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WM 2014
29.06.2014

Fifa: Vorfall bei Brasilien-Spiel wird untersucht

Luiz Felipe Scolari ärgert sich über Aufregung rund um die Trainerbank.
Foto: Ballesteros (dpa)

Die handfeste Auseinandersetzung in der Halbzeitpause des dramatischen Achtelfinalduells zwischen WM-Gastgeber Brasilien und Chile hat ein Nachspiel.

Der Fußball-Weltverband hat sich eingeschaltet. "Die Disziplinarkommission untersucht den Vorfall", sagte FIFA-Sprecherin Delia Fischer in Rio de Janeiro. Am Vortag war es auf dem Weg in die Kabinen im Stadion von Belo Horizonte zu einem Gerangel gekommen. Dabei soll der Sprecher der brasilianischen Nationalmannschaft, Rodrigo Paiva, Chiles Stürmer Mauricio Pinilla geschlagen haben.

"Ihr Pressedirektor hat Pinilla getroffen. Es gibt davon ein Video", hatte Chiles Medienbeauftragte Maria Jose Vasconcellos der dpa bestätigt. Paiva erklärte, dass es eine "allgemeine Verwirrung" zwischen Verantwortlichen der beiden Verbände gegeben habe im Tunnel auf dem Weg in die Umkleidekabinen. Spieler der chilenischen Mannschaft wurden darin demnach auch verwickelt.

Es sei geschubst und gedrängelt worden, meinte Paiva. Er machte den Assistenten von Chile-Trainer Jorge Sampaoli, Sebastian Beccacece, verantwortlich. "Er hat angefangen, mit uns zu diskutieren." Was passiert ist, sei nicht normal, entgegnete dieser wiederum.

Brasilien-Coach Luiz Felipe Scolari hatte sich in der Pressekonferenz auch über das Verhalten der gegnerischen Betreuer am Spielfeldrand beklagt. "Ich bin gut erzogen, aber wenn ich mich dauernd angegriffen fühle, dann werde ich meinen Stil ändern." Der Gegner habe sich ständig beim vierten Schiedsrichter, dem Deutschen Felix Brych, beschwert.

Scolari war offensichtlich auch über seinen chilenischen Kollegen Sampaoli irritiert, der in der Partie oft die Coachingzone verlassen hatte. Wie aufgeladen die Stimmung teilweise war, zeigte sich auch, als Sampaoli nach der 2:3-Niederlage im Elfmeterschießen in die Kabine wollte und von brasilianischen Fans mit Wasser bespritzt wurde. (dpa)

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