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FC Ingolstadt

18.10.2019

Elva und seine speziellen Vornamen

Angekommen: Caniggia Elva ist wieder völlig fit und dürfte am Samstag gegen den Chemnitzer FC zur Startelf des FC Ingolstadt gehören.

Der Vater des Offensivspielers hat seine Söhne nach ehemaligen Fußballgrößen benannt. Nun will Caniggia Ginola Elva sein Talent beim FC Ingolstadt unter Beweis stellen.

Titus Elva spielte einst nicht nur für die lucianische Nationalmannschaft, er war auch ein riesiger Fußballfan. Speziell des argentinischen, wie die Namen seiner Söhne zeigen.

„Mein Vater liebte Fußball, deswegen bin ich zu meinem Namen gekommen“, erzählt Caniggia Ginola Elva, der seit dieser Saison für den FC Ingolstadt spielt, mit einem Schmunzeln. Seinen ersten Vornamen hat er dem ehemaligen argentinischen Nationalspieler (50 Länderspiele) Claudio Caniggia zu verdanken, der sein Heimatland bei der Weltmeisterschaft 1990 ins Finale gegen Deutschland schoss. Nicht minder bekannt ist David Ginola. Der war Franzose, ist aus seiner Zeit bei Paris St. Germain und Tottenham Hotspur in Erinnerung geblieben.

Elva: Über den VfB Stuttgart II und Würzburg nach Ingolstadt

So weit wie die beiden ehemaligen Stars hat es Caniggia Elva sportlich noch nicht gebracht. Über die zweite Mannschaft von Racing Straßburg landete der damals 17-Jährige beim VfB Stuttgart II, für den er in der Regionalliga und 3. Liga zum Einsatz kam. Nach einer Zwischenstation bei den Würzburger Kickers schloss sich der 23-Jährige im Sommer dem FC Ingolstadt an. Wegen Knieproblemen, die ihn bereits in der vergangenen Saison begleiteten, absolvierte der Offensivspieler erstmals beim jüngsten 5:1-Erfolg der Schanzer in Großaspach ein Spiel über 90 Minuten. Und überzeugte mit zwei Vorlagen und einem Tor, das er mit einem Salto-Jubel feierte. „Mein Gott, Junge, muss das sein“, habe er sich bei der akrobatischen Einlage seines Spielers gedacht, sagt Trainer Jeff Saibene zwar, doch ein Verbot werde er nicht aussprechen. „Er macht das ja ganz gut.“

Elva und seine speziellen Vornamen

FC Ingolstadt: Elvas Knieprobleme sind abgeklungen

Elva erzählt, er habe seine akrobatischen Fähigkeiten in seiner Kindheit gelernt. Beim Spielen mit Freunden, am Strand des karibischen Inselstaates St. Lucia, wo er aufgewachsen ist. Als Vorbild diente sein Vater, der seine Tore mit einem Flick-Flack feierte. Im Alter von elf Jahren zog es Elva nach Kanada, um in Calgary eine mögliche Fußballkarriere voranzutreiben. Es klappte. Vor knapp vier Jahren nahm er die kanadische Staatsbürgerschaft an, lief zweimal für die U-23-Nationalmannschaft auf. Für das A-Team hat es noch nicht gereicht, da Elva bei zwei Nominierungen großes Pech hatte. Einmal verletzte er sich im Training, einmal stellte ihn sein damaliger Verein VfB Stuttgart nicht frei, weil er sich mitten im Abstiegskampf befand. Das große Ziel hat Elva noch nicht aufgegeben. „Die Nationalmannschaft ist immer ein Traum“, sagt er und fügt professionell hinzu: „Erst einmal muss ich mich auf den FC Ingolstadt konzentrieren und hier Leistung bringen.“

Elva ist dabei, sein Vorhaben umzusetzen. Die Fitness werde „immer besser“, das Knie mache keine Probleme mehr. Die Ingolstädter Anhänger können hoffen, künftig einen Elva in voller Leistungsstärke zu sehen. „Er ist robust, schnell, kopfballstark und beidfüßig“, lobt Saibene seinen Rechtsaußen, der eigentlich lieber im Sturmzentrum spielen möchte. Doch Saibene setzt darauf, dass Elvas Geschwindigkeit außen besser zur Geltung kommt.


Eine Eigenschaft, die der Profi in seiner Kindheit erlangt hat. „Früher habe ich auch Leichtathletik gemacht, daher kommt wohl meine Schnelligkeit“, meint Elva, bei dessen Brüdern Vater Titus bei der Namensgebung ähnlich kreativ vorgegangen ist.

Saviola Diego Elva heißt der eine, Riquelme Elva der andere. Namen, die in der Fußballgeschichte eine bedeutende Rolle einnehmen. Genauso wie Caniggia und Ginola.

Zum Spiel: Kurzweg und Gaus fehlen gesperrt

„Wir müssen schauen, dass wir drei Punkte holen“, sagt Elva über das Spiel am heutigen Samstag (14 Uhr) gegen den Tabellen-19. Chemnitzer FC. Bis auf die verletzten Agi Diawusie und Patrick Sussek sowie die gesperrten Peter Kurzweg und Marcel Gaus stehen alle Spieler zur Verfügung. Der wiedergenesene Frederic Ananou holt sich zunächst in der zweiten Mannschaft Spielpraxis.

Mögliche Aufstellungen

FC Ingolstadt Buntic – Heinloth, Antonitsch, Paulsen, Büch – Elva, Krauße, Thalhammer, Wolfram – Kutschke, Eckert Ayensa.

Chemnitzer FC Jakubov – Itter, Schoppenhauer, Reddemann, Milde – Bohl, Langer – Bonga, Tallig, Garcia – Hosiner.

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