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10. Spieltag

07.12.2020

Grillitsch beendet Hoffenheimer Misere - Sieg gegen FCA

Die Spieler der TSG 1899 Hoffenheim (im Hintergrund) feiern das Tor zum 1:0.
Bild: Uwe Anspach/dpa

Die TSG Hoffenheim wartet über zwei Monate auf einen Sieg in der Fußball-Bundesliga. Und dann trifft gegen den FC Augsburg einer, der fast nie Tore schießt, gleich zweimal. In der Tabelle zieht die TSG am FCA vorbei.

Florian Grillitsch pustete einmal kräftig durch. Plötzlich Torjäger - mit einer ganz starken Leistung hat der Österreicher die TSG Hoffenheim zum ersten Ligasieg seit über zwei Monaten geführt.

Der 25-Jährige steuerte beim verdienten 3:1 (1:1) gegen den FC Augsburg am Montagabend zwei Tore bei, seine ersten in der Fußball-Bundesliga seit über zweieinhalb Jahren. Nach dem Doppelpack des Offensivspielers (17. Minute/46.) traf Ihlas Bebou (50.) zum Endstand. Daniel Caligiuri (31.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Hoffenheim schob sich in der Tabelle an Augsburg vorbei auf Platz zehn und verkürzte den Rückstand auf die Europapokalplätze auf vier Punkte.

"Wir sind sehr erleichtert, wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht", sagte Sebastian Rudy beim Streamingdienst DAZN. "Ich denke, die drei Punkte sind heute mehr als verdient." Augsburgs Florian Niederlechner zollte Respekt: "Hoffenheim hat einige Möglichkeiten ausgelassen."

Die Gastgeber bestimmten schon die Anfangsphase. Insbesondere über den in die Startelf zurückgekehrten Vizeweltmeister Andrej Kramaric setzten die Kraichgauer die Gäste unter Druck. Der FCA brauchte gut eine halbe Stunde, um in der Partie anzukommen.

TSG-Trainer Sebastian Hoeneß hatte angesichts der Serie ohne Sieg in der Liga kurz vor dem Anpfiff mehr Stabilität gefordert. Und er sah früh einen tollen Spielzug. Mit hohem Tempo aus der eigenen Hälfte kam der Ball zu Christoph Baumgartner auf die linke Seite. Der Österreicher chippte stark weiter auf Grillitsch, der per Kopf keine Mühe hatte. Beide hatte Hoeneß wie Kramaric nach der Europapokal-Partie zurück in die Mannschaft rotiert.

Der FCA näherte sich nur langsam dem Hoffenheimer Strafraum. Ein Freistoß von Caligiuri strich deutlich über das Tor (12.). Die bayerischen Schwaben mussten auf Offensivspieler André Hahn verzichten, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Trainer Heiko Herrlich hatte seine Startelf auf insgesamt vier Positionen verändert.

Nach dem Rückstand wankten die Gäste bedenklich. Torwart Rafal Gikiewicz musste die Direktabnahmen von Sebastian Rudy (22.) und Baumgartner (25.) entschärfen. "Komm Baumi, komm", rief Hoeneß von der Seitenlinie. Dann aber fiel der Ausgleich aus dem Nichts: Caligiuri köpfte nach guter Flanke von Michael Gregoritsch ins Tor. Das Spiel wurde etwas offener. Beide Torhüter mussten vor der Pause retten: Gikiewicz gegen Kramaric (38.), TSG-Keeper Oliver Baumann gegen Niederlechner (44.).

Nur 27 Sekunden nach dem Wiederanpfiff jubelten wieder die Hoffenheimer: Grillitsch trickste am Strafraum FCA-Kapitän Jeffrey Gouweleeuw aus und schob ganz überlegt mit links ein. Bebou, der schon in der Vorwoche in Mainz getroffen hatte (1:1), legte nach schönem Solo nach - wieder wirkte die Augsburger Abwehr behäbig. Im Anschluss dominierte Hoffenheim weitestgehend, der FCA kam insgesamt zu selten vor das TSG-Tor.

© dpa-infocom, dpa:201207-99-608158/5 (dpa)

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