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DFB-Pokal gegen FCK

10.08.2019

Pyro-Ärger und Derby-Pleite für Bundesligist FSV Mainz 05

Jean-Paul Boetius von Mainz steht vor aufs Spielfeld geworfenen brennenden Bengalos.
Bild: Uwe Anspach, dpa

Bundesligist FSV Mainz 05 scheitert im Pokal an Drittligist und Erzrivale Kaiserslautern. Ein schlechtes Bild geben aber vor allem die 05-Fans ab.

Als die enttäuschten Bundesliga-Profis des FSV Mainz 05 rund 20 Minuten nach der Derby-Pleite beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern zum Auslaufen noch einmal den Rasen betraten, beendeten die überglücklichen Hausherren gerade ihre letzte Jubelrunde. Mit dem 0:2 (0:0) verabschiedeten sich die Mainzer am Samstag bereits in der 1. Runde aus dem lukrativen DFB-Pokal und traten danach frustriert den kurzen Heimweg an. "Das ist ein ganz bitterer Moment für uns. Wir sind alle total enttäuscht", sagte FSV-Sportvorstand Rouven Schröder.

Manfred Starke mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 62. Minute und Florian Pick (90.) besiegelten das frühe Aus des Fußball-Bundesligisten und sorgten vor 40 694 Zuschauern für lange vermisste Partystimmung auf dem Betzenberg. "So eine Atmosphäre habe ich hier schon lange nicht mehr erlebt", sagte FCK-Trainer Sascha Hildmann. "Dieser Erfolg gibt uns Kraft und ist Balsam für die Fan-Seele." 

DFB-Pokal: Fans von Mainz 05 sorgen mit Pyros für Spielunterbrechung

Für Misstöne sorgten einige Mainzer Fans, die kurz vor Schluss Leuchtfackeln auf den Rasen warfen, dabei ihr eigenes Banner in Brand setzten und damit eine mehrminütige Unterbrechung des Spiels provozierten. "Pyrotechnik braucht kein Mensch. Das hat da nichts zu suchen", kritisierte 05-Trainer Sandro Schwarz. Und Präsident Stefan Hofmann kündigte an: "Wenn die Leute ermittelt werden, nehmen wir sie natürlich in Regress." 

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Im ersten Rhein-Land-Pfalz-Derby seit mehr als sieben Jahren übernahm der Favorit aus Mainz zu Beginn der Partie wie erwartet die Initiative und kontrollierte das Geschehen. "Wir hatten das Gefühl, alles im Griff zu haben", sagte Schwarz. Doch dies erwies sich als trügerisch. Nachdem der quirlige Robin Quaison in den ersten 20 Minuten gleich drei Chancen zur Führung ausließ, legten die anfangs ganz auf die Sicherung des eigenen Tores bedachten Roten Teufel ihre Zurückhaltung ab und boten dem Bundesligisten mit Kampfgeist und Laufbereitschaft immer besser Paroli.

Nach dem Wechsel fanden die Mainzer eine Viertelstunde lang noch einmal zu ihrer Souveränität zurück. Karim Onisiwo (56.) traf jedoch nur das Außennetz, Jean-Paul Boëtius (59.) scheiterte am starken FCK-Keeper Lennart Grill. Das sollte sich rächen. 

Nach gut einer Stunde kollidierte FCK-Stürmer Timmy Thiele beim Abschluss im Strafraum mit Stefan Bell - Schiedsrichter Felix Zwayer zeigte sofort auf den Punkt. FSV-Torwart Florian Müller tauchte beim Elfmeter von Starke zwar in die richtige Ecke, lenkte den Ball aber unglücklich ins eigene Netz. "Das war symptomatisch für das Spiel", sagte Schwarz.

DFB-Pokal: Mainzer Stefan Bell muss verletzt vom Platz

Dem Rückstand folgte kurz darauf der nächste Schock: Innenverteidiger Bell musste humpelnd vom Feld und droht mit einer Achillessehnenverletzung zum Bundesligastart auszufallen. Seine Teamkollegen folgten ihm nach dem Abpfiff mit gesenkten Köpfen. "Ob Derby oder nicht, ist egal: Wir sind aus dem Pokal rausgeflogen. Das ist bitter", bilanzierte Kapitän Danny Latza. (dpa)

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