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Fußball
09.06.2016

Neuer TV-Vertrag bringt wenig Neues für den Zuschauer

Die DFL hat die neuen Rechte-Pakete veröffentlicht.
Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

Die Deutsche Fußball Liga hat die Medienrechte für die Bundesliga und Zweite Liga von der Saison 2017/18 an vergeben. Auf den TV-Konsumenten kommen - mit Ausnahme des Zweitligaspiels am Montag - keine gravierenden Neuerungen zu.

Wo kann ich künftig Live-Spiele der Bundesliga sehen?

Die meisten Partien, nämlich 572 von 612, zeigt weiterhin der langjährige DFL-Partner Sky. Die übrigen 40 Spiele - 30 am Freitagabend (20.30) und jeweils fünf am Sonntagmittag (13.30 Uhr) und Montagabend (20.30 Uhr) - überträgt ab 2017 Eurosport. Da es sich um ein Pay-TV-Paket handelt, werden die Begegnungen bei Eurosport 2 zu sehen sein. Der Sender kann derzeit bereits über einen Decoder empfangen werden, wenn der Kunde ein entsprechendes Paket gebucht hat. Weitere kostenpflichtige Empfangswege gibt es in den Kabelnetzen und per Internet über den Eurosport Player. Wer kein Geld fürs Fußballgucken bezahlen will, kann zumindest drei Partien - eine mehr als bisher - im Free-TV verfolgen. Am 1., 17. und 18. Spieltag überträgt das ZDF das Freitagabendspiel.

Was wird aus der ARD-Sportschau und dem ZDF-Sportstudio?

Die öffentlich-rechtlichen Sender haben ihre Rechte behalten. Die ARD berichtet weiterhin in der Samstag-Sportschau über die Spiele vom Nachmittag und die Freitagpartie sowie am Sonntagabend über die Spiele des Tages. Das ZDF darf als erster Sender Bilder vom Samstagabendspiel im Free-TV anbieten. Großer Verlierer ist Sport1. Ab 2017 gibt es dort nicht mehr das Zweitliga-Montagspiel live zu sehen. Das überträgt dann exklusiv nur noch Sky im Pay-TV. Auch die zusammenfassenden Zweitliga-Berichte am Freitagabend und Sonntagabend stehen auf der Kippe. Das entsprechende Paket wurde bisher nicht vergeben, weil das Mindestgebot ausblieb.

Ändern sich durch den neuen TV-Vertrag die Bundesliga-Anstoßzeiten?

Geringfügig. Ab 2017 wird es fünf zusätzliche Sonntagspiele um 13.30 Uhr und fünf Montagspiele (20.30 Uhr) geben. Damit sollen die in der Europa League beschäftigten Vereine entlastet werden, die immer donnerstags international im Einsatz sind. In der 2. Bundesliga gibt es künftig freitags nur noch zwei statt bisher drei Spiele, am Samstag sind es dann drei statt zwei. Spielt die Bundesliga am Montag, wird das Zweitligaspiel auf Samstag vorgezogen.

Können Sky-Abonnenten ihren Vertrag wegen des leicht reduzierten Bundesliga-Angebotes kündigen?

Laut Verbraucherschützern führt die Neuordnung der Fernsehrechte, durch die Sky die Freitagabendspiele der Bundesliga verliert, nicht zu einem Sonderkündigungsrecht. "Es müsste erhebliche Programmänderungen geben, damit eine Sonderkündigung gerechtfertigt ist", erklärte Janine Hartmann von der Verbraucherzentrale Sachsen. Ein Sonderkündigungsrecht sei grundsätzlich nur dann gegeben, wenn es durch die Änderungen für den Kunden nicht mehr zumutbar ist, am Vertrag festzuhalten. Sky bleibt jedoch im Pay-TV der Hauptpartner der Deutschen Fußball Liga (DFL). Hartmann rät Abonnenten, die dennoch diesen Weg gehen wollen, zur rechtlichen Prüfung des Vertrags. (dpa)

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