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Bundesliga
19.05.2015

Aufstieg des FC Ingolstadt bedeutet erstklassige Perspektiven

Künftig erstklassig: Die Schanzer kommen mit dem Aufstieg auf die große Bühne. Besseres Stadtmarketing geht kaum.
Foto: Roland Geier

Der FC Ingolstadt spielt in der kommenden Saison im Oberhaus. Die Stadt wird davon profitieren. Mehr nationale Werbung als Bundesligafußball geht kaum noch.

Das Aufstiegstrikot ist durchaus gefragt. Enorme Umsatzsteigerung heißt es vom FCI-Fanshop an der Moritzstraße am Montagmorgen. Sonst seien die Montage ja eher montäglich in Sachen Verkaufszahlen. Aber das ist seit gestern anders. Und – sehr wahrscheinlich zumindest – wird das in den kommenden Wochen und Monaten anders bleiben.

Denn die Schanzer spielen künftig Bundesliga. Die 1. Liga ist eine andere Dimension. XXL-Wachstum ist man hierzulande ja eigentlich gewöhnt. Aber man kann als FCI aufsteigen, ohne dass das eigene Stadion in der Aufstiegssaison bislang mehr als drei Mal ausverkauft gewesen (15000 Zuschauer passen rein) wäre.

Kommende Saison werden sicher mehr pro Spiel kommen. Das ist keine gewagte Prognose. Wenn der Boom des jungen, 2004 gegründeten FC Ingolstadt beginnt, dann jetzt. Falls nicht, muss Audi halt dem halben Werk zu den Schanzer Heimspielen öfter mal frei geben (um ein bekanntes Jürgen-Klopp-Zitat in Sachen VfL Wolfsburg auf den FC I abzuwandeln). Es wird ohne gehen, denn wenn die großen Mannschaften kommen, werden auch jene Fußballfreunde kommen, denen der FCI (noch) nebensächlich ist. Die Bayern, Dortmund, Gladbach, Leverkusen im Audi Sportpark sehen, das wäre vielen schon Attraktion genug. Das Interesse an Dauerkarten jedenfalls, so heißt es aus der Pressestelle des Fußballklubs, steige seit Wochen stetig.

Hurra! Der FCI feiert den Aufstieg in die Bundesliga
18 Bilder
Bilder purer Freude: Der FC Ingolstadt steigt in die Bundesliga auf
Foto: Karl-Josef Hildenbrand und Armin Weigel, dpa

Es werden auch mehr Gästefans kommen. Regelmäßig. Auch mehr Übernachtungsgäste. Und Ingolstadt wird Woche für Woche auf der großen Bühne im nationalen Fernsehen sein. Thomas Deiser, Vorsitzender des Stadtmarketingvereins IN-City sagt: „Soviel Werbung kann unsere Tourismusagentur gar nicht machen. Das schafft Öffentlichkeit wie nie zuvor.“ Ob und wie sich das in konkreten Umsatzzahlen niederschlägt, kann er nicht sagen: „Wir können das noch nicht abschätzen, weil wir so was noch nie hatten. Aber mit Sicherheit gibt der Aufstieg des FCI der Stadt weiter Auftrieb.“

Polizei Ingolstadt erwartet "mehr Arbeit"

Mehr Wirbel, mehr Publikum, mehr Fans bedeuten für die Polizei „wahrscheinlich mehr Arbeit“. So sagt es Werner Semmler, bei der Polizeiinspektion Ingolstadt auch zuständig für Sicherheits- und Ordnungsfragen bei Sportereignissen. „Wir werden auf jeden Fall mehr ausverkaufte Spiele haben. Wir haben es dann zudem mit einem ganz anderen Fan-Potenzial zu tun. Es wird sicher mehr Risikospiele geben.“ Aber, so Semmler weiter: „Abwarten.“ Der Aufstieg sei gerade einen Tag alt. „Für uns ist das hier auch das erste Mal. Wir müssen uns zunächst Gedanken machen.“

Ein Termin für den nächsten größeren Großeinsatz steht jedenfalls schon: Pfingstmontag gibt es die Aufstiegsfeier auf dem Rathausplatz. Dort wird der Autokorso enden, mit dem die Mannschaft durch die Stadt fährt. Oberbürgermeister Christian Lösel wird den 54. Bundesligisten (Eintrag ins Goldene Buch der Stadt) empfangen. Genaueres zur Sause wird heute bekanntgegeben. 10.000 Leute könne der Platz vor dem Rathaus leicht fassen, sagt Stadtsprecher Gerd Treffer. Ob es soviel Platz braucht, wird sich zeigen. Der FCI ist mit dem Aufstieg in Vorleistung gegangen. Nun müssen die Fans folgen. (nr)

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