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FC Ingolstadt

19.04.2015

„Eine unfassbare Mannschaft“

Geschlossenheit: Die Spieler des FC Ingolstadt betonen ein ums andere Mal den außergewöhnlichen Teamgeist in ihrer Mannschaft.
Bild: Roland Geier

2. Liga Der Aufstieg des FC Ingolstadt rückt nach dem 3:2 gegen Fortuna Düsseldorf und den erneuten Patzern der Verfolger in greifbare Nähe. Spieler schwärmen von der tollen Moral

Ingolstadt Alfredo Morales hatte am Freitagabend nach dem Last-Minute-3:2-Sieg des FC Ingolstadt gegen Fortuna Düsseldorf eine eigene Ansicht der Dinge. „Ich bin so froh, dass ich meinen Elfmeter verschossen habe“, sagte Morales grinsend.

Was ungewöhnlich wirkt, trägt in der Tat einen Wahrheitsgehalt mit sich. Morales hatte es auf dem Fuß gehabt, für einen ruhigen Fußballabend im Audi-Sportpark zu sorgen. 29 Minuten waren gespielt, als es Elfmeter für die Schanzer und wegen Notbremse eine Rote Karte für Düsseldorf gab. Aber Morales scheiterte und ermöglichte somit erst einen „einzigartigen“ (Ralph Hasenhüttl) Abend voller Leidenschaft und riesiger Emotionen.

Düsseldorf ging in Unterzahl zweimal in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich durch Moritz Hartmann (65.) folgte die Wende in den letzten Minuten. Zunächst schraubte sich Mathew Leckie in die Höhe und köpfte den Ausgleich (86.). Dann brachen in der sechsten Minute der Nachspielzeit alle Dämme, als Marvin Matip den 3:2-Siegtreffer erzielte. Morales, ausgewechselt und da schon gar nicht mehr auf dem Platz, sagte sichtlich erleichtert: „Es war so spannend, ich bin ausgerastet auf der Bank. Solche Spiele sind so wichtig.“ Ein solcher, kaum mehr für möglich gehaltener Erfolg, kann einem Team einen zusätzlichen Schub geben. Das weiß Morales und es erklärt seine Aussage zum verschossenen Elfmeter. Dieser Spielverlauf mit der späten Wende zeige, meinte Morales, „eine unfassbare Mannschaft“ zu sein.

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Zum ersten Mal schaffte es der FC Ingolstadt damit in der laufenden Saison, eine Partie nach einem Rückstand noch komplett in einen Sieg zu drehen. „Schon mit einem Punkt wäre ich zufrieden gewesen“, sagte Ralph Hasenhüttl. Dass es noch zum Sieg gereicht habe, sei „unglaublich wichtig für die Moral und gibt uns zusätzlichen Schwung“.

Der Siegtreffer von Marvin Matip war unterdessen nicht der erste Treffer in der Nachspielzeit, der noch Punkte brachte. Schon in den Heimspielen gegen den SV Darmstadt 98 (2:2-Ausgleich durch Karls-Heinz Lappe in der 93. Minute) und gegen Union Berlin (3:3 durch Andre Mijatovic in der 91.) schlugen die Schanzer in der Nachspielzeit zu.

Marvin Matip fand euphorische Worte: „Ich habe jetzt schon wieder richtig Bock auf die Partie bei Union Berlin und Lust, mit dieser Truppe zu arbeiten“, sagte der Kapitän nach dem Sieg gegen Düsseldorf, „die Gier in der Mannschaft ist unbeschreiblich“.

Nach zwei freien Tagen beginnen die Schanzer am morgigen Dienstag mit der Vorbereitung auf das Spiel am kommenden Sonntag in der Landeshauptstadt. Fehlen werden bei Union Berlin die Brasilianer Danilo Soares und Roger, die jeweils ihre fünfte Gelbe Karte kassierten.

Fünf Spiele sind in der 2. Liga noch zu absolvieren. Nach den Unentschieden von Darmstadt 98 (1:1 gegen Heidenheim) und Karlsruhe (0:0 in Sandhausen) haben die Schanzer nun acht Punkte Vorsprung auf den Dritten und neun Zähler auf den Vierten. Alles spricht dafür, dass es mit der Aufstiegsfeier bald einen noch größeren Jubel in Ingolstadt geben wird, als nach dem 3:2-Siegtreffer am Freitagabend.

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