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03.03.2009

Neururer hält MSV auf Kurs und soll verlängern

Neururer hält MSV auf Kurs und soll verlängern
Bild: DPA

Aachen (dpa) - Die Haare wachsen - und die Erfolgsserie von Peter Neururer nimmt kein Ende. "Ich werde jeden Tag hässlicher, aber der Blick auf die Tabelle wird umso schöner", sagte der Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg.

Seit neun Spielen hintereinander sind die "Zebras" ungeschlagen, Neururer will aber erst nach einer Niederlage wieder zum Friseur gehen. Vielleicht ist er dann schon Erstligist, denn mit dem 2:1 (1:1)-Erfolg bei Alemannia Aachen hat sich der MSV mit Nachdruck im Aufstiegskampf zurückgemeldet.

Während die MSV-Profis, für die Cedrick Makiadi (37. Minute) und der kurz zuvor eingewechselte Änis Ben-Hatira (83.) am Montag trafen, noch ihren Sieg feierten, plante Vereinspräsident Walter Hellmich schon die Zukunft. "Ich gehe davon aus, dass wir diese Woche die Verträge mit Neururer und Sportdirektor Bruno Hübner unabhängig von der Ligazugehörigkeit bis Juni 2010 verlängern. Beide leisten eine tolle Arbeit", sagte Hellmich. Einig ist er sich mit seinen Angestellten aber noch nicht. "Bevor ich verlängere, müssen einige wichtige Punkte geklärt werden", meinte Hübner.

Der Sportdirektor, der in dieser Saison 17 neue Spieler verpflichten ließ, fordert, dass sein Personalkonzept auch in Zukunft umgesetzt wird. Etliche Verträge von Leistungsträgern wie Makiadi, Markus Brzenska oder Oliver Veigneau laufen in diesem Sommer aus. Der MSV muss unter anderem durch den Ausstieg von Hauptsponsor "Evonik", der nächste Saison ein Loch von rund 1,5 Millionen Euro reißt, aber einen Sparkurs fahren. "Wir müssen aufpassen, dass der perspektivisch zusammengestellte Kader nicht ausblutet", sagte Hübner.

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Neururer, dessen Vertrag sich im Aufstiegsfall automatisch bis 2010 verlängert, will in der 2. Liga nur weiter machen, wenn auch Hübner an Bord bleibt: "Das ist für mich Grundbedingung." Hellmich kennt die Problematik: "Verpassen wir jetzt den Aufstieg, wird es im nächsten Jahr nicht einfacher." Neururer, der im vergangenen November beim MSV anheuerte, gilt als Säule des Erfolgs. Der 53-Jährige weckte auf seiner 14. Trainerstation die Lebensgeister beim in der Hinrunde enttäuschenden Team. "Wir sind noch keine Spitzenmannschaft, aber auf dem Weg dahin, eine zu werden", meinte Neururer.

Bei Alemannia Aachen haben die Hoffnungen auf ein Bundesliga- Comeback einen Dämpfer erhalten. "In den nächsten zwölf Spielen sind noch viele Punkte zu vergeben, zunächst haben wir uns trotz einer Führung aber selbst gestoppt", meinte Alemannia-Trainer Jürgen Seeberger, dessen Team nach dem 1:0 durch Szilard Nemeth (35.) zu bieder agierte. Das Duisburger Siegtor, bei dem Aachens Schlussmann Thorsten Stuckmann patzte, traf die Hausherren ins Mark. "Es war ein Flatterball, durch den wir uns vom Aufstieg verabschiedet haben. Dafür greift jetzt der MSV ganz oben an, sagte Stuckmann.

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