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Fußball
15.06.2014

Debatte um Englandstar Rooney verschärft sich

Die Engländer erwarten von Wayne Rooney viel bei der WM.
Foto:  Jeon Heon-Kyun (dpa)

Noch bevor sich die Diskussion um Wayne Rooney in der englischen Heimat weiter verschärfte, beantwortete der Stürmerstar nach seinem verpatzten WM-Auftakt geduldig Fragen der Journalisten. Bei einem Reporter verlor er in der Mixed Zone aber fast ein wenig die Haltung.

"Ich weiß nicht, warum Sie sowas sagen", giftete der 28-Jährige auf die Frage, ob er erwartet habe, seinen Platz in der Mannschaft zu behalten. "Ich arbeite hart für die Mannschaft, ich erwarte nicht, zu spielen."

Nach dem erneut vergeblichen Anlauf beim 1:2 (1:1) gegen Italien zu seinem ersten WM-Tor wächst aber die Kritik. "Die Debatte wird weiter wüten", schrieb selbst der zurückhaltende "Guardian". "Er sieht jede Saison immer lethargischer aus und wenn er nicht vorne drin oder als Nummer Zehn spielt, sollte er gar nicht mehr im Team sein."

Vor dem WM-Start hatte Rooney betont, dass er seine dritte Weltmeisterschaft endlich genießen wolle - ein Wunschdenken. Von dem früheren Wunderkind wird viel erwartet, sehr viel. Da gerät er schnell unter Rechtfertigungsdruck. Denn seine WM-Bilanz ist mager: Nach neun Spielen wartet er immer noch auf ein Tor. Auch im Star-Vergleich mit WM-Neuling Mario Balotelli schnitt Rooney schlecht ab, der Italiener erzielte das Siegtor (50.).

Immerhin gelang ihm gegen Italien in seinem neunten WM-Spiel seine erste Torbeteiligung. Den zwischenzeitlichen Ausgleich von Daniel Sturridge (37. Minute) bereitete Rooney mustergültig vor, vergab jedoch mehrfach das mögliche 2:2. "Auf diesem Niveau bei der WM bekommst du nur eine Chance im Spiel und die musst du nutzen", bemängelte der frühere Top-Stürmer Alan Shearer bei der BBC.

Zumindest der öffentlichen Unterstützung seines Coaches darf sich Rooney noch sicher sein. "Er hat seine Sache gut gemacht, er hat viel gearbeitet", zeigte sich Nationaltrainer Roy Hodgson von seinem Star überzeugt und meinte ganz gelassen: "Es gibt immer einen Spieler in jeder Mannschaft, über den viel diskutiert wird."

Der 66-Jährige ließ Rooney fern seiner angestammten zentralen Position auf der linken Außenbahn auflaufen. "Die enttäuschende Sache ist nicht, wie Wayne Rooney gespielt hat, sondern wo er spielte", kritisierte sein früherer Mannschaftskollege Paul Scholes die Aufstellung. Aber auch auf dem Platz machte Rooney eine schlechte Figur: Bei einer Ecke rutschte der 28-Jährige weg, der Ball segelte unberührt weit hinter das Tor. "War seine versenkte Ecke die schlechteste der Geschichte?", spottete die "Daily Mail". (dpa)

WM-Stadion in Manaus

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