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FC Ingolstadt

28.01.2019

Alles auf Anfang

Sollen die Defensive stabilisieren: Björn Paulsen (links) und Mergim Mavraj wechselten in der Winterpause zum FC Ingolstadt. Heute Abend sind die Schanzer bei der SpVgg Greuther Fürth zu Gast.
Bild: Roland Geier

Der FC Ingolstadt hat seinem Kader in der Winterpause eine Blutauffrischung verpasst. Nun steht das erste Spiel in Fürth an.  

Für den FC Ingolstadt stehen entscheidende Monate an. Dem Tabellenletzten der 2. Liga bleiben 16 Spiele Zeit, dem drohenden Abstieg in die Drittklassigkeit noch von der Schippe zu springen. Am heutigen Dienstag (20.30 Uhr) beginnt das neue Fußballjahr der Schanzer mit der Partie bei der SpVgg Greuther Fürth.

Veränderungen Der FC Ingolstadt hat dem Kader eine Korrektur unterzogen. Drei Spieler wurden aus dem Profikader verbannt, ein weiterer verliehen. Hohe Wellen schlug die Personalie Marvin Matip. Der langjährige Kapitän und dienstälteste Spieler durfte nicht ins Trainingslager der Profis mitreisen und trainiert seitdem mit der zweiten Mannschaft. Auch Robert Leipertz, der obendrein verletzt ausfällt, und Osayamen Osawe (zum KFC Uerdingen) wurden degradiert. Zudem wechselte Angreifer Charlison Benschop auf Leihbasis in seine niederländische Heimat nach De Graafschap. Auf der Gegenseite holten die Schanzer vier neue Spieler.

Neuzugänge Trainer Jens Keller hatte vor der Pause neue Führungsspieler gefordert. Über geballte Erfahrung verfügen die Neuzugänge Philipp Tschauner (33, Hannover 96) und Mergim Mavraj (32, Aris Saloniki, früher Hamburger SV und 1. FC Köln). Beide sind gesetzt. „Wir haben Philipp als Nummer eins geholt“, sagt Keller, der gewöhnlich nichts über seine Aufstellung verrät, deutlich. Neben Mavraj wird in Fürth auch Björn Paulsen in der Startelf stehen. Sein Konkurrent als rechter Verteidiger Frederic Anaou hat sich eine komplexe Schulterverletzung zugezogen und steht diese Saison nicht mehr zur Verfügung. Außerdem liehen die Schanzer Cenk Sahin vom FC St. Pauli aus. Der 24-Jährige absolvierte bisher nur wenige Trainingseinheiten und ist wohl vorerst kein Kandidat für die Startelf.

Rückkehrer Es war ein Schock, als sich Christian Träsch im letzten Testspiel vor Saisonbeginn (1:0 gegen Borussia Mönchengladbach) einen Kreuzbandriss zuzog und die gesamte Hinrunde ausfiel. Nun ist der 31-Jährige wieder fit und hat die komplette Vorbereitung absolviert. „Er sprüht vor Energie“, sagt Keller. „Ich sehe ihn mit seiner Ballsicherheit im zentralen Mittelfeld.“ Ebenfalls über weite Strecken der bisherigen Saison nicht zur Verfügung stand Tobias Schröck. Ihn plant Keller in der Innenverteidigung ein. „Er bringt Geschwindigkeit mit. Es liegt ihm, wenn er das Spiel vor sich hat.“

Vorbereitung Kellers Fazit fällt sehr gut aus. „Die Jungs haben richtig gut mitgezogen. Wir haben viel und intensiv trainiert.“ Gearbeitet wurde vor allem im „taktischen und physischen Bereich“. Positiv stimmen Keller auch die Testspiele. Gegen Heerenveen (4:3) Halle (3:1) und Regensburg (5:0) wurden ausschließlich Siege gefeiert. „Besonders freut mich“, so Keller, „dass wir im letzten Test zu Null gespielt haben.“ Ziel in der Restsaison müsse es sein, „weniger Gegentore zu bekommen“. Das liegt nahe, haben die Schanzer doch mit 35 Gegentoren die schlechteste Defensive der Liga. „Wir haben viel gearbeitet, den Spielern Automatismen aufgezeigt und Videoanalysen durchgeführt“, so der Trainer.

Ausgangslage Wer nach 18 Spieltagen magere zehn Punkte gesammelt und lediglich ein Spiel gewonnen hat (3:2 gegen Erzgebirge Aue), sollte ein sicherer Absteiger sein. Gewöhnlich ist das so, diese Saison aber nicht. Der MSV Duisburg (13 Punkte), SV Sandhausen (13) und 1. FC Magdeburg (11) enttäuschten bisher ebenso und sind in Schlagdistanz.

Ausblick Von großer Bedeutung für die Schanzer ist der Start ins neue Fußballjahr. Nach der Partie bei der SpVgg Greuther Fürth geht es am Freitag (18.30 Uhr) daheim gegen den direkten Konkurrenten Magdeburg weiter. Auch das anschließende Spiel bei Erzgebirge Aue zählt zu der Sorte Partien, in denen man im Kampf um den Klassenerhalt punkten sollte.

Teamgeist Die Mannschaft sei keine Mannschaft, haderte Geschäftsführer Harald Gärtner vor der Winterpause. Nun hat Keller ein gutes Gefühl, dieses Manko behoben zu haben. Allerdings: „Entscheidend ist, wenn die Saison beginnt.“ Spieler würden auf der Bank sitzen oder nicht dem Kader angehören. Keller kündigt Härtefälle an und fordert Gemeinschaft ein: „Wenn wir unser großes Ziel erreichen, haben alle gewonnen. Wenn wir absteigen, haben alle verloren.“

Personal Lucas Galvao hat den Trainingsumfang wieder reduziert und steht auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung. Ansonsten fehlt lediglich Ananou. Vor einer ersten ernsthaften Bewährungsprobe steht die Defensive. Der Torhüter ist neu, auch die Viererkette wurde neu zusammengesetzt.

Mögliche AufstellungTschauner – Paulsen, Schröck, Mavraj, Gaus – Cohen, Träsch, Kerschbaumer – Pledl, Kittel – Lezcano.

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