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Coronavirus

10.03.2020

Gladbach: Clubs nicht gegen Verdienstausfall versichert

Mönchengladbachs Geschäftsführer Stephan Schippers warnt vor dem Verdienstausfall bei Geisterspielen.
Bild: Roland Weihrauch/dpa

Mönchengladbach (dpa) - Borussia Mönchengladbach hat wegen des Coronavirus vor weitreichenden finanziellen Konsequenzen für die Clubs gewarnt.

Laut Geschäftsführer Stephan Schippers sind die Vereine und die Deutsche Fußball Liga (DFL) nicht gegen die fehlende Einnahmen aufgrund von angeordneten Geisterspielen versichert. "Bei uns wird ein Spiel ungefähr zwei Millionen Euro ausmachen. Ob das jetzt ein, zwei oder drei Spiele betrifft, das kann man nicht kalkulieren. Das Geld ist nicht da", sagte Schippers am Dienstag.

Zuvor hatte die Stadt Mönchengladbach mitgeteilt, dass das Nachholspiel der Borussia am Mittwoch gegen den 1. FC Köln (18.30 Uhr) nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden darf. Grund dafür ist die Ausbreitung des Coronavirus. Auch das Revierderby am Samstag zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 darf nicht mit Zuschauern stattfinden. BVB-Sportchef Michael Zorc bezifferte den Einnahmeausfall auf mindestens drei Millionen Euro.

In anderen Bundesländern werden ebenfalls Geisterspiele erwartet. Auch Werder Bremen soll am Montag gegen Bayer Leverkusen vor leeren Rängen spielen. "Borussia Mönchengladbach wird es weiter geben", sagte Gladbachs Sportchef Max Eberl. "Ich weiß nicht, was das für Auswirkungen für kleinere Vereine in der 2. und 3. Liga hat."

Gladbach: Clubs nicht gegen Verdienstausfall versichert

Zudem betonte Eberl sein Verständnis für die Entscheidung. "Die Gesellschaft steht über den Sport. Natürlich haben wir jetzt einen Nachteil davon. Aber es gibt wichtigeres als Fußball."

Auch der FC Augsburg rechnet pro Geisterspiel wegen des Coronavirus mit gravierenden Mindereinnahmen. "Wir kalkulieren mit einem sehr hohen sechsstelligen Verlust pro Spiel", sagte Geschäftsführer Michael Ströll. Eine Versicherung für solch ausbleibende Zuschauereinnahmen könne man nicht abschließen. Beim FC Bayern fällt der finanzielle Ausfall pro Spiel noch größer aus.

FCA-Manager Stefan Reuter wies ebenfalls auf die schwierige Situation hin. "Das ist natürlich ein Riesenproblem für jeden Verein, weil jedem Verein eine enorme Einnahmequelle verloren geht. Wir müssen mit der Situation umgehen und überlegen, welche Maßnahmen ergriffen werden."

Geisterspiele seien "sicher eine Riesenumstellung für uns alle. Es macht für die Spieler einen Reiz aus, in ein volles Stadion zu gehen und positive Stimmung zu erleben", sagte Reuter. Der FC Augsburg plädiert für eine gemeinsame Lösung der Liga, weil es sonst zu Wettbewerbsverzerrungen kommen könne.

Für die nahende Länderspielpause sieht der FCA ein "gewisses Gefahrenpotenzial". Für die Partien der Auswahlteams besteht eine Abstellungspflicht. "Wir werden da sicherlich noch weitere Gespräche folgen lassen. Wir sind da nicht alleine, es gibt natürlich auch andere Vereine, die der Gestalt einwirken wollen, dass Länderspiele nur begrenzt stattfinden", sagte Ströll. (dpa)

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