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22.12.2020

RB Leipzig kombiniert sich ins Cup-Achtelfinale

Leipzigs Spieler bejubeln die Führung.
Bild: Stefan Puchner/dpa

Mit einem Wow-Effekt verabschiedet sich RB Leipzig in die Mini-Winterpause. Julian Nagelsmanns Mannschaft spielt den FC Augsburg am Dienstag phasenweise schwindlig und überwintert im DFB-Pokal.

RB Leipzig hat sich mit einem Traumtor aus einem sportlich großartigen Fußball-Jahr 2020 verabschiedet.

Der Spanier Angeliño schlenzte in der 82. Minute den Ball in den Torwinkel und setzte damit den sehenswerten Schlusspunkt zum 3:0 (1:0)-Sieg in der 2. Runde des DFB-Pokals beim FC Augsburg.

RB Leipzig ist damit weiter im Rennen um drei Titel: Wie im DFB-Pokal steht Julian Nagelsmanns Team auch in der Champions League im Achtelfinale, in der Bundesliga sind die Sachsen als Dritter mit zwei Punkten Rückstand in Schlagdistanz zu Spitzenreiter FC Bayern München. Der Meisterschaftsdritte des Vorjahres hatte im August überdies das Halbfinale in der "Königsklasse" erreicht.

"Wir sind sehr glücklich, dass wir eine Runde weitergekommen sind. Das war ein sehr guter Jahresabschluss", resümierte Nagelsmann. Seine Mannschaft habe trotz des Chancenwuchers am Ende die Partie "gut und clever nach Hause gespielt".

Willi Orban bescherte den Gästen in dem Duell zweier Bundesligisten vor der Mini-Winterpause in der 11. Minute schon früh die verdiente Führung. Erst Joker Yussuf Poulsen (75.) beseitigte dann alle Zweifel an einem Comeback der phasenweise an die Wand kombinierten Augsburger.

"Unheimlich schnell und präzise" hätten die Leipziger kombiniert, befand FCA-Coach Heiko Herrlich. "Das Beste war nach der Halbzeit, dass wir nur 0:1 zurücklagen."

Von der ersten Minute an herrschte im Strafraum der Augsburger Ausnahmezustand. Die Leipziger entfachten in der ersten halben Stunde einen Dauerdruck, dem die Hausherren mit einer Viererkette in der Abwehr und einer Fünferkette im Mittelfeld standhalten wollten. Das gelang jedoch nicht lange. Nach nicht einmal 15 Minuten krönte Orban den Einbahnstraßen-Fußball seiner Leipziger nach einer Ecke von Angeliño per Kopf zur Führung.

Die beiden Änderungen in Nagelsmanns Startelf, Dani Olmo und Emil Forsberg für Tyler Adams und Yussuf Poulsen, zahlten sich aus. Gegen tiefstehende Augsburger wollte er "bewegliche und unbequeme" Spieler haben. Die mit fünf Neuen gestarteten Augsburger liefen nur hinterher und kamen kaum einmal über die Mittellinie. Mehrmals musste hingegen Torwart Rafal Gikiewicz einen höheren Rückstand verhindern. Michael Gregoritsch konnte beim FCA als einzige nominelle Spitze überhaupt nichts ausrichten.

Die Leipziger hatten das Pokalspiel eigentlich wegen der hohen Belastung mit Englischen Wochen ins neue Jahr verschieben wollen - von nachlassender Power war zwei Tage vor Weihnachten aber nichts zu bemerken. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf Gikiewicz zu, doch RB ging einmal mehr zu schludrig mit den vielen hochkarätigen Torchancen um.

Von der Schärfe aus dem letzten Aufeinandertreffen im DFB-Pokal im April 2019, als nach dem Schlusspfiff sogar Funktionäre beider Teams aneinandergerieten, war diesmal nichts zu sehen. Dafür machten Kevin Kampl (50.) und Forsberg (52.) nach dem Seitenwechsel mit den Torschussübungen für Gikiewicz weiter.

Die Augsburger attackierten nun jedoch früher und setzten sich sogar vorübergehend in der Leipziger Hälfte fest. Ruben Vargas (71.) versuchte aus der Distanz nochmal ein Zeichen für den FCA zu setzen. Doch der in der 63. Minute für Forsberg eingewechselte Poulsen machte in der Schlussphase mit einem trockenen Schuss alles klar, ehe auch noch Angeliño traf.

© dpa-infocom, dpa:201222-99-789645/3 (dpa)

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