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Fußball
12.06.2016

Tor-Premiere für Ersatz-Reservist Mustafi

Shkodran Mustafi schießt das erste EM-Tor für Deutschland.
Foto: Rolex Dela Pena (dpa)

Der erstaunte Shkodran Mustafi strahlte über das ganze Gesicht. Im Glücksgefühl seines 1:0 gegen die Ukraine trug der Premierentorschütze selbst den 90 Kilogramm schweren Jérôme Boateng mühelos auf seinem Rücken, die DFB-Kollegen rückten scharenweise zur Gratulation an.

Im elften Länderspiel erzielte Mustafi nicht nur persönlich seinen ersten Treffer, sondern er sorgte auch für das erste Tor der Weltmeister-Auswahl bei der EM.

Den erfolgreichen Start der deutschen Tour de France hätte sich Mustafi aber fest selbst noch vermasselt, als er kurz vor Schluss mit einer verunglückten Kopfballrückgabe Torwart Manuel Neuer überwand. Erleichtert durfte der Torschütze aber durchatmen.

Wie bei der WM in Brasilien profitierte das Ensemble von Bundestrainer Joachim Löw von der vor zwei Jahren neu gefundenen Standardstärke. Freistoßflanke Toni Kroos und dann war der 24 Jahre alte Profi vom FC Valencia bei seinem wuchtigen Kopfstoß von Sergej Sidortschuk nicht aufzuhalten. So groß die Freude über den besonderen Treffer war: Im Kerngeschäft als Innenverteidiger erlebte der kopfballstarke Abwehrspieler einen heißeren Abend als erwartet.

Der unsicheren deutschen Hintermannschaft aber war anzumerken, dass sie in dieser Formation nicht eingespielt ist. Erst verletzte sich Mats Hummels, dann musste dessen Vertreter Antonio Rüdiger nach einem Kreuzbandriss den EM-K.o. verkraften. Für Mustafi bedeute dies nach nur zwei Länderspielen und 135 Minuten in der EM-Saison eine große Bewährungschance. "Musti ist ein Spieler, den man immer reinbringen kann", sagte Teammanager Oliver Bierhoff in Lille.

Irgendwie erinnerte das an die WM. Vor zwei Jahren war Mustafi erst von Löw aus dem Kader gestrichen worden, ehe er nach dem Aus von Marco Reus seinen Ibiza-Urlaub absagte und zurückkehrte. Auf dem Weg zum Titel kam er gar zu drei Einsätzen, ehe er sich selbst verletzte.

"Skhrodran Wer?" lautete vor zwei Jahren die Frage, als der Turnierneuling zur allgemeinen Verblüffung nachrückte. Zwar ist er als Weltmeister längst ein Begriff, aber seine Leistungen in Valencia stehen nicht im Fokus der Öffentlichkeit. Wiederholt wurde nach der WM über einen Wechsel des auch schon beim FC Everton beschäftigten Defensivspielers in die Bundesliga spekuliert. Auch in diesem Sommer fiel sein Name schon, mit dem Auftritt im Stade Pierre Mauroy machte er sich sicher nicht uninteressanter.

Bei dieser EM, das verriet Mustafi kurz vor dem Turnierstart, habe er "Lust, mal gegen Belgien zu spielen". Im Blick hat er in Frankreich aber auch die Spiele eines für seine Familie besonderen Landes, denn der in Bad Hersfeld geborene Mustafi ist der Sohn albanischer Eltern. Die Heimat der Eltern ging zum EM-Start beim 0:1 gegen die Schweiz leer aus. "Ein großer Kampf des ganzen Teams. Eine Schande, dass sie nicht wenigstens einen Punkt gewonnen haben", erklärte Mustafi darauf. Er selbst erlebte einen glücklicheren Auftakt. (dpa)

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