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Fußball
29.06.2016

Dortmunder Duelle im ersten EM-Viertelfinale

Robert Lewandowski und Jakub Blaszczykowski jubelten vor drei Jahren gemeinsam auch in Schwarz-Gelb.
Foto: Oliver Weiken (dpa)

Das EM-Viertelfinale zwischen Portugal und Polen wird auch zu einem Treffen von Ex-Dortmundern, Neu-Dortmundern, Immer-Noch-Dortmundern und Vielleicht-bald-wieder-Dortmundern.

Bei der Partie in Marseille am Donnerstag (21.00 Uhr) stehen neben Portugals Superstar Cristiano Ronaldo auch Robert Lewandowski, Jakub Blaszczykowski, Lukas Piszczek und Raphael Guerreiro im Fokus.

RAPHAEL GUERREIRO: Rund zwölf Millionen Euro zahlt Borussia Dortmund in diesem Sommer für den Außenverteidiger, über den selbst der portugiesische Verband in seiner EM-Broschüre schreibt: "Guerreiro ist sein Nachname, könnte aber auch genauso gut sein Spitzname sein, denn Guerreiro bedeutet: Krieger." Der 22-Jährige besticht bei der EM durch seine Schnelligkeit und seinen Offensivdrang auf der linken Seite. Er ist der Sohn eines portugiesischen Vaters und einer französischen Mutter, der in Frankreich aufwuchs und bis zur U17 auch für die Junioren-Nationalteams dieses Landes auflief. Sein aktueller Club ist der FC Lorient, sein EM-Ziel: "Wir wollen ins Finale!"

ROBERT LEWANDOWSKI: Spielte nach seiner Zeit bei Lech Posen von 2010 bis 2014 in Dortmund. 2011 und 2012 wurde er mit der Borussia deutscher Meister, in der Saison 2013/2014 mit 20 Treffern Torschützenkönig in der Bundesliga. Durfte erst nach Ablauf seines Vertrages im Sommer 2014 nach München wechseln - und ausgerechnet in den bisherigen EM-Spielen war der "Torriecher verstopft", wie es das Fachmagazin "Kicker" formulierte. Demonstrativ stärken Mitspieler und Betreuer dem Angreifer den Rücken. War nach dem Achtelfinale gegen die Schweiz nach einem Tritt des Hoffenheimers Fabian Schär angeschlagen, soll aber für das Portugal-Duell wieder fit sein.

JAKUB BLASZCZYKOWSKI: Der 30-Jährige spielt bei der EM bislang groß auf. Im letzten Gruppenspiel gegen die Ukraine erzielte der nur Kuba genannte Mittelfeldspieler acht Minuten nach seiner Einwechslung zur Pause den 1:0-Siegtreffer. Im Achtelfinale gegen die Schweiz brachte er seine Mannschaft in der 39. Minute in Führung und zeigte sich auch im Elfmeterschießen treffsicher. War vom BVB zuletzt an den AC Florenz ausgeliehen, wo er eine eher bescheidene Saison spielte. Steht vor der Rückkehr nach Dortmund und will unter der Regie von Trainer Thomas Tuchel in der kommenden Saison einen neuen Anlauf an alter Wirkungsstätte nehmen. Noch ist aber offen, ob Tuchel mit ihm plant.

LUKAS PISZCZEK: Der Außenverteidiger bildet bislang mit seinem früheren und vielleicht bald wieder aktuellen Dortmunder Vereinskollegen Jakub Blaszczykowski ein gut harmonierendes Paar auf der rechten Seite. Kurz vor Turnierbeginn 31 Jahre alt geworden, tritt Piszczek auch als meinungsstarker Vertreter der polnischen Nationalelf in Erscheinung. Er verteidigte Lewandowski gegen Kritik und lobte dessen mannschaftsdienliches Spiel. Sagte schon vor dem Achtelfinale: "Wir wissen, wir sind nicht Deutschland, wir sind nicht Brasilien, wir werden weiter hart arbeiten. Alles, was nun weiter kommt, ist ein Bonus." Der Halbfinal-Einzug wäre ein Hauptgewinn. (dpa)

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