FC Ingolstadt

01.08.2019

Die Tabellenführung im Visier

Grund zur Freude: Der FC Ingolstadt kann mit einem Sieg heute Abend gegen die Würzburger Kickers die Tabellenführung in der 3. Liga übernehmen.
Bild: Roland Geier

Der FC Ingolstadt kann mit einem Sieg gegen die Würzburger Kickers Platz eins übernehmen. Wie Trainer Jeff Saibene den Saisonstart bewertet.

Wirklich einschätzen, zu was die neu formierte Mannschaft des FC Ingolstadt im Stande ist, konnte vor dem Saisonstart kaum jemand. Drei Spiele sind in der 3. Liga inzwischen absolviert. Die Schanzer siegten zweimal, belegen ungeschlagen den zweiten Tabellenplatz.

Einen sichtlich zufriedenen Eindruck macht daher Trainer Jeff Saibene. „Wir sollten die sieben Punkte nicht überbewerten“, sagt er zwar, doch zeigten sie, „dass wir mithalten und eine gute Rolle spielen können.“ Leicht und locker sind den Schanzern die Zähler bisher indes nicht zugeflogen. Sie hatten das nötige Glück auf ihrer Seite, als beim 2:1 in Jena zwei Eigentore des Gegners halfen oder dem MSV Duisburg beim 3:2-Sieg in der Schlussphase kein Elfmeter zugesprochen wurde. Auch der 1. FC Kaiserslautern hatte am Dienstagabend beim 0:0 genug Chancen, das Spiel zu gewinnen. Doch die junge Ingolstädter Mannschaft, in der auf dem Betzenberg erneut fünf 19-jährige zum Einsatz kamen, hielt allen Widerständen stand. Die Mannschaft zeigte in den drei Spielen Herz und Leidenschaft, großen Kampfgeist über 90 Minuten und ist befähigt, spielerische Akzente zu setzen. Tugenden, die die FCI-Anhänger in den vergangenen beiden Jahren oftmals vermissten.

FC Ingolstadt: Regeneration im Vordergrund

Viel Zeit zum Ausruhen blieb dem Kader nach dem kräftezehrenden Unentschieden in Kaiserslautern nun nicht. Schon am Freitag (19 Uhr) sind die Würzburger Kickers im Audi-Sportpark zu Gast. „Viel trainieren konnten wir nicht“, sagt Saibene, „Regeneration und Erholung standen im Vordergrund.“ Daher zieht er die Möglichkeit der Rotation durchaus in Erwägung. Zumindest für Teileinsätze in Frage kommen wieder Maximilian Thalhammer, Tobias Schröck und Caniggia Elva, die verletzungsbedingt noch ohne Saisoneinsatz sind, das Training aber wieder aufgenommen haben. Jonatan Kotzke dürfte in der Innenverteidigung Thomas Keller ersetzen, der nach seiner Roten Karte in der Pfalz für zwei Partien gesperrt wurde.

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Ebenfalls fehlen wird Michael Henke. Der Sportdirektor hatte sich über den Platzverweis derart aufgeregt, dass er ebenfalls Rot sah und des Innenraums verwiesen wurde. Die neue Regel, Karten für Offizielle geben zu können, sorgt für viele Diskussionen und kommt bei Saibene nicht gut an. „Das ist Quatsch“, sagt der 50-Jährige. Manchmal habe er das Gefühl, dass nur etwas geändert werde, „um etwas zu ändern“.

Sein Augenmerk gilt jedoch mehr dem bayerischen Derby gegen die Würzburger Kickers, die in den vergangenen beiden Partien acht Gegentore einstecken mussten (4:5 in Unterhaching, 0:3 gegen Großaspach). In Haching führten die Kickers bis zur 88. Minute gar mit 4:2, um dann doch noch zu verlieren. Saibene: „Das war sicher bitter für die Moral.“

FC Ingolstadt: Die Mischung passt

Die der Ingolstädter ist hingegen ausgezeichnet. „Die Stimmung ist gut, es herrscht viel Freude in der Kabine“, betont Saibene. Die Mischung im Kader scheint zu stimmen. Zum einen sind da die „jungen Wilden“, die sich ihre ersten Sporen im Profifußball verdienen (Saibene: „90 Minuten Erfahrung auf dem Betzenberg sind unbezahlbar“), zum anderen die älteren Spieler wie Kapitän Stefan Kutschke, Robin Krauße oder Marcel Gaus, die Führungsaufgaben übernehmen. „Das klappt super, sie nehmen diese Rolle an“, lobt Saibene.

Mit einem Erfolg gegen Würzburg würde der FC Ingolstadt vorübergehend die Tabellenführung in der 3. Liga übernehmen (Spitzenreiter Braunschweig spielt erst am Sonntag gegen Duisburg). Die Euphorie, sie würde im Klub und im Umfeld weiter steigen.

Mögliche Aufstellungen

FC Ingolstadt Buntic – Kurzweg, Paulsen, Kotzke, Gaus – Beister, Krauße, Pintidis, Wolfram – Kutschke, Kaya.

Würzburger Kickers Verstappen – Schweers, Hansen, Schuppan – Hemmerich, Gnaase, Sontheimer, Hägele, Kaufmann – Widemann, Pfeiffer.

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