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21.07.2010

Van Gaal hofft auf DFB-Verständnis

Van Gaal hofft auf DFB-Verständnis
Bild: DPA

Riva del Garda (dpa) - An der großen Hitze im Trainingslager am Gardasee kann Louis van Gaal nichts ändern - bei der gestörten Saison-Vorbereitung baut der Bayern-Trainer indes weiter auf Zugeständnisse durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Beim Länderspiel am 11. August in Dänemark sollen die Münchner Profis nach Wünschen von van Gaal nicht übermäßig belastet werden. "Ich habe eine sehr gute Beziehung zu Löw. Ich bin froh, dass er unterschrieben hat, wir können weiter zusammenarbeiten", sagte der niederländische Coach in Riva del Garda und dürfte wohl bald mit Bundestrainer Joachim Löw in Kontakt treten. "Der DFB hatte jetzt zehn Wochen die Spieler von Bayern München. Ich denke, es ist alles ausprobiert."

Viel ausprobieren konnte van Gaal selbst am Mittwoch nicht. Nicht nur, dass der Großteil des Kaders fehlte. Auch die meisten der für den Saisonstart der zweiten Mannschaft am Wochenende in Babelsberg auserkorenen Spielern hatten zumindest am Vormittag frei. Sie mussten sich nicht der Hitze von weit mehr als 30 Grad aussetzen und konnten ein wenig Kraft tanken. Stattdessen schwitzte die Rumpftruppe der Profis, bei denen Ivica Olic einen sehenswerten Treffer nach dem nächsten erzielte. "Große Klasse, dass sie so trainieren. Großen Respekt", lobte van Gaal.

Zwar wünschen sich Spieler wie Anatoli Timoschtschuk, Danijel Pranjic oder Hamit Altintop größere Herausforderungen, aber andererseits können sie die Tage im Trentino nutzen, um sich für einen Stammplatz in der neuen Saison anzubieten. "Sie können sich wieder zeigen. Ich denke, dass das nicht so schlecht für sie ist", sagte der niederländische Trainer. "Aber sie wissen auch, dass die Positionen mit den Nationalspielern besetzt werden können, wenn diese zurückkommen."

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Dass van Gaal aber nicht nach Namen, sondern nach Leistung geht, bewies er in der vergangenen Saison ein ums andere Mal. Der als Außenseiter hinter Rekord-Einkauf Mario Gomez, dem damaligen Weltmeister Luca Toni und WM-Torjäger Miroslav Klose gestartete Ivica Olic erkämpfte sich ebenso einen Stammplatz wie Shootingstar Thomas Müller. Diesmal sei das für die Konkurrenz ähnlich, erklärte der kroatische Dauerläufer Olic. "Sie wissen, ich war die Vier oder Fünf und am Ende Erster. Das bedeutet, wir müssen alle auf unsere Chance warten, gut trainieren und dann gut spielen."

Olic glaubt, dass der späte Trainings-Einstieg der WM-Halbfinalisten am 2. August die Bayern nicht lange bremsen wird. Am Anfang werde es sicher nicht leicht, sagte der Stürmer. "Aber sie müssen schnell umschalten. Und in drei Wochen Urlaub können sie nicht viel verlieren", meinte der 30-Jährige, für den die Schlagzeilen um Franck Ribéry und die Rotlicht-Affäre kein Thema sind.

Abseits vom Sportlichen mochte sich auch van Gaal nicht über den französischen Flügelflitzer äußern. Der Mittelfeldspieler bringt sich in Frankreich für seine Rückkehr nach München in Form. "Er arbeitet gut und er hat einen sehr motivierten Eindruck hinterlassen", meinte sein Coach. "Ich denke, dass es sehr schnell mit ihm geht."

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