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FC Ingolstadt

07.05.2019

Dario Lezcano, der Erfolgsgarant

Treffsicher: Dario Lezcano hat seit dem Amtsantritt von Trainer Tomas Oral in fünf Spielen vier Tore erzielt. Zuletzt traf er beim 3:0-Sieg des FC Ingolstadt in Hamburg zum zwischenzeitlichen 1:0.
Bild: Roland Geier

Der Stürmer hat mit seinen Toren großen Anteil am Aufschwung des FC Ingolstadt. Wie er sich sein Hoch erklärt und warum seine Zukunft ungewiss ist.

Erst ein lauter Jubelschrei, dann ein Freudentänzchen. Dass Dario Lezcano derzeit gute Laune hat, war während des Dienstagstrainings des FC Ingolstadt zu jeder Zeit zu spüren.

Trainer Tomas Oral hatte mit einer ungewöhnlichen Einheit für Ablenkung im Abstiegskampf gesorgt. Knapp zwei Stunden ließ er seine Profis ein internes Tennisfußball-Turnier austragen. Sechs Mannschaften, jeweils vier Spieler. Am Ende bildete Lezcano zusammen mit Marcel Gaus, Marvin Matip und Tobias Schröck eines der beiden Siegerteams.

Ein Erfolg, der freilich nur eine Randnotiz darstellt. Für Lezcano und seine Teamkollegen entscheidender ist die jüngste Siegesserie in der 2. Liga. 13 Punkte in fünf Spielen wurden seit dem Amtsantritt Orals geholt. Den Höhepunkt bildete das 3:0 beim Hamburger SV am Samstag, an dem Lezcano mit seinem frühen Führungstreffer entscheidenden Anteil hatte. Er bekam an der Mittellinie den Ball, lief bis zum Strafraum, ließ sich auch von zwei Abwehrspielern nicht beirren und knallte den Ball in den Winkel. Ein Tor, das die Klasse und das Selbstvertrauen des Stürmers demonstrierte. Beim Paraguayer läuft es, das steht außer Frage. Viermal hat er getroffen, seit Oral in Ingolstadt ist. Beinahe vergessen ist da die magere Ausbeute davor, als ihm in 22 Spielen ebenfalls vier Tore gelungen waren.

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Der FC Ingolstadt braucht einen Lezcano in Topform

Lezcano ist ein Gefühlsmensch, nimmt es sich zu Herzen, wenn es nicht läuft. Das Glück habe zuvor lange Zeit gefehlt, schildert er, „die Schüsse wollten einfach nicht reingehen“. Der Kopf begann zu arbeiten, die Gesamtsituation im Verein machte ihm zu schaffen. Dinge, die jetzt kein Thema mehr sind. Will der FC Ingolstadt die Klasse halten, braucht er einen Lezcano in Topform. Viele zählen ihn zu den besten Stürmern der 2. Liga. Der 28-Jährige ist kaum vom Leder zu trennen, kann vorne Bälle festmachen und Mitspieler einsetzen, dazu selbst treffen. Einen wichtigen Anteil an Lezcanos Aufschwung hat Orals Systemwechsel auf zwei Spitzen. War er vorher im Angriffszentrum auf sich allein gestellt, hat Lezcano jetzt mit Stefan Kutschke einen wuchtigen Mann an seiner Seite. Lezcano: „Das ist gut, dadurch habe ich mehr Räume.“

Doch noch ist längst nicht alles gut bei den Schanzern. Der Sieg in Hamburg war „eine super Sache“, man habe „diese drei Punkte unbedingt gebraucht.“ Doch das nächste „Finale“, wie es Lezcano nennt, steht am nächsten Sonntag (15.30 Uhr) an, wenn der SV Darmstadt in Ingolstadt zu Gast ist. Bei zwei Punkten Vorsprung auf den 1. FC Magdeburg, der bei Union Berlin antreten muss, könnte ein Sieg die Teilnahme an der Relegation sichern. Geht sogar noch mehr? „Das wird schwierig“, sagt Lezcano im Wissen, dass der Tabellen-15. SV Sandhausen bereits fünf Zähler entfernt ist und das bessere Torverhältnis hat. „Wir müssen sechs Punkte holen und schauen, was passiert.“

FC Ingolstadt: Lezcanos Vertrag gilt nur für die 2. Liga

Einen Abstieg will der 28-Jährige in jedem Fall vermeiden. Der Verein und die Stadt sind für Lezcano zu einer „zweiten Heimat“ geworden. Seit dreieinhalb Jahren stürmt der Südamerikaner für die Schanzer, lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in Bayern. Eine lange Zeit, die im Sommer zu Ende gehen könnte. Steigt der FC Ingolstadt ab, hat Lezcano keinen Vertrag und könnte ablösefrei gehen. Im Falle des Klassenerhalts läuft der Kontrakt bis 2020 weiter. Die Frage nach einem Verbleib umgeht Lezcano, verweist professionell auf den dann gültigen Vertrag.

Eine Zukunft in Ingolstadt scheint fraglich. Denn der 13-fache paraguayische Nationalspieler hat im Fußball noch Träume und Ziele. In die Heimat zurück ziehe es ihn im Moment noch nicht. Aber in Brasilien, Mexiko oder Spanien zu spielen, wäre schön, sagt er, „allein wegen der Sprache“.

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