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FC Bayern München

15.09.2020

Medialer Zwist erschwert Alaba-Gespräche

Seine Zukunft ist weiter offen: David Alaba.
Bild: Matthias Balk/dpa

David Alaba ist nicht glücklich über die Vorkommnisse der vergangenen Tage. Sein Vereinspatron, sein Vater und sein Berater liefern sich medial ein hitzigen Wortgefecht. Es geht um die Zukunft des Verteidigers in München. Dieser aber hat nun vor allem einen Wunsch.

Wenn David Alaba redet, muss man oft genau hinhören. Das liegt weniger am Wiener Akzent des Fußballers, sondern mehr an der niedrigen Lautstärke. Dass es nun rund um den Bayern-Verteidiger verbal gewaltig krachte, passte ihm überhaupt nicht.

"Ich wünsche mir, dass meine vertragliche Situation nicht in der Öffentlichkeit geklärt wird", bat der 28-Jährige in der "Bild". Aber da hatten anderen schon heftig verbal gefeuert, von Club-Patron Uli Hoeneß über Alabas Vater George bis hin zu Berater Pini Zahavi. Und die Verhandlungen des deutschen Fußball-Rekordmeisters um eine Verlängerung von Alabas Kontrakt werden dadurch wohl nicht einfacher.

Nach der Hoeneß-Beschimpfung vom Sonntag gegen Manager Zahavi ("geldgieriger Piranha") hatte George Alaba, der den Sohn ebenfalls berät, am Montagabend im TV-Sender Sky wild zurückgefeuert. Er sprach von "schmutzigen Lügen über Gehalts- und Provisionsforderungen" und schimpfte über "dreckige Anschuldigungen".

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Dass der Triple-Sieger und sein neuer Abwehrchef seit Monaten um einen neuen Vertrag feilschen, das ist bekannt. Der derzeitige Kontrakt des Abwehrspielers in München läuft 2021 aus. Auch dass der erfahrene Fußball-Berater Zahavi mit beachtlichen Forderungen für Aufsehen an der Säbener Straße sorgte, blieb nicht geheim.

Diese Schärfe aber hatte die Causa bislang noch nicht. Alaba selbst erzählte, dass ihn "ein paar Aussagen und Berichte der letzten Wochen verwundert und durchaus auch verletzt" hätten. "Viele Dinge, die im Moment geschrieben und gesagt werden, stimmen einfach nicht und entsprechen nicht der Wahrheit." Er wirkt getroffen, Bayern ist für ihn mehr als nur ein Arbeitgeber, sondern eine Herzenssache. Der Defensiv-Allrounder spielt in München seit er 16 Jahre alt ist.

"In einer Familie ist man durchaus mal anderer Meinung, man streitet sich vielleicht auch, aber es bleibt immer innerhalb der Familie. Das werde ich auch weiter beherzigen", sagte der österreichische Nationalspieler.

Mit einem neuen Vertrag will Alaba mehr verdienen als bislang, das ist angesichts seiner immer wichtigeren Rolle im Kader der Bayern verständlich. Zuletzt wurde kolportiert, er verlange ein Gehalt ähnlich wie Torgarant Robert Lewandowski und Torhüter Manuel Neuer, die als Topverdiener beim deutschen Serienmeister gelten. Das aber erscheint nicht realistisch. Hoeneß hatte sich am Sonntag bei Sport1 bemüht, den Fußballer zu loben und die Schuld an den stockenden Verhandlungen ganz auf Zahavi zu schieben, der für eine Unterschrift Alabas für sich selbst ein Honorar "im zweistelligen Millionenbereich" anstrebe. Dem widersprach der Manager aus Israel.

Hoeneß sieht seinen Verein in einer guten Position, schließlich würde sich Alaba bei einem Weggang vom Champions-League-Sieger sportlich ja stets verschlechtern. Die aktuell Verantwortlichen beim FCB um Sportvorstand Hasan Salihamidzic aber wissen auch, dass Alaba in seiner Rolle als Innenverteidiger extrem wertvoll geworden ist.

Nun müssen sie wieder um Sachlichkeit kämpfen. Trotz des aktuellen Zwists ist ein Verbleib absolut möglich. Auch Neuer hatte im Frühjahr mit einer Vertragsverlängerung gezögert, auch damals gab es öffentlich geäußerten Unmut. Schließlich aber hielt der Keeper den Bayern die Treue. Und Lewandowski hatte davor ebenfalls Zahavi angeheuert, angeblich um einen Wechsel zu einem Top-Verein wie Real Madrid zu arrangieren. Aber auch der polnische Stürmer blieb und gewann mit Bayern das Triple.

"Es geht wirklich nur um Geld und sonst gar nichts", sagte Hoeneß. Im Verein wollen alle, dass Alaba bleibt. "Wir würden uns alle wünschen, dass es zu einer Einigung kommt", sagte Teamkollege Leon Goretzka.

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus schrieb in einer Sky-Kolumne: "Sollte es wirklich so sein, dass es ihm und seinem Berater nur noch darum geht, mehr Gehalt zu bekommen, wäre das in meinen Augen nicht die klügste Entscheidung." Matthäus betonte, dass ein paar Millionen Euro mehr nicht automatisch mehr Glück bedeuten.

© dpa-infocom, dpa:200914-99-560802/4 (dpa)

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Kolumne von Matthäus bei Sky

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15.09.2020

Der Streit kommt nur daher weil Alaba nicht unterschreibt.

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14.09.2020

Der übliche Austausch von Nettigkeiten. Aber selbst wenn, ich kann Alaba nicht böse sein, 2 x das Triple erkämpft.

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