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Fußball

18.04.2015

Ärger mit den Ärzten kein Einzelfall - Klasnic klagte

Ivan Klasnic klagt 2008 gegen das damalige Ärzteteam von Werder Bremen um Dr. Götz Dimanski.
Bild: Fredrik von Erichsen (dpa)

Der langjährige Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und sein Stab haben die Zusammenarbeit mit dem FC Bayern München beendet. Vorausgegangen ist offenbar ein Zwist mit den Verantwortlichen des Clubs.

Streitigkeiten mit der medizinischen Abteilung sind in der Bundesliga nicht neu:

FC SCHALKE 04: Zum 31. Oktober 2014 beendeten Schalke und sein langjähriger Team-Arzt Thorsten Rarreck die Vertragsbeziehungen einvernehmlich. Begründung: Der Club wünschte sich seinerzeit "im Zuge der Neuausrichtung seiner Lizenzspielerabteilung zukünftig eine höhere ärztliche Anwesenheitszeit". Das sah Schalke wegen einer anderweitigen Kooperation Rarrecks nicht mehr gewährleistet.

HANNOVER 96: 2009 trennen sich die Niedersachsen unerwartet vom langjährigen Vereinsarzt Wego Kregehr. Der Kniespezialist erhielt Ende September nach zwölf Jahren eine formale Kündigung. Nach Angaben des Vereins hatte Kregehr in einem Gespräch gebeten, den Vertrag aufzulösen. "Dem sind wir nachgekommen", sagte der damalige Manager Jörg Schmadtke. Kregehr sieht das bis heute anders. "Das war der Hammer", erklärte der Arzt im Vorjahr zu der Entlassung. Ein überdurchschnittlich hoher Anteil an verletzten Profis soll der Grund für die Trennung gewesen sein.

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FC BAYERN MÜNCHEN: Müller-Wohlfahrt zog sich in den fast vier Jahrzehnten beim FC Bayern schon einmal überraschend zurück, als Jürgen Klinsmann 2008 anheuerte und an der Säbener Straße alles auf links drehen wollte. Klinsmann wollte einen Arzt am Vereinsgelände und bekam einen. Offiziell wurde Müller-Wohlfahrt damals die Doppelbelastung mit Bayern und seiner Praxis zu viel. Als das unglückliche Kapitel Klinsmann nach nur zehn Monaten wieder vorbei war, kehrte der Arzt unter dem neuen Trainer Jupp Heynckes prompt zurück. Klinsmann wollte sich am Freitag nicht zur Causa äußern.

WERDER BREMEN: Ivan Klasnic klagt 2008 gegen das damalige Ärzteteam von Werder Bremen um Dr. Götz Dimanski. Er wirft den Medizinern vor, dass sie seine erhöhten Nierenwerte im Jahr 2002 hätten erkennen müssen und fordert Schmerzensgeld (1,4 Millionen Euro). 2007 wird beim Kroaten eine Niereninsuffizienz festgestellt. Seit März 2007 lebt er mit der Spenderniere seines Vaters. Der Prozess dauert noch an, Dimanski war bis 2014 Werders Vereinsarzt.

BORUSSIA DORTMUND: Prellung oder Muskelbündelriss? Ein Streit um die richtige Diagnose beim BVB-Profi Matthias Sammer sorgt in der 90er Jahren zum Streit zwischen den Medizinern Achim Büscher und Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt. Um sein Untersuchungsergebnis zu untermauern, stellt der Münchner Mediziner Müller-Wohlfahrt eines der Bilddokumente zur Verfügung, die den Muskelbündelriss des Nationalspielers bestätigen und das Urteil seines Dortmunder Kollegen anzweifeln sollen. Büscher trat ein paar Wochen später zurück. (dpa)

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