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01.03.2009

Schalke stolpert aus der Krise

Schalke stolpert aus der Krise
Bild: DPA

Frankfurt/Main (dpa) - Der FC Schalke 04 kann sich im Arbeitsalltag der Bundesliga weiterhin nicht für die europäische Bühne empfehlen, will es aber mit Überstunden im DFB-Pokal schaffen.

"Der kürzeste Weg in den internationalen Fußball ist immer der Pokal", meinte Fred Rutten nach dem 2:1 (1:0)-Sieg bei Eintracht Frankfurt und vor der Viertelfinal-Partie beim Zweitligisten FSV Mainz 05. Der in die Kritik geratene Trainer und Manager Andreas Müller konnten zwar etwas durchatmen, doch Rutten musste weitere Plattitüden bemühen, um nach einer zerfahrenen Partie vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena die Vorstellung der Gelsenkirchener schön zu reden.

"Nach so vielen Rückschlägen war das ein erster kleiner Schritt wieder in die richtige Richtung und auch für das schwere Pokalspiel in Mainz", meinte Müller. Von den Gerüchten, dass Rutten zum PSV Eindhoven wechsle, wollte der Niederländer nichts wissen: "Schalke ist ein schöner Verein." Die Schalker am Ende gut aussehen ließen Rafinha (39. Minute) und Nationalspieler Heiko Westermann (84.), die vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und Mainz- Coach Jörn Andersen trafen. Der Jubel der Frankfurter nach dem Ausgleichstor durch Michael Fink (81.) währte nur kurz.

"Es gibt noch einen Titel zu gewinnen. Wir wollen absolut ins Endspiel kommen", meinte Westermann nach einer weitgehend verkorksten Saison des einstigen Titelmitfavoriten. Während Eintracht-Coach Friedhelm Funkel von einer "sehr, sehr unglücklichen und sehr bitteren Niederlage" sprach, lobte Rutten ohne Begeisterung seine Profis: "Wir haben Moral gezeigt nach dem Ausgleich. Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft. Wir haben das taktisch sehr gut gemacht."

Schalke stolpert aus der Krise

Die Eintracht geht bereits am 22. Spieltag am Stock, in Funkels ohnehin zerfurchter Miene waren noch ein paar Sorgenfalten mehr zu erkennen. "Wie kein anderes Team müssen wir fünf oder sechs Leistungsträger ersetzen, das zieht sich schon durch die gesamte Saison. Deshalb ist es kein Wunder, dass wir nach unten schauen müssen", meinte der Trainer. Das verletzte griechische Sturmduo Amanatidis/Liberopoulos wurde schmerzlich vermisst, gegen Arminia Bielefeld am nächsten Sonntag fehlen nun auch die gelbgesperrten Martin Fenin und Marco Russ. "Den Abstiegskampf habe ich nicht im Kopf", meinte Vereinschef Peter Fischer fast schon trotzig, obwohl die Hessen nur noch drei Punkte vom Tabellen-16. trennen. "Wir müssen nicht zittern, da sind einige schlechter als wir."

Von den Fans bekamen die Gastgeber weniger Unterstützung als sonst: Die Maßnahmen des Vereins nach den Ausschreitungen in Karlsruhe schienen einigen Anhänger sauer aufgestoßen zu sein. Als Funkel nach 69 Minuten den wenig auffälligen Brasilianer Caio auswechselte, musste er sich ein gellendes Pfeifkonzert anhören. "Völlig unverständlich" fand dies der Trainer.

Heribert Bruchhagen trug's mit Fassung: "So etwas hatten wir immer wieder in den letzten 15 Jahren seit Dietrich Weise hier Trainer war." Der Vorstandsvorsitzende war schon froh, "dass die Partie ordnungsgemäß über die Bühne gegangen ist", nachdem die Frankfurter vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit einer Geldstrafe von 40 000 Euro belegt worden waren und ihnen bei weiteren Vergehen gar ein "Geisterspiel" droht.

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