Enschede: Mihajlov - Rosales, Douglas, Wisgerhof, Tiendalli - Brama, de Jong, Janssen - Ruiz, Janko, Chadli

Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Prödl, Pasanen - Wesley, Frings - Hunt, Pizarro, Arnautovic - Almeida

Schiedsrichter: Claus Bo Larsen (Dänemark) (dpa)

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