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09.03.2009

Neues DFB-Konzept wohl keine Lösung für Babbel

Neues DFB-Konzept wohl keine Lösung für Babbel
Bild: DPA

Stuttgart (dpa) - In der Dauerdebatte um Trainerlehrling Markus Babbel vom VfB Stuttgart ist auch ein neues Ausbildungskonzept des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wohl nicht die erhoffte Lösung.

Zwar wolle der DFB den Trainerlehrgang in Köln von elf auf zehn Monate verkürzen und wöchentlich an drei statt vier Tagen abhalten, berichtete das Fachmagazin "kicker". VfB-Sportdirektor Horst Heldt hatte jedoch nach Gesprächen mit DFB-Vertretern offenbar einen deutlich flexibleren Lehrplan erwartet. Babbel solle die ihm derzeit fehlende Lizenz für die Bundesliga "auf dem zweiten Bildungsweg erwerben, etwa mit verstärktem Blockunterricht in spielfreien Zeiten", hatte Heldt vergangene Woche gesagt.

Die Stuttgarter wollten sich bisher nicht zu den Plänen des DFB äußern. Der Verein und Babbel hatten bislang angesichts der langen Dauer und hohen Belastung des Trainerkurses ausgeschlossen, dass der 36-Jährige unter diesen Bedingungen in der kommenden Saison weiter sein Amt bei den Schwaben ausüben könnte. Der VfB hofft daher auf eine deutlich veränderte Ausbildungs-Regelung. Laut "Bild"-Zeitung soll Babbel in einem "Mix aus Fernstudium, Blockunterricht und verminderter Anwesenheitspflicht" in Köln seinen Schein machen dürfen.

Der DFB schloss jedoch bislang Zugeständnisse wie in früheren Fällen kategorisch aus. Verdiente Nationalspieler wie Jürgen Klinsmann, Matthias Sammer oder zuletzt Lothar Matthäus hatten in der Vergangenheit ihre Lizenz nach Kurz-Lehrgängen erhalten. Für Babbel, Europameister 1996, soll es diesen Sonderweg nach dem Willen des jetzt als DFB-Sportdirektor tätigen Sammer nicht mehr geben. Der VfB-Teamchef sagte dem "kicker", er müsse sich den neue Ausbildungsplan des DFB "erstmal genau durch den Kopf gehen lassen, um alles genau abzuwägen".

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