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FC Ingolstadt
22.10.2021

0:1 in Aue: FC Ingolstadt ist Tabellenletzter nach dem Gruselkick

Hätte mit seinem Kopfball in der Nachspielzeit beinahe noch für den 1:1-Ausgleichstreffer gesorgt: Ingolstadts Kapitän Stefan Kutschke (links, hier im Duell mit Aues Sam Schreck).
Foto: dpa

Der FC Erzgebirge Aue und FC Ingolstadt liefern sich ein unansehnliches Kellerduell. Ausgerechnet der Fehler eines Debütanten ebnet den Hausherren den Weg zum 1:0-Sieg

Der FC Ingolstadt kommt in der 2. Fußball-Bundesliga einfach nicht vom Fleck – und wenn, dann geht es auch noch in die „verkehrte“ Richtung! Nach der 0:1-Niederlage am Freitagabend im Kellerduell beim FC Erzgebirge Aue rutschten die Schanzer, die in Sachen Offensive einen spielerischen Offenbarungseid ablieferten, auf den letzten Tabellenplatz. In dieser Verfassung ist der aktuell auch noch personell arg gebeutelte Aufsteiger absolut nicht zweitligatauglich.

Im Vergleich zum letztwöchigen 1:1-Unentschieden gegen Holstein Kiel hatte Ingolstadts Cheftrainer André Schubert seine Startformation lediglich auf einer Position verändert – dies jedoch „gezwungenermaßen! Für Rico Preißinger, der im Duell mit den Kieler „Störchen“ seine fünfte Gelbe Karte gesehen hatte und deshalb zum Zuschauen verurteilt war, zauberte Schubert überraschend Fabian Cavadias aus dem Hut. Der 20-Jährige war bislang nahezu ausschließlich in der Regionalliga-Mannschaft zum Einsatz gekommen, durfte allerdings bereits in der vergangenen Woche nach seiner Einwechslung gegen Kiel in der 90. Minute noch kurz Zweitliga-Luft schnuppern. In Aue folgte nun die erstmalige Beförderung in die Anfangself der Schanzer Profimannschaft. Dies hatte allerdings neben der Zwangspause Preißingers auch damit zu tun, dass sich im Vorfeld mit Christian Gebauer ein weiterer Akteur kurzfristig verletzungsbedingt abgemeldet hatte.

Hausherren erwischen den besseren Start

Die Hausherren erwischten den besseren Start und schnürten die Oberbayern in der Anfangsphase regelrecht in deren Hälfte ein. Viel hätte nicht gefehlt und das Schlusslicht wäre bereits nach 120 Sekunden in Führung gegangen. Nach einem Zuspiel von Dimitrij Nazarov in den FCI-Strafraum zögerte Fabijan Buntic einen kurzen Augenblick und ermöglichte Ben Zolinski somit die Möglichkeit, noch an den Ball zu kommen. Doch im „Eins-gegen-Eins-Duell“ machte der Ingolstädter Schlussmann seine kleine Unsicherheit wieder wett und parierte erstklassig (3.).

Erst nach und nach konnten sich die Schanzer aus der Umklammerung der Hausherren lösen und das Geschehen auch einmal in die gegnerische Hälfte verlagern. Mehr noch: Im Umschaltspiel bot sich den Schubert-Schützlingen sogar immer wieder reichlich Platz und Möglichkeiten, um die alles andere als sattelfeste wirkende Hintermannschaft der Auer in Verlegenheit zu bringen. Doch mit zahlreichen Fehlpässen und schlechten Entscheidungen brachten sich die Ingolstädter immer wieder um ihre Chancen. So musste Erzgebirge-Torhüter Martin Männel im ersten Abschnitt keinen einzigen Schuss auf sein Gehäuse parieren! Da auch die Einheimischen „eindrucksvoll“ untermauerten, warum sie im Tabellenkeller feststeckten, boten beide Teams bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Nicolas Winter einen wahren „Gruselkick“. Einziger - jedoch aus FCI-Sicht bitterer – Höhepunkt bis dahin: Angreifer Dennis Eckert Ayensa fiel nach einem Foulspiel von Sören Gonther derart unglücklich auf seine Schulter, dass er in der 35. Minute mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch ausgewechselt werden musste. Für ihn kam Fatih Kaya.

Omar Sijaric erzielt den Siegtreffer für Aue

Auch nach dem Wiederbeginn blieb diese Partie auf einem erschreckenden Niveau. Da war es nicht verwunderlich, dass ein böser Schnitzer herhalten musste, damit überhaupt ein Treffer in diesem Match fiel. „Unglücksrabe“ war dabei ausgerechnet Ingolstadts Youngster Fabian Cavadias: Der eingewechselte Omar Sijaric nahm dem Debütanten den Ball ab und vollendete aus 16 Metern unhaltbar für Buntic zum 1:0 (62.).

In der hektischen Schlussphase, in der sich Aues Clemens Fandrich noch die Rote Karte einhandelte, als er sich beim Linienrichter beschweren und diesem dabei mit seiner "feuchten Aussprache" offensichtlich ins Auge spuckte (89.), wäre dem FCI dann beinahe doch noch der glückliche Ausgleich gelungen. Eine Kopfball-Verlängerung von Stefan Kutschke ging aber nur den Außenpfosten (90.+5).

Erzgebirge Aue: Männel – Barylla, Gonther, Bussmann, Strauß – Fandrich, Schreck – N. Kühn (60. Hochscheidt), Zolinski (53. Sijaric) – Nazarov (84. Trujic), Jonjic.

FC Ingolstadt: Buntic – Cavadias, Antonitsch, Keller – Heinloth, Gaus – Linsmayer (59. Röhl) – Stendera, Bilbija (81. Beister) – Eckert Ayensa (35. Kaya), Kutschke.

Tore: 1:0 Sijaric (62.). – Rote Karten: Fandrich (89./Unsportlichkeit). – Schiedsrichter: Nicolas Winter (Scheibenhardt) – Zuschauer: 7349.

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