Newsticker

Drosten warnt: Corona-Lage könnte sich auch in Deutschland zuspitzen
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball
  4. Bundesliga
  5. Hoffmann unter Erfolgszwang - Elia erster Neuer?

28.06.2009

Hoffmann unter Erfolgszwang - Elia erster Neuer?

Hoffmann unter Erfolgszwang - Elia erster Neuer?
Bild: DPA

Hamburg (dpa) - Nach der Trennung von Sportchef Dietmar Beiersdorfer steht der Vorsitzende Bernd Hoffmann beim Hamburger SV unter Erfolgszwang. Fünf Tage vor dem Trainingsauftakt des Fußball-Bundesligisten gibt es noch keine Neuverpflichtung.

Lediglich 17 Profis gehören bisher zum Kader. Priorität hat daher die Verstärkung der Mannschaft, erst danach steht die Suche nach dem neuen Sportchef auf der Liste. In diese Phase platzte die Meldung der italienischen Zeitung "La Gazzetta dello Sport", Inter Mailand wolle HSV- Abwehrspieler Jerome Boateng verpflichten. Der Profi habe physische Qualitäten und Persönlichkeit, schreibt das Blatt. Weiter heißt es, es sei nicht ausgeschlossen, "dass Inter ihn zwar unter Vertrag nimmt, aber noch ein Jahr in der Bundesliga spielen lässt".

In Hamburg ist vom angeblichen Interesse der Italiener nichts bekannt. "Bei uns hat sich niemand gemeldet", sagte Pressesprecher Jörn Wolf. Zudem ist kaum anzunehmen, dass der HSV derzeit erfolgversprechende Profis verkaufen will, wenn er verzweifelt welche sucht. Das 21 Jahre alte Talent Boateng gehört bei der U-21-EM in Schweden zu den herausragenden Akteuren und hat sich für die kommende Saison als Innenverteidiger neben Joris Mathijsen empfohlen. Zuvor hatten die Norddeutschen bereits die mit einem Wechsel kokettierenden Mladen Petric und Paolo Guerrero zum Verbleib in Hamburg vergattert.

Stattdessen bemühen sich die Hamburger weiterhin um den niederländischen Nationalspieler Eljero Elia von Twente Enschede. Bislang ist der Wechsel an der Höhe der Ablösesumme gescheitert. Die Niederländer sollen zehn Millionen Euro verlangen. Die Gespräche mit Twente Enschede führt Hoffmann. "Die Endverhandlungen mit Spielern und Beratern habe ohnehin ich in der Vergangenheit gemacht. Daran wird sich nichts ändern", sagte der Clubchef "Welt online".

Hoffmann unter Erfolgszwang - Elia erster Neuer?

Hoffmann ist unzufrieden mit dem sportlichen Ertrag aus den Investitionen der zurückliegenden Jahre. "In den vergangenen drei Jahren haben wir elf Spieler für mehr als 70 Millionen Euro gekauft. Von denen sind lediglich vier, nämlich Mathijsen, Guerrero, Petric und Jansen bislang zu stabilen Faktoren unserer Mannschaft geworden", sagte der Vorstandschef, der zugleich mangelnde Effizienz in der Nachwuchsarbeit ausgemacht hat. "Man muss intern doch hinterfragen, ob der Aufwand von 25 Millionen Euro in den vergangenen fünf Jahren richtig investiert wurde, wenn von uns ausgebildete Spieler in der vergangenen Saison ganze elf Minuten Einsatzzeit hatten."

Nach dem Abgang von Beiersdorfer hat sich Aufsichtsratsmitglied Jörg Debatin zu Wort gemeldet. Der Direktor des Universitäts- Krankenhauses Eppendorf sagte dem "Hamburger Abendblatt" über Beiersdorfers Rolle: "Er ist aber nicht das Opfer, zu dem er sich in der Öffentlichkeit gemacht hat - vielmehr ist der HSV Opfer seiner Starrsinnigkeit zur Unzeit." Der frühere Sportchef soll darauf beharrt haben, für den sportlichen Bereich exklusiv verantwortlich zu sein. "Das entspricht nicht meiner Vorstellung einer erfolgreichen Vorstandsarbeit", sagte Debatin.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren