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13.03.2009

Untersucht: Neue Vorwürfe gegen Clubchef Born

Lima (dpa) - Werder Bremen wird nach neuen Vorwürfen einer peruanischen Zeitung gegen Clubchef Jürgen Born weitere Untersuchungen einleiten.

"Wir haben diese Artikel gelesen, haben uns beraten und sind zu der Entscheidung gekommen, dass wir die Dinge überprüfen müssen", sagte Geschäftsführer Klaus Allofs nach dem 1:0 im UEFA-Cup-Hinspiel gegen St. Etienne. Nach Angaben der Zeitung "La República" soll die Spieleragentur Image nicht nur Jürgen Born Geld bei einem Spielertransfer überwiesen haben, sondern auch dessen Sohn Maximilian bei der Vertragsverlängerung von Nelson Valdez 2003. Das berichtete das Blatt unter Berufung auf die Anwälte von Fiorella Faré, die sich von Image-Chef Carlos Delgado scheiden lassen will. Born, der seine Amtsgeschäfte derzeit ruhen lässt, war am Freitag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

"Wir wollen näheres erfahren, um dann etwas dazu sagen zu können", erklärte Allofs das Vorgehen der Fußball-Bundesligisten. Allofs, der kommissarisch die Leitung der Geschäftsführung von Born übernommen hat, sagte weiter: "Ich habe gelernt, vorsichtig zu sein, bei dem was an Meldungen kommt. Solange ich nicht vom Gegenteil überzeugt werde oder solange es nicht bewiesen ist, bleibt mein Vertrauen zu Jürgen Born bestehen."

Die Zahlung von etwa 50 000 Euro im Zusammenhang mit der Verlängerung des Vertrages des paraguayischen Spielers Valdez gehe aus handschriftlichen Aufzeichnungen Delgados hervor, berichtete die peruanische Zeitung. Delgado ist zugleich Berater und Geschäftspartner von Werder-Stürmer Claudio Pizarro. Die peruanische Justiz ermittelt unter anderem wegen Steuerhinterziehung.

Untersucht: Neue Vorwürfe gegen Clubchef Born

Jürgen Born, der als Banker viele Jahre in Südamerika gearbeitet hat, war schon zuvor beschuldigt worden, beim Transfer des Spielers Roberto Silva Zahlungen angenommen zu haben. Zu den Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Transfer von Roberto Silva hatte Born gesagt: "Ich habe kein Geld erhalten. Es ist alles ordnungsgemäß gelaufen."

Die neuen Vorwürfe beruhen laut "La República" auf Notizen auf der Rückseite eines Vertrages. Dort habe Delgado damals die Zahlung an Maximilian Born notiert. Insgesamt soll Image den Bremern für die Vertragsverlängerung von Valdez den Betrag von 200 000 Euro berechnet haben. Davon seien etwa 100 000 bis 150 000 Euro an eine Schwester von Valdez auf ein Konto bei der Bremer Bank überwiesen worden. In den Aufzeichnungen Delgados tauche auch der Name des Born-Sohnes und ein Konto bei der Deutschen Bank auf.

"Delgado war eine Zeitlang der Berater von Nelson - und wir haben damals auch das bei Vertragsverlängerungen übliche Honorar an den Berater überwiesen", bestätigte Werder-Geschäftsführer Manfred Müller der "Kreiszeitung Syke". Über den Verbleib des Geldes wisse er allerdings nichts.

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