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05.06.2009

Messi unter Druck - Kaka im Klassiker

Messi unter Druck - Kaka im Klassiker
Bild: DPA

Buenos Aires (dpa) - Argentiniens Trainer Diego Maradona setzt den seit Wochen umjubelten Lionel Messi unter Druck, Brasiliens Carlos Dunga baut auf den wechselwilligen Kaka.

Auf dem Weg zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 dürfen sich die beiden südamerikanischen Erzrivalen keinen Fehltritt leisten. Während die Maradona-Mannen gegen Kolumbien gleich doppelt etwas gut zu machen haben, will die "Seleção" im Klassiker gegen Uruguay den ersten Sieg im Centenario-Stadion von Montevideo seit 33 Jahren erzielen. Dabei verzichtet Dunga auf die Dienste seines ausgemusterten "Veteranen"-Trios Ronaldo-Ronaldinho-Adriano.

Kaka soll es richten. Sein Wechsel für 65 Millionen Euro vom AC Mailand zu Real Madrid ist in der Schwebe, nachdem der FC Chelsea in den Poker um das Sturm-Ass mit eingestiegen sein soll. Gegen die "Urus" soll Kaka für Klarheit im Angriff sorgen. Dass der Gastgeber mit Diego Forlán, der diese Saison für Atlético Madrid 32 Mal traf und den "goldenen Schuh" in der Primera Division gewann, auch eine echte Trumpfkarte hat, ist Brasiliens Coach Dunga nicht entgangen. "Vorne sind die sehr schnell", warnte er.

Gewinnt Uruguay den Klassiker, würden Forlán & Co Brasilien bis auf einen Punkt auf die Pelle rücken. Derzeit rangieren die Dunga-Schützlinge mit 21 Zählern auf Platz 2, Uruguay ist Fünfter (17). Dieser Platz reicht lediglich zum Relegationsspiel gegen Vierten der Nord- und Mittelamerika-Staffel. An der Spitze behauptet sich sensationell Paraguay, das auf den nicht minder überraschenden Tabellendritten Chile (20) trifft, mit 24 Punkten.

Messi unter Druck - Kaka im Klassiker

Auf der anderen Seite des Rio-de-la-Plata-Flusses in Buenos Aires muss Argentinien (19) gegen Kolumbien (14) ran. Die Fans haben die 0:5-Heimschlappe gegen die Kolumbianer aus dem Jahr 1993 immer noch nicht vergessen, geschweige denn das 1:6 von Anfang April in Bolivien. Also ist Messi von Champions-League-Sieger FC Barcelona mehr gefordert denn je. "Er muss konstant spielen. Wir können uns nicht einen Messi leisten, der für fünf oder sechs Minuten aus dem Spiel verschwindet", forderte Trainer Maradona, während seine kolumbianischer Kollege Coach Eduardo Lara das Duell weiter anheizte. Die "Cafeteros" würden offensiv mit drei Stürmern spielen, tönte er.

Mehr Erfolg als Maradona hatten in der Qualifikation bislang zwei andere argentinische Trainer: Gerardo Martino mit Paraguay und Marcelo Bielsa mit Chile erhöhen mit ihrer guten Arbeit den Druck auf "Dieguito". In Asunción treffen am Samstag beide aufeinander, und der Ausgang scheint völlig offen, denn die Chilenen spielten bisher mit ihren wieselflinken Konterstürmern vor allem auswärts groß auf.

Außerdem treffen Bolivien (12) und Venezuela (13) in der berüchtigten Höhe von La Paz (3600 Meter über Meeresspiegel) aufeinander. Um seine letzten Chancen wahrzunehmen, muss Ecuador (14) wohl bei Schlusslicht Peru (7) gewinnen.

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