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Fußball

12.05.2013

Glücksfall für Gladbach: Hrgota auf den Spuren von Reus

Der Einsatz von Branimir Hrgota lohnte sich für Mönchengladbach.
Bild: Roland Weihrauch (dpa)

Branimir Hrgota hatte keiner auf dem Zettel. Einer Eingebung folgend bot Lucien Favre den Schweden mit kroatischen Wurzeln erstmals in der Startelf von Borussia Mönchengladbach auf. Der 20-Jährige bedankte sich mit drei blitzsauberen Toren zum 4:2 (1:1) beim FSV Mainz 05.

Mit dem Dreierpack wandelt der nahezu unbekannte Stürmer auf den Spuren von Marco Reus. Dem heutigen Dortmunder waren als letztem Gladbacher im November 2011 beim 5:0 gegen Werder Bremen drei Treffer in einem Bundesliga-Spiel gelungen.

Eher bescheidene 400 000 Euro Ablöse blätterte Mönchengladbach im Sommer 2012 für den Spieler vom schwedischen Zweitligisten Jönköpings Södra IF hin. Nach einigen Einwechslungen zu Saisonbeginn fiel Hrgota laut Favre in "ein Loch". Mit besten Trainingsleistungen in den letzten Wochen kämpfte er sich wieder heran. Überbewerten will Favre den Mainzer Auftritt indes nicht. "Er muss noch sehr viel lernen, aber das war heute schon gut."

Hrgota gab sich bescheiden. "Ein wenig überrascht war ich schon, dass ich in der Startelf war. Es ist natürlich toll, wenn man drei Tore schießt", sagte der Schwede. Geradezu frech war er beim von Bo Svensson an Mike Hanke verursachten Foulelfmeter. Wie ein Alter schnappte er sich den Ball und glich gekonnt die Mainzer Führung durch Shawn Parker aus der 12. Minute aus (39.). Der eigentlich vorgesehene Elfmeterschütze Martin Stranzl nahm es gelassen. "Er hat gesagt, er macht ihn rein. Da habe ich gesagt: gut, mach ihn. Wenn sich ein Spieler so sicher ist, warum soll man ihm die Möglichkeit nicht geben?", erklärte der Gladbacher Kapitän.

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Mit den Treffern zwei und drei (59./80.) ebnete Hrgota den Weg, dazischen lag ein Kopfballtor von Mike Hanke (65.). Der vierte Auswärtssieg der Saison lässt der Borussia noch theoretische Chancen aufs internationale Geschäft. Eintracht Frankfurt auf Platz sechs ist drei Punkte und sechs Tore entfernt. Aber man bleibt realistisch, schließlich geht es im Saisonfinale gegen den frisch gekürten deutschen Meister Bayern München. "Unser Saisonziel, den einstelligen Tabellenplatz, haben wir erreicht. Wir sind Achter und können auch Siebter werden - wir haben auch eine 0,5-prozentige Chance auf Platz sechs", erklärte Sportdirektor Max Eberl.

Die Mainzer kassierten schon die fünfte Heimniederlage, die der scheidende Andreas Ivanschitz mit einem verwandelten Handelfmeter in der Nachspielzeit noch ein wenig erträglicher gestaltete. "Den Ausfall von sechs Leistungsträgern können wir nicht kompensieren. Das geht einfach nicht", lamentierte Trainer Thomas Tuchel. Nach acht Spielen ohne Sieg geht es in der letzten Partie beim Pokalfinalisten VfB Stuttgart nur noch um Schadensbegrenzung. Geht der FSV auch bei den Schaben als Verlierer vom Platz, droht der Sturz auf den 13. Platz, auf dem die Mainzer auch die letzte Runde abgeschlossen hatten. "Das ist aber kein Grund, die ganze Saison infrage zu stellen", sagte Präsident Harald Strutz. (dpa)

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