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09.03.2009

Personal- und Abstiegssorgen bei der Eintracht

Personal- und Abstiegssorgen bei der Eintracht
Bild: DPA

Bielefeld (dpa) - Beim Aufzählen der Ausfälle verging Eintracht Frankfurts Coach Friedhelm Funkel die Freude über den Punktgewinn in Bielefeld.

"Was haben wir nur verbrochen, dass diese Verletzungen einfach nicht aufhören", klagte Funkel nur wenige Minuten nach dem 0:0 seiner Notelf im Kellerduell bei Arminia Bielefeld in Bezug auf die Auswechslung des angeschlagenen Rechtsverteidigers Patrick Ochs. Vor allem das Fehlen zahlreicher Offensivkräfte bereitet dem leidgeprüften Fußball-Lehrer Kopfzerbrechen: "Bei uns fehlt der ganze erste Sturm. Das ist so, als würden beim FC Bayern Klose, Toni und Podolski gleichzeitig ausfallen."

Die anhaltenden Personalprobleme verstärken beim Tabellen-Zwölften die Abstiegssorgen. Denn eine markante Verbesserung der bedenklichen Lage ist vorerst nicht in Sicht. Nur die in Bielefeld gesperrten Martin Fenin und Marco Russ sowie voraussichtlich Rekonvaleszent Nikos Liberopoulos kehren für das schwere Heimspiel am kommenden Samstag gegen Herbstmeister 1899 Hoffenheim in den Kader zurück. "Vor diesem Hintergrund kann man es der Mannschaft nicht hoch genug anrechnen, wie sie sich immer wieder aus der Affäre zieht", befand Funkel.

In der Not geben sich alle Beteiligten mit wenig zufrieden. Bis zur Rückkehr verletzter Leistungsträger wie Angreifer Ioannis Amanatidis, der in den kommenden zehn Tagen ins Mannschaftstraining zurückkehren will, steht Schadensminimierung im Vordergrund. Obwohl die Eintracht in der Rückrunden-Tabelle mit nur vier Punkten auf einem Abstiegsplatz (16.) rangiert, wertete der Frankfurter Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen das Remis in Bielefeld als ermutigendes Signal. "Es ist gut, einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf auf Distanz zu halten."

Personal- und Abstiegssorgen bei der Eintracht

Immerhin gab es aus der medizinischen Abteilung wenige Stunden nach dem Spiel ausnahmsweise einmal positive Nachrichten. Anders als zunächst befürchtet, erwies sich die Verletzung von Ochs (Beckenprellung) als weniger schwerwiegend. Ein Ausfall des Verteidigers für die Partie gegen Hoffenheim steht deshalb derzeit nicht zu befürchten.

Nicht minder groß sind die Abstiegssorgen in Bielefeld. Lediglich drei Siege verbuchte die Arminia in den bisherigen 23 Saisonspielen - so wenig wie kein anderes Bundesliga-Team. Mit dem Ausfall von "Alleinunterhalter" Artur Wichniarek, der gegen Frankfurt wegen einer Wadenblessur passen musste, kam das ohnehin dürftige Angriffsspiel der Ostwestfalen gänzlich zum Erliegen. "So einen Ausfall können wir nicht kompensieren", bekannte Geschäftsführer Roland Kentsch.

Wie schon gegen Karlsruhe (1:2), Cottbus (1:1), Mönchengladbach (0:2) und Bochum (1:1) vergaben die Bielefelder auch im Duell mit der Eintracht einen Big-Point gegen einen Mitkonkurrenten aus dem Tabellenkeller. Dennoch glaubt Kentsch nach wie vor an ein Happy End: "Abstiegskampf ist für uns nichts Neues. Deshalb sind wir ganz ruhig. Allerdings müssen wir aufpassen, dass diese Ruhe nicht trügerisch wird."

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