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FC Ingolstadt

29.11.2018

„Es ging immer ums Überleben“

Trifft mit dem FCI auf den Hamburger SV: Kapitän Marvin Matip. 

Marvin Matip spricht über die Entlassung von Alexander Nouri und die schwierige Situation beim FC Ingolstadt. Was ihm Hoffnung macht.   

Kein aktueller Spieler des FC Ingolstadt kennt den Verein besser als Marvin Matip, der seit seit 2010 bei den Schanzern spielt. Er erlebte mit dem Aufstieg in Bundesliga den Höhepunkt der Vereinsgeschichte, aber auch einige schwierigere Momente.

Doch zwei Trainerwechsel innerhalb einer Saison hat auch Matip noch nicht erlebt. „Dem geht natürlich ein Versagen der Mannschaft voraus“, so der Kapitän. „Das spricht nicht gerade für das Team. Man fühlt sich dafür verantwortlich.“ Doch warum hat es auch unter Alexander Nouri, der am Montag gehen musste, nicht geklappt? „Das ist schwierig zu sagen“, meint Matip und spricht von einigen ordentlichen aber auch vielen schlechten Spielen. „Es waren Partien dabei, in denen wir eine Halbzeit oder auch 80 Minuten lang nicht das gemacht haben, was wir uns vorgenommen haben.“

FC Ingolstadt: Matip glaubt an die Qualität

Befinden sich die Schanzer also in der schwierigsten Situation, seit er im Verein ist? Die Spielzeiten seien schwierig miteinander zu vergleichen, sagt Matip. „Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, ging es – unser Aufstiegsjahr ausgenommen – immer ums Überleben.“ Sowohl in der 2. Liga als auch in der Bundesliga, wo der Abstiegskampf „natürlich etwas schöner war.“ Einen großen Unterschied zu früheren Jahren nennt Matip dann doch: „Im Gegensatz zu den Spielzeiten 10/11 oder 11/12 haben wir jetzt eigentlich die bessere Mannschaft. Das lässt uns positiv nach vorne blicken.“ Matip ist nicht der erste, der die vermeintliche Qualität im Kader anspricht. Doch könnte das nicht auch ein Nachteil sein gegenüber Teams, die mit dem Ziel Klassenerhalt bereits in die Saison gehen? „Der ein oder andere Spieler ist mit anderen Voraussichten hergekommen“, gibt Matip zu. Er gestehe jedem zu, dass es etwas brauche, sich mit der neuen Situation zu arrangieren. Aber: „Es sind 14 Spiele absolviert. Es war genug Zeit vorhanden, sich mental auf den Abstiegskampf einzustellen.“

Matip fordert Punkte gegen den Hamburger SV

 Wille und Leidenschaft wird am morgigen Samstag (13 Uhr) gefragt sein, um Tabellenführer Hamburger SV ein Bein zu stellen. Obwohl der HSV mehr Qualität im Kader habe, „müssen wir unbedingt punkten. Am besten dreifach“, so Matip. Auf der Bank des FCI wird Interimstrainer Roberto Pätzold sitzen. „Positiv ist, dass er die Mannschaft im Großen und Ganzen kennt. Er hat versucht, eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Er brennt auf das Spiel. Wir brennen auf das Spiel.“ Worten, denen der FCI nun Taten folgen lassen sollte.

Gerade für Matip wäre ein Abstieg eine große Enttäuschung. „Der FC Ingolstadt ist mein Verein. Ich habe viel für ihn getan. Er hat viel für mich getan.“ Für seine Person könne er versprechen, so Matip, „alles für diesen Verein zu tun, um aus dieser Situation herauszukommen und in der 2. Liga zu bleiben“.

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