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25.06.2009

Magath-Ära gestartet - Kuranyi und Asamoah stöhnen

Magath-Ära gestartet - Kuranyi und Asamoah stöhnen
Bild: DPA

Gelsenkirchen (dpa) - Um 10.08 Uhr hat für die Mannschaft des FC Schalke 04 die Ära Felix Magath begonnen. Rund 4000 Fans der Königsblauen bereiteten dem neuen Trainer und seinem Team einen Empfang mit freundlichem Applaus.

Zum Trainingsauftakt des Fußball-Bundesligisten in Gelsenkirchen begrüßte der 55 Jahre alte Fußball-Lehrer insgesamt 22 Spieler. Nur Lewan Kobiaschwili wurde ein etwas längerer Urlaub gewährt, da laut Magath "ein älterer Spieler mehr Zeit zur Regeneration braucht". Heiko Westermann habe es nicht rechtzeitig aus dem Urlaub geschafft, wurde aber zur zweiten Trainingseinheit am Nachmittag erwartet. Die noch bei der U 21-EM in Schweden engagierten Profis Manuel Neuer und Benedikt Höwedes fehlten natürlich noch.

"Ich freue mich, dass es nun endlich richtig losgeht. Denn die Mannschaft ist das Herzstück eines Vereins. Denn ohne Spieler geht es ja nun mal nicht", sagte Magath nach der rund 100 Minuten dauernden ersten Übungseinheit. Schon vorher hatte der neue Chefcoach in der Kabine eine Ansprache ans Team gehalten und den Spielern deutlich gemacht, dass arbeitsreiche Wochen auf sie warten. "Er hat uns gesagt, wer nicht mitzieht, wird Probleme bekommen", erzählte Gerald Asamoah, der sich nach einer für ihn "bitteren Saison" über frischen Wind freut. "Wir alle wollen einen Neuanfang, wir alle wollen Erfolg. Und ich will meine Chance nutzen", sagte der frühere Nationalspielers, der sich auch noch von einem privaten Schock erholen muss.

Am Wochenende war Asamoahs Haus in Marl ausgeraubt worden. Die unbekannten Täter hatten eine Balkontür aufgehebelt und vor allem Schmuck entwendet. "Es sah aus wie nach einem Bombenangriff. Die reinste Müllkippe, alles durchwühlt", sagte der 30 Jährige der "Bild"-Zeitung. Neben Autoschlüsseln und Bekleidung stahlen die Diebe auch die WM-Medaillen Asamoahs von 2002 und 2006 sowie seine WM-Uhr von 2006.

Magath-Ära gestartet - Kuranyi und Asamoah stöhnen

Auch Kevin Kuranyi, der unter Magath einst in Stuttgart zum Nationalspieler reifte, sieht eine neue Ära angebrochen. "Das Gute ist, dass alle bei Null anfangen und sich neu beweisen können. Wer nicht mitzieht, wird es sehr schwer haben unter dem Trainer", betonte der Angreifer, der wie Asamoah schon nach dem "verhaltenen Auftakt" (Magath) stöhnte: "Für den Anfang war es schon hart. Aber ich hoffe, dass wir als Mannschaft von seiner Erfahrung und seinen Erfolgen profitieren." Auch wenn die Spieler schon ziemlich mitgenommen wirkten nach dem Auftakt, werde sich die Intensität schon "noch ein wenig steigern", kündigte "Quälix" Magath genüsslich seinen grünen Tee schlürfend die gefürchteten Ausdauer-Einheiten an: "Sie werden demnächst die Wälder hinter Schloss Berge kennenlernen."

Einige Profis wie der zuletzt an den HSV verliehene Albert Streit und der zu den Amateuren abgeschobene Carlos Grossmüller empfingen schon deutliche Signale, dass Magath mehr Einsatz und Engagement erwartet. "Aber nicht nur diese Beiden dürfen sich angesprochen fühlen. Das ist auch keine schlechte Nachricht für sie, sondern eine gute. Denn jetzt haben sie einen Hinweis. Ich würde mich als Spieler darüber freuen. So wie sie sich heute präsentiert haben, sollten sie es künftig besser nicht tun", sagte Magath, auf den das gesamte Team einen noch etwas verhaltenen und verunsicherten Eindruck machte. "Da fehlt noch das Selbstvertrauen nach der wenig erfolgreichen Saison."

Insgesamt sieht Magath nach vier Arbeitstagen "überragende Bedingungen" im Revier. Allerdings mäkelt er an "zu langen Wegen" und "verstreuten Gegebenheiten" auf dem Riesen-Areal herum. "Das ist nicht so, wie ich es gewohnt bin. Was wir benötigen, liegt ein wenig weit auseinander", meinte er. Und kündigte prompt Umbaumaßnahmen an: "Man kann nicht alles auf einmal machen. Aber es wird sich was ändern. Auch wenn es nicht gleich in ein paar Tagen ideal sein kann."

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