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DFB-Pokal
21.05.2022

RB Leipzig nach Sieg gegen SC Freiburg erstmals DFB-Pokalsieger

Leipzigs Christopher Nkunku erzielt einen Elfmeter gegen Freiburgs Torhüter Mark Flekken.
Foto: Tom Weller, dpa

RB Leipzig ist zum ersten Mal DFB-Pokalsieger. Das Team von Trainer Domenico Tedesco gewann am Samstag in Berlin das Finale gegen den SC Freiburg mit 4:2 im Elfmeterschießen.

Mit letzter Kraft hat RB Leipzig in einem Final-Krimi den ersten großen Titel der jungen Vereinsgeschichte gewonnen. Der sächsische Fußball-Bundesligist setzte sich im DFB-Pokal-Endspiel am Samstagabend nach 0:1-Rückstand und in Unterzahl im Elfmeterschießen mit 4:2 (1:1, 1:1, 0:1) gegen den SC Freiburg durch, dessen Titeltraum im ausverkauften Berliner Olympiastadion jäh platzte.

Maximilian Eggestein (19.) brachte den SC von Trainer Christian Streich vor 74.322 Zuschauern zunächst in Führung, doch Christopher Nkunku (76.) rettete die Verlängerung für die Leipziger, die dann im dritten Anlauf den Finalsieg feierten. Freiburgs Kapitän Christian Günter und Ermedin Demirovic verschossen in der Entscheidung vom Punkt.

RB-Trainer Domenico Tedesco holte im Alter von 36 Jahren und 251 Tagen als jüngster Siegercoach seit Hans-Dieter Tippenhauer 1979 den goldenen Potts. Die Rote Karte gegen Marcel Halstenberg nach einer Notbremse (57.) blieb ohne Auswirkungen auf das Endergebnis.

Enttäuscht: Freiburgs Trainer Christian Streich.
Foto: Christian Charisius, dpa

Die Freiburger und Leipziger Fans waren in bester Pokalstimmung

Beide Fangruppen sorgten für beste Pokalstimmung. Die Tausenden Freiburger Anhänger waren am Nachmittag gemeinsam zum Stadion gezogen und eröffneten das Spiel mit einem großen Banner: "Einzigartiger Verein, so wie Du soll Fußball sein!", stand groß in der Freiburger Ostkurve. Die Leipziger Entstehungsgeschichte mit Geldgeber Red Bull hatte insbesondere in dieser Woche wieder zu viel Kritik aus der aktiven Fanszene geführt.

Zu sehen gab es dann eine zerfahrene Anfangsphase. Eine Woche nach dem letzten Bundesliga-Spieltag war beiden Mannschaften die Final-Nervosität anzumerken. Emil Forsberg und Starspieler Nkunku prüften den Freiburger Torwart Mark Flekken erstmals in der 14. Minute. SC-Trainer Christian Streich, der gewohnt engagiert an der Seitenlinie coachte, setzte der Leipziger Offensivstärke eine Dreierkette entgegen.

Video: SID

Der Spielstatistik zufolge erlebte Streich sein 396. Pflichtspiel als SC-Trainer - für RB war es das 396. Spiel als Club im Profifußball. Zwei davon waren die Endspiel-Teilnahmen 2019 und 2021, erst war der FC Bayern München zu stark, dann Borussia Dortmund.

Und am Samstag legte der SC deutlich besser los: Nach einem langen Schlag von Vincenzo Grifo kam der Ball über Christian Günter und Roland Sallai zu Eggestein, der von der Strafraumgrenze traf. Dass Sallai den Ball an die Hand bekam, bewertete Schiedsrichter Sascha Stegemann nach Einsatz des Videobeweises nicht als strafbar.

Leipzigs Willi Orban und Dani Olmo in Aktion gegen Freiburgs Nico Schlotterbeck.
Foto: Christian Charisius, dpa

Bis zur Halbzeitpause holten die Leipziger nicht auf

Die Leipziger reagierten wütend auf den Rückstand. Freiburgs Nico Schlotterbeck machte eine Fehlerkette in der SC-Abwehr wieder gut und rettete in höchster Not vor der Linie nach dem Abschluss von Nkunku (24.). Der Nationalspieler, vor der Partie von Bundestrainer Hansi Flick gelobt, war einer der auffälligsten Freiburger. Immer wieder animierte der 22-Jährige die Fans des Sport-Clubs.

Die Leipziger schafften es bis zur Halbzeitpause nicht mehr, den Bundesliga-Konkurrenten unter Druck zu setzen. Vom hochgelobten Powerplay war lange wenig zu sehen. Zwar erarbeiteten sich die Sachsen zu Beginn der zweiten Halbzeit mehr Spielanteile. Mit dem nächsten Abschluss von Nkunku hatte Flekken aber keine Probleme (50.). Und zudem leistete sich Halstenberg die Notbremse gegen Lucas Höler, die Stegemann mit Rot bestrafen musste. Der folgende Freistoß von Grifo ging nur knapp vorbei (59.).

Es lief kaum mehr etwas für RB, Tedesco reagierte mit einem Doppelwechsel. Dominik Szoboszlai und Nordi Mukiele kamen für Forsberg und André Silva in die Partie. Zu hören war von den Rängen vor allem: "Auf geht's Freiburg, schieß ein Tor!" Das Streich-Team beruhigte das Spiel immer wieder geschickt, verpasste aber, das noch beruhigendere zweite Tor frühzeitig nachzulegen.

Das bestrafte Nkunku, dessen Tor für eine spannende Schlussphase sorgte. Es ging in die kräftezehrende Verlängerung, in der Ermedin Demirovic gleich den Pfosten traf (92.). Beide Teams kamen zu Chancen: Leipzig durch Nkunku (102.), Freiburg durch den Pfostenschuss des eingewechselten Janik Haberer (104.), der zudem die Latte traf (115.). Leipzigs bereits ausgewechselter Kevin Kampl sah auf der Bank noch Gelb-Rot (118.). (dpa)

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22.05.2022

Was man so hört, haben sich die Freiburger auch nicht gerade als faire Verlierer erwiesen. So hat jede Seite eben ihre zwei Seiten.

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22.05.2022

Mit Verlaub - das „Vereinsrecht“ ist doch Folklore.

Haben irgendwo Mitglieder schon einen Trainer/Spieler/Betreuer eingestellt oder entlassen? Hat irgendwer in irgendeiner Mitgliederversammlung schon mal eine für den betroffenen Verein relevante Entscheidung getroffen? Hat Uli Hoeneß sich jemals von den Mitgliedern reinreden lassen? Muss irgend ein relevanter Vertrag durch die Mitglieder bestätigt werden? Konnten Vereine so seltsame Figuren wie Otto in Dresden, Wildmoser in München oder Eichberg auf Schalke vermeiden oder einbremsen? Nein - die konnten sich über das Vereinsrecht erst etablieren.

Es wird so getan, als wäre das „Vereinsrecht“ eine allein dem Guten und Schönen dienende Rechtsangelegenheit. Ist es aber nicht

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22.05.2022

Auch wenn es schwer fällt, Glückwunsch nach Leipzig.
Die Mannschaft von RB hat nicht unverdient gewonnen; über 60 Minuten in Unterzahl, zwei 50:50 oder von mir aus 51:49-Entscheidungen gegen sich schlucken zu müssen und dann zurückzukommen - Respekt. Nebenbei, Stegemann hat alles gegeben um das Spiel in die andere Richtung zu beeinflussen. Dieser Schiedsrichter war (wieder mal) eines Finales unwürdig.

Zu meinem ersten Halbsatz:
Dieses Marketingkonstrukt widerspricht halt nicht dem Vereinsrecht, das ist das eine. Das Problem liegt bzw. lag bei der DFL, die diesen miesen Trick mit der Lizensierung legalisierte.

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22.05.2022

RB Leipzig spielte eine sehr lange Zeit in Unterzahl und haben dann trotzdem den Ausgleich zum 1:1 geschafft. Sie haben 120 Minuten gekämpft und Moral gezeigt bis in das Elfmeterschießen. Der Pokal ist verdient für RB Leipzig.

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22.05.2022

Schon ein spezielles Finale.
Der wird auf dem Leipziger Fanfest in Berlin Buttersäure versprüht, die Polizei führt beim Marsch zum Stadion beide Fangruppen zusammen, und dann sollen die Leipziger die Trikots ausziehen oder mit Jacken überdecken - damit die Freiburger sich nicht provoziert fühlen. Ein Handspiel, dass eine Vorlage war, wird als regulär erkannt, dass Foul an Simakan vor dem Pass auf Höler bleibt „unerwähnt“. Und das Höfler den extrem schnell fallenden Olmo, bevor er den Ball trifft am Knie berührt, wird auch übersehen. Das alles findet ein Fernsehmoderator, der gefühlt 90% der Zeit damit verbringt, den SCF zu kommentieren, völlig ok. Der fand auch die Pyro-Aktionen des Freiburger Anhangs irgendwie attraktiv. Man stelle sich vor, dass wären die Anhänger von Dynamo Dresden gewesen. Wie wären die Kommentare dann ausgefallen? Ungefähr so, wie in dem Moment, als auch Leipziger Böller zündeten - da waren sie, die „Fußball-Idioten“, was gleich danach zu verbalen Verrenkungen führte. Und wie wir erfahren durften, wird die Sportschau heute auf jeden Fall vom Empfang der Freiburger in der Heimat berichten.

Man kann sagen - es wurde wirklich alles getan, damit der SCF dieses Finale gewinnt. Daher -Gratulation nach Leipzig.

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22.05.2022

De Schiri tat sein Möglichstes, um das romatisch gestimmte Fußball-Deutschland glücklich zu machen. Es hat nicht gereicht. Deswegen freut es mich für die Leipziger.

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22.05.2022

Ihre Analyse trifft hier vollkommen zu. Gut finde ich auch, dass die Doppelmoral der Freiburger gestern bestraft wurde. Die "sympathischen" Spieler und ihr Trainer sind mir im Augsburger Stadion schon des öfteren aufgefallen.

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22.05.2022

Oha, da dringt aber doch sehr der Neid des FCA-Fans Werner S. durch - vielleicht erst mal beim eigenen Verein hinschauen, bevor man auf andere losgeht.

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