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Fußball

19.02.2015

FC-Manager: Weitere Vorfälle wären "exstizenzbedrohend"

Kölner Hooligans stürmten in Mönchengladbach den Platz.
Bild: Maja Hitij (dpa)

Der 1. FC Köln rechnet mit einer harten Strafe für die Randale von Kölner Hooligans beim Bundesliga-Derby in Mönchengladbach. "Vom DFB sind wir informiert worden, dass alle Vorfälle, die bisher aufgetreten sind, erfasst werden", erklärte FC-Manager Jörg Schmadtke.

"Das Spektrum ist relativ weit. Es reicht von einem Zuschauer-Teilausschluss über ein Geisterspiel und kann noch weitere Strafen erreichen."

Zugleich kritisierte er die Polizei, dem Geschehen nach dem Platzsturm von Randalierern am vergangenen Samstag im Borussia-Park weitgehend untätig zugesehen zu haben. "Es hätte mehr geholfen, wenn vonseiten der Polizei stärker eingegriffen worden wäre", sagte Schmadtke. Es hatte nur wenige Festnahmen gegeben, obwohl rund 30 Hooligans auf den Platz gestürmt waren.

Die Veröffentlichung von Fotos der vermummten Randalierer haben laut Schmadtke weitere Hinweise auf die Täter gegeben, die an die Ermittlungsbehörde weitergereicht worden sind. In einer ersten Maßnahme hatte der 1. FC Köln den Fan-Club Boyz aus seiner AG Fankultur ausgeschlossen. Die Polizei hat eine achtköpfige Ermittlungskommission eingerichtet. Nach der ersten Auswertung von Videomaterial konnte die Polizei nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeiger" acht Männer identifizieren, die zum Kreis der Randalierer gehört haben sollen.

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Zu möglichen Solidaritätsbekundungen beim Fußball-Bundesligaspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen Hannover 96 sagte Schmadtke: "Dafür hätte man bei uns wenig Verständnis, doch bestimmte Dinge muss man aushalten können." Enttäuscht ist er, dass alle Maßnahmen in der Vergangenheit zur Befriedung von Kölner Problem-Fans durch den Verein nichts gebracht zu haben scheinen. "Vieles davon ist ad absurdum geführt worden", meinte Schmadtke.

Falls es zu weiteren Vorfällen mit Kölner Hooligans kommen sollte, befürchtet er das Schlimmste. "Es ist nicht fünf vor zwölf, sondern kurz vor zwölf oder sogar zwölf Uhr. Es darf nicht mehr viel passieren, sonst wird es existenzbedrohend", sagte Schmadtke im Interview der "Neuen Presse". (dpa)

Schmadtke-Interview Neue Presse

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