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03.06.2009

Gladbach setzt auf Stallgeruch und holt Frontzeck

Gladbach setzt auf Stallgeruch und holt Frontzeck
Bild: DPA

Mönchengladbach (dpa) - Borussia Mönchengladbach plant die sportliche Zukunft erneut mit einem alten Bekannten aus erfolgreicher Vergangenheit.

Nur 17 Tage nach seiner Entlassung bei Arminia Bielefeld kehrt Michael Frontzeck auf die große Fußball-Bühne zurück und soll seinen Heimatclub wieder in die Erfolgsspur führen. Er ist der sechste Coach innerhalb der vergangenen sechs Jahre, der als ehemaliger Borussen-Profi das Traineramt übernimmt. "Das ist für mich emotional ein großer Augenblick. Ich bin hier geboren, und Mönchengladbach ist meine fußballerische Heimat", sagte Frontzeck bei seiner Vorstellung im Borussia-Park. Knapp eine Woche nach dem Rückzug von Chefcoach Hans Meyer erhält der ehemalige Linksverteidiger einen Zweijahresvertrag.

Damit haben die Gladbacher auf dem nach Saisonende turbulenten Trainermarkt noch vor dem Hamburger SV, Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln einen neuen Chefcoach gefunden. "Wir hatten schon beim Scouting immer einen Blick auch auf die Trainer gerichtet und relativ früh einen kleinen Kandidatenkreis", erklärte Sportdirektor Max Eberl. Frontzeck hatte zuvor in der Bundesliga in Bielefeld und bei Alemannia Aachen gearbeitet. In Aachen war er nach dem Abstieg 2006/2007 zurückgetreten. "Beide Stationen waren eine harte Schule", bekannte Frontzeck, der in Bielefeld am 33. Spieltag entlassen wurde.

In Frontzeck hat sich die Trainerfindungskommission der Borussia mit Sportdirektor Max Eberl, Teammanager Steffen Korell und Vize-Präsident Rainer Bonhof auf einen Kandidaten mit "Stallgeruch" geeinigt. Der Club legte großen Wert darauf, einen Trainer "mit einer Philosophie, die mit der Philosophie Borussias übereinstimmt", zu verpflichten. "Hans Meyer hat hier fantastische Arbeit geleistet. Ziel ist jetzt, an die 20 Punkte aus der Rückrunde anzuknüpfen und die Mannschaft fußballerisch weiter zu entwickeln", sagte der neue Gladbacher Trainer, der am 21. Juni das erste Training leiten wird.

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Frontzeck kennt den Verein wie kaum ein anderer. Der 45 Jahre alte frühere Nationalspieler war mit Unterbrechungen fast zehn Jahre für die Borussia aktiv und erzielte in 213 Bundesligaspielen 18 Treffer für seinen Heimatclub. Zudem arbeitete er an der Seite seiner Vorgänger Hans Meyer und Ewald Lienen drei Jahre lang als Assistenztrainer.

"Ich bin optimistisch, dass wir die angestrebten Ziele erreichen. Wir werden aber jetzt nicht in die Saison gehen und sagen, wir wollen in den UEFA-Cup", sagte Frontzeck. Er galt von Beginn an als ernster Kandidat und entsprach dem Anforderungsprofil des Clubs. "Er soll willig, fleißig und loyal sowie ein Teamplayer sein", sagte Eberl, der den neuen Trainer einen Tag vor der Jahreshauptversammlung des Clubs präsentieren konnte.

Notwendig wurde die Verpflichtung eines neuen Trainers bei dem Traditionsclub, weil Meyer in der vergangenen Woche trotz eines Vertrags bis 2010 seinen Rückzug erklärt hatte. Meyer, der den Club bei seinem ersten Engagement in die Bundesliga zurückführte, hatte auch bei seiner zweiten Amtszeit in Mönchengladbach das Klassenziel erreicht. Die in der Hinrunde mit nur elf Punkten fast hoffnungslos abgeschlagene Borussen-Elf schaffte am letzten Spieltag der Saison doch noch den Klassenverbleib.

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