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Warten auf Ribéry und Toni - Borowski verkauft

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Warten auf Ribéry und Toni - Borowski verkauft

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    Warten auf Ribéry und Toni - Borowski verkauft
    Warten auf Ribéry und Toni - Borowski verkauft Foto: DPA

    Der 33-malige Nationalspieler einigte sich mit seinem Ex-Club Werder Bremen über einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2012 und kehrt nach nur einem enttäuschenden Jahr an die Weser zurück. Die Münchner dürfen sich wohl nicht nur über eine Ablösesumme für den Mittelfeldmann freuen, sondern sind auf dem Weg zum schlankeren Kader nach dem Verkauf von Lucio in der Vorwoche einen Schritt weiter gekommen.

    Borowski und Lucio sind weg, dagegen ist Ribéry nach dem Ende des Dauer-Theaters um einen Wechsel zu Real Madrid nach wie vor eine feste Größe in den Planungen von Coach Louis van Gaal. Aber es läuft alles andere als gewünscht für

    Während van Gaal mit allen anderen Akteuren bei Nieselregen arbeiten konnte, joggte das Rekonvaleszenten-Duo abseits der kickenden Mitspieler über die Golfanlage. Wann Ribéry (Sehnenentzündung im Knie) und Toni (Achillessehnenprobleme) wieder mit den Kollegen üben können, vermochte der niederländische Fußball- Fachmann nicht vorherzusagen. "Den richtigen Moment zu bestimmen, ist schwierig", befand van Gaal, der Borowksi beim Mittagessen als "tollen Profi" verabschiedete. Der Spieler selbst sprach von einem "kuriosen Jahr" in der für ihn unerfreulichen Amtszeit beim FC Bayern und freute sich nach 26 Liga-Spielen auf die Werder-Rückkehr.

    Ribéry ist kurz vor der Rückkehr ins Teamtraining, bei dem wegen Sonderurlaubs erst seit einer Woche wieder aktiven Toni sieht es schwieriger aus. Van Gaal: "Er kann nicht so gut trainieren wie Franck Ribéry. Ich weiß nicht, wann die Schmerzen aufhören." Zudem hat der Italiener Konkurrenten wie Mario Gomez, den genesenen Miro Klose sowie die Dreifach-Torschützen vom 10:0 gegen die Stuttgarter Kickers, Ivica Olic und Thomas Müller. Und trotz aller Bekenntnisse des Weltmeisters, ist ein Verkauf weiterhin nicht ausgeschlossen.

    Wie Manager Uli Hoeneß rechnet auch Münchens neuer Sportdirektor Christian Nerlinger nicht mehr mit weiteren Neuzugängen. "Ich denke, dass wir mit dem Kader, der jetzt existiert, in die Saison gehen. Vielleicht mit einem etwas schlankeren Kader", sagte Nerlinger in einem Interview mit "www.t-online.de". Höchstens auf der rechten Außenverteidiger-Position könne sich etwas tun, sagte Nerlinger. Allerdings würden sich die vorhandenen Spieler gut entwickeln. "Wir suchen nicht mit Nachdruck einen rechten oder linken Verteidiger." Auch Manager Hoeneß hatte via "Bild" und "tz" betont, dass man "wahrscheinlich" nichts mehr machen werde. "Wenn überhaupt, dann hinten rechts. Aber momentan wüssten wir nicht, wen wir holen sollten."

    Münchens neuer Trainer bräuchte Ribéry dagegen dringend, um Klarheit zu bekommen, wer denn im neuen Bayern-System die Zehner-Position im neuen Rauten-System übernimmt. "Die Zusammenarbeit mit der Nummer 10 im System muss besser werden. Wir müssen die kommenden Wochen entscheiden, welcher Spieler auf dieser Position spielt", verriet van Gaal. Favorit auf den Posten ist nach dem Ende des Wechsel-Theaters mit Real Madrid zwar der Franzose, aber in den Tests probierte der Coach auch schon Alexander Baumjohann, José Sosa und auch Müller auf dem Posten aus. Zudem genießt Bastian Schweinsteiger hohe Wertschätzung beim Coach. Er gehe nicht davon aus, zum Saisonbeginn schon seine Wunschelf aufbieten zu können, so van Gaal.

    Schweinsteiger war erstmals wieder voll beim Teamtraining dabei. "Er ist für Bayern München ein wichtiger Spieler", sagte van Gaal. Möglichst bald will er dem 24-Jährigen "Spielminuten geben". Fünf Tests hat Schweinsteiger verpasst, vier stehen bis zum Saisonstart in zweieinhalb Wochen bei 1899 Hoffenheim noch an. Dazu wollen die Bayern das Pokalspiel am 2. August bei der SpVgg Neckarelz im Vorbeigehen erledigen.

    Nach mehr als der Hälfte der Saisonvorbereitung kristallisiert sich indes immer mehr heraus, dass Jörg Butt wie in der Endphase der vorigen Saison die Nummer 1 bleiben könnte. In Tests durfte Routinier Butt meist mit der Stammverteidigung ran, beim Training wurde im Vergleich zu Michael Rensing auch noch mal dessen Stärke beim Passspiel deutlich, auch wenn der von Klinsmann abgesägte Rensing das anders sieht. "Ich denke nicht, dass er ein besserer Fußballer ist, als ich. Ich kann sehr gut mitspielen", betonte der langjährige U-21-Keeper. "Ich denke, dass der Trainer sich noch nicht entschieden hat und ich werde mich voll weiter reinhängen."

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