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Fußball

16.02.2015

Dardai: Kein Alternative zu knallharter Arbeit

Das Team von Pal Dardai verlor 0:2 gegen Freiburg.
Bild: Oliver Mehlis (dpa)

Auch lange nach dem Rückschlag rangen der neue verantwortliche Hertha-Trainer Pal Dardai und die Berliner Profis noch um Erklärungen.

Verunsicherung hatte der Ungar beim bitteren 0:2 am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen den SC Freiburg wieder ausgemacht bei seinem Personal, ja sogar etwas Angst. "Wir haben zu viele Fehler gemacht, einfach nicht gut gespielt, keine zwingenden Torchancen kreiert", kommentierte Angreifer Julian Schieber die bereits zwölfte Saison-Pleite des Hauptstadtclubs.

Zu allem Überfluss holte nach der eigenen Niederlage gegen einen Abstiegs-Kontrahenten auch noch der SC Paderborn in Hannover drei Punkte und zog im Tabellenkeller an den Berlinern vorbei. Die Hertha steht nun mit 21 Punkten wieder auf dem Abstiegsrang 17 - wie vor der Beurlaubung des glücklosen Niederländers Jos Luhukay.

Dabei hatte Dardai mit seinen verunsicherten Spielern hart gearbeitet in der Woche nach der Amtsübernahme; vielleicht zu hart, wie der Trainer einräumte. "In Mainz haben wir mutig gespielt", blickte Dardai nochmals auf seinen 2:0-Premierensieg als Interimstrainer zurück. Dieses Mal wurde sein Personal nach dem Rückstand wieder von der Verunsicherung gepackt: "Das ist eine Kopfsache."

Nur mit besserer Stimmung und Optimismus ist in der Bundesliga kein Spiel zu gewinnen - dies ist dem Trainer-Novizen Dardai in Spiel zwei im Schnelldurchlauf auf bittere Art vorgeführt worden. Für seinen eingeschlagene Kurs der knallharten Arbeit sieht der 38-Jährige keine Alternative: "Das ist der einzige Weg." In einer ersten Ansprache gleich nach dem Abpfiff hatte Herthas Rekordspieler dem Team mitgeteilt, "dass es viel zu korrigieren gibt".

Für Schieber hat Freiburg "das Spiel abgezockt gewonnen". Es müsse halt nicht immer schöner Fußball sein, "schmutzig reicht", ergänzte der Hertha-Stürmer. Dardai hatte gegen den SC auf das spielerische Moment gesetzt. Doch die Lösung mit Ronny, bekannt für offensive Kunststücke, aber auch Defensiv-Defizite, und dem in Berlin bisher zweikampfschwachen Salomon Kalou erwies sich als reichlich naiv.

Felix Klaus (14. Minute) und Maximilian Philipp (52.) machten mit ihren Toren vor 37 617 Zuschauern im Olympiastadion den zweiten Saison-Auswärtssieg der effektiven Freiburger perfekt. "Wenn man sieht, mit welcher Überzeugung die Tore gemacht werden. Das freut mich sehr", betonte SC-Coach Christian Streich.

"Das war nicht die Leistung, die wir wollten. Wir müssen das intern analysieren und nach vorn schauen. Fakt ist: Wir haben zuletzt nur ein Spiel gewonnen in Mainz", sagte Torwart Thomas Kraft, wegen der Gelb-Tor-Sperre von Fabian Lustenberger der Berliner Kapitän. Sein Fazit war deutlich: "Wir dürfen uns nicht runterziehen lassen." (dpa)

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