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Bundesliga

10.02.2019

0:3 in Düsseldorf: Weinzierl in Stuttgart immer stärker unter Druck

Markus Weinzierl steht mit dem VfB Stuttgart mächtig unter Druck.
Bild: Marius Becker, dpa

Borussia Dortmund hat einen Dämpfer in der Bundesliga hinnehmen müssen. Und auch Gladbach ließ Punkte liegen. Stuttgart und Augsburg erleben einen bitteren Sonntag.

Vier Tage nach dem Aus im DFB-Pokal gegen Werder Bremen hat es für Borussia Dortmund am Samstag gegen 1899 Hoffenheim trotz 3:0-Führung nur zu einem 3:3 (2:0) gereicht. Der FC Bayern, der einen 3:1-Sieg (2:1) gegen Schalke 04 feierte, verkürzt den Rückstand in der Tabelle somit auf fünf Punkte.

Einen noch heftigeren Rückschlag gab es für Dortmunds Verfolger Borussia Mönchengladbach. Nach zwölf Bundesliga-Heimsiegen nacheinander unterlagen die Gladbacher am 21. Spieltag Hertha BSC mit 0:3 (0:1). 

Im Abstiegskampf gelang Hannover 96 mit dem 2:0 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg ein wichtiger Sieg. Die Niedersachsen gaben damit den letzten Platz an die Franken ab. Im Rennen um die Champions-League-Plätze trennten sich RB Leipzig und Eintracht Frankfurt 0:0. Der VfL Wolfsburg erreichte nur ein 3:3 (1:1) beim SC Freiburg trotz dreimaliger Führung.

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Fortuna Düsseldorf - VfB Stuttgart 3:0

Düsseldorfs Oliver Fink (r) bejubelt sein Tor zum 2:0 mit Kaan Ayhan.
Bild: Marius Becker (dpa)

Der VfB Stuttgart und sein Trainer Markus Weinzierl rutschen in der Fußball-Bundesliga immer tiefer in die Krise. Der Tabellen-16. verlor zum Abschluss des 21. Spieltages am Sonntagabend nach einer schwachen Vorstellung 0:3 (0:1) bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und wartet nun bereits seit sechs Spielen auf ein Erfolgserlebnis.  Angesichts der miserablen Bilanz von nur drei Siegen, einem Unentschieden und zehn Niederlagen unter Weinzierl richtet sich der  Fokus auf den Trainer, der nach dem siebten Spieltag das Amt von Tayfun Korkut übernommen hatte. Für Weinzierls Kollegen Friedhelm Funkel war es in dessen 800. Spiel als aktiver Profi und Trainer ein weiteres Erfolgserlebnis, das Kenan Karaman (34. Minute), Oliver Fink (49.) und der eingewechselte Benito Raman (85.) mit ihren Toren sicherten. Der Stuttgarter Nicolas Gonzalez sah wegen einer Tätlichkeit in der Nachspielzeit die Rote Karte.

Werder Bremen - FC Augsburg 4:0

Werder Bremens Max Kruse (r) gratuliert Milot Rashica zu seinem Tor zum 3:0.
Bild:  Carmen Jaspersen (dpa)

Werder Bremen hat fünf Tage nach dem dramatischen Pokal-Coup bei Borussia Dortmund die nächste Fußball-Party gefeiert. Passend zum 120. Club-Geburtstag ließ das Team von Trainer Florian Kohfeldt dem begeisternden Viertelfinal-Einzug im DFB-Pokal ein furioses 4:0 (3:0) gegen den FC Augsburg und damit den höchsten Saisonsieg folgen. Am Sonntag schossen Milot Rashica (5. Minute/28.), Johannes Eggestein (27.) und Kevin Möhwald (83.) die im neuen Jahr weiter ungeschlagenen Bremer vor 40.138 Zuschauern zum achten Erfolg in dieser Spielzeit. Eine Woche nach dem Augsburger 3:0 gegen Mainz wird die Situation für die Schwaben im Kampf gegen den Abstieg wieder prekärer. Das Team von Trainer Manuel Baum bleibt mit 18 Zählern Tabellen-15. Werder ist in der Tabelle zwar weiter Zehnter nach 21 Spieltagen, verkürzte aber den Rückstand auf die angestrebten Europapokalplätze auf drei Punkte.

FC Bayern München - FC Schalke 04 3:1

Mit seinem Tor zum 3:1 sorgte Serge Gnabry (M) für die Vorentscheidung.
Bild: Sven Hoppe (dpa)

Der FC Bayern München hat den Patzer von Borussia Dortmund genutzt und den Rückstand auf den Spitzenreiter auf fünf Punkte verkürzt. Das Team von Trainer Niko Kovac besiegte den FC Schalke 04 am Samstagabend mit 3:1 (2:1) und ist auch dank der 0:3-Niederlage von Borussia Mönchengladbach gegen Hertha BSC nun als Tabellenzweiter wieder der erste BVB-Verfolger.

Schalkes Jeffrey Bruma brachte die Münchner per Eigentor in der 12. Minute in Führung. Zwar glichen die Gäste durch Ahmed Kutucu wenig später aus (25.), doch Robert Lewandowski gab mit dem 2:1 (27.) schnell die passende Antwort. Im zweiten Durchgang sorgte Serge Gnabry (57.) für den Endstand. Am Nachmittag hatte Dortmund eine zwischenzeitliche 3:0-Führung gegen 1899 Hoffenheim noch hergeschenkt und nur 3:3 (2:0) gespielt.

Borussia Dortmund - TSG 1899 Hoffenheim 3:3

Dortmunds Raphael Guerreiro (l) im Zweikampf gegen Hoffenheims Kapitän Benjamin Hübner.
Bild: Ina Fassbender (dpa)

Borussia Dortmund hat in einem spektakulären Spiel einen Rückschlag im Titelrennen erlitten. Der Tabellenführer gab eine 3:0-Führung am Samstag gegen 1899 Hoffenheim noch aus der Hand und spielte nur 3:3 (2:0). Auch ohne den erkrankten Trainer Lucien Favre auf der Bank und ohne Offensivstar Marco Reus auf dem Platz spielte der BVB zunächst dominant. Jadon Sancho erzielte in der 32. Minute das 1:0 für den Revierclub, Mario Götze legte kurz vor der Pause den zweiten Treffer nach (43.). Spätestens nach dem sehenswerten 3:0 von Raphaël Guerreiro (66.) schien die Partie entschieden. Doch Hoffenheim gab nicht auf. Ishak Belfodil (75./87.) und Pavel Kaderábek (83.) sorgten tatsächlich noch für den Ausgleich.

RB Leipzig - Eintracht Frankfurt 0:0

Leipzigs Stefan Ilsanker (r) und Frankfurts Martin Hinteregger stehen nach dem Spiel zusammen.
Bild: Jan Woitas (dpa)

Nullnummer trotz Chancen-Festival für die Roten Bullen: RB Leipzig hat einen Sieg im wichtigen Spiel um einen Champions-League-Platz gegen Verfolger Eintracht Frankfurt verpasst. Das Treffen der Torjäger endete am Samstag mit 0:0. Vor 38.330 Zuschauern in der erneut nicht ausverkauften Red Bull Arena erarbeiteten sich die Gastgeber von Trainer Ralf Rangnick eine Vielzahl an Möglichkeiten, ein Tor gelang Timo Werner & Co aber nicht. In der Tabelle festigten die seit drei Spielen in der Fußball-Bundesliga ungeschlagenen Leipziger dennoch den vierten Platz und den Fünf-Punkte-Vorsprung auf die seit vier Spielen ungeschlagenen Hessen.

Borussia Mönchengladbach - Hertha BSC Berlin 0:3

Gladbachs Tobias Strobl hält sich die Hände vor das Gesicht, während die Berliner im Hintergrund jubeln.
Bild: Federico Gambarini (dpa)

Borussia Mönchengladbach hat erstmals in dieser Saison ein Bundesliga-Heimspiel nicht gewonnen und im Titelrennen einen Rückschlag hinnehmen müssen. Das Team von Dieter Hecking verlor am Samstagnachmittag gegen Hertha BSC 0:3 (0:1) und verpasste damit den saisonübergreifend 13. Heimsieg in Serie. Ein weiterer Erfolg wäre ein alleiniger Vereinsrekord gewesen. Vor 48.289 Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Borussia-Park brachte Salomon Kalou (30. Minute) die Gäste in Führung. Für die Borussia war es das erste Liga-Gegentor im Jahr 2019, die ersten drei Partien der Rückrunde hatte Gladbach jeweils zu null gewonnen. Für die insgesamt zu ideenlosen Hausherren kam es noch schlimmer. Nach der Pause erhöhten Ondrej Duda (56.) und Davie Selke (76.) auf 3:0.

Hannover 96 - 1. FC Nürnberg 2:0

Nicolai Müller erzielte seine ersten beiden Bundesliga-Tore für Hannover.
Bild: Swen Pförtner (dpa)

Der Abstieg des 1. FC Nürnberg wird immer wahrscheinlicher. Durch zwei Tore von Nicolai Müller verlor der Aufsteiger am Samstag das mit Spannung erwartete Kellerduell bei Hannover 96 mit 0:2 (0:1). Nach dem 15. sieglosen Spiel in Serie fiel der Club wieder hinter Hannover auf den letzten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga zurück. Die mutmaßlich schwerwiegendste Niederlage der bisherigen Saison wurde auch dadurch begünstigt, dass die Nürnberger nach einer frühen Roten Karte für Simon Rhein in der 11. Minute fast die gesamte Spielzeit über in Unterzahl agierten. Hannover dagegen kam durch den Doppelpack von Müller (45.+5/77. Minute) zumindest vorerst wieder bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz heran. Für die 96er ging vor 33.700 Zuschauern eine Serie von neun Spielen ohne Sieg zu Ende. Gleichzeitig war es der erste Erfolg unter dem neuen Coach Thomas Doll.

SC Freiburg - VfL Wolfsburg 3:3

Wolfsburgs Jerome Roussillon (l) im Duell mit Freiburgs Janik Haberer.
Bild: Patrick Seeger (dpa)

Der VfL Wolfsburg hat im Kampf um einen Europa-League-Platz einen wichtigen Sieg verspielt. Eine dreimalige Führung reichte den Niedersachsen am Samstag beim 3:3 (1:1) beim SC Freiburg nicht zum erhofften Erfolg. Abwehrspieler Jerome Roussillon (11. Minute), Stürmer Wout Weghorst (63./Foulelfmeter) und Renato Steffen (74.) trafen zwar für die Wolfsburger. Doch Winter-Zugang Vincenzo Grifo (37.), Torjäger Nils Petersen (70.) und Luca Waldschmidt (88.) glichen jeweils für die Gastgeber aus. In der Rückrunde bleiben die Wolfsburger damit bei einem Sieg in der Fußball-Bundesliga und verpassten den erhofften Erfolg als Reaktion auf das Aus im DFB-Pokal-Achtelfinale. In der Nachspielzeit hätte es sogar eine Niederlage werden können, doch ein Freiburger Treffer von Philipp Lienhart zählte nach Videobeweis nicht.

FSV Mainz 05 - Bayer 04 Leverkusen 1:5

Leverkusens Karim Bellarabi (l-r), Kevin Volland und Julian Brandt jubeln nach dem Treffer zum 3:1 gegen Mainz durch Brandt.
Bild:  Torsten Silz (dpa)

Mit einem Offensiv-Festival ist Bayer Leverkusen vorerst auf einen Europapokal-Platz gestürmt. Das Werksteam setzte sich am Freitagabend zum Auftakt des 21. Spieltages vor allem dank einer starken ersten Halbzeit hoch verdient mit 5:1 (4:1) bei Mainz 05 durch und leistete damit auch Wiedergutmachung für das peinliche Achtelfinal-Aus im DFB-Pokal am Dienstag beim Zweitligisten 1. FC Heidenheim. Wendell (5.), Kai Havertz (20.), Julian Brandt (30.) und Karim Bellarabi (43.) sorgten schon vor der Pause mit ihren Toren für den  Stimmungskiller beim Mainzer Fastnacht-Heimspiel. Der überragende  Brandt (64.) markierte vor 21 905 Zuschauern mit seinem zweiten Tor den Endstand. Für die ansonsten überforderten Gastgeber, die in närrisch-bunten Karnevals-Trikots antraten, traf Robin Quaison (9.) zum 1:1. Doch das hob die Laune der Mainzer nur kurz. (AZ, dpa)

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