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FC Ingolstadt
06.11.2021

1:2 in Paderborn: „Es tut richtig weh, nichts Zählbares mitzunehmen“

Und wieder jubelt der Gegner: Ingolstadts Dominik Franke (links) möchte gar nicht hinsehen, wie sich die Paderborner in den Armen liegen.
Foto: dpa

Trotz einer über weite Strecken ansprechenden Leistung kassiert Schlusslicht FC Ingolstadt beim SC Paderborn eine 1:2-Niederlage. Kapitän Stefan Kutschke verschießt dabei einen Strafstoß.

Der FC Ingolstadt 04 bleibt im achten Spiel in Folge in der 2. Fußball-Bundesliga sieglos und droht nach der 1:2-Niederlage gegen den SC Paderborn 07 das rettende Ufer immer weiter aus den Augen zu verlieren. Durch die neuerliche „Nullnummer“ beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz bereits acht Punkte. „Das, was für uns in dieser Partie nicht stimmt, ist das Ergebnis. Ansonsten sind wir mit dem Spiel zufrieden. Man muss hier immer die Ausgangssituationen der Mannschaften sehen“, meinte André Schubert nach dem Schlusspfiff.

Der FCI-Trainer hatte seine Startelf auf drei Positionen verändert. Maximilian Beister (für Fatih Kaya) und Jonatan Kotzke (für Nils Röseler) feierte ihr Saisondebüt. Kapitän Stefan Kutschke (für Merlin Röhl) kehrte nach seiner Erkrankung wieder zurück.

Gastgeber haben zunächst ein klares Chancenplus

Im ersten Durchgang hatte Paderborn ein klares Chancenplus. Stefan Kutschke klärte zunächst eine gefährliche Ecke (8.). Im Anschluss verfehlte Sven Michel den Führungstreffer nur knapp. Beister, der bisher stets als Einwechselspieler oder „Bankdrücker“ agierte, scheiterte mit seinem Schuss an SCP-Schlussmann Jannik Huth. In der 27. Minute entschärfte Fabijan Buntic mit einem starken Reflex den Schuss von Julian Justvan. Mit einem torlosen Remis ging es schließlich in die Kabinen.

Zehn Sekunden nach Wiederanpfiff zeigte Schiedsrichter Bastian Dankert dann auf den Elfmeterpunkt. Beister wurde von Jasper van der Werff gefoult. Der Strafstoß wurde noch überprüft, sodass sich die Ausführung verzögerte. Kutschke schritt zur Tat, doch Huth konnte die Schanzer Führung verhindern. Unverständnis bei den Gästen löste dann das fehlende Einschreiten des Video-Schiedsrichters bei Beisters vermeintlichem Führungstreffer aus. In der 52. Minute netzte er ein, doch das Tor wurde nicht gegeben, da Kutschke im Abseits stand. Letzterer griff jedoch nicht aktiv ins Geschehen ein.

Paderborn triff nun fokussierter auf

Diese beiden Szenen sorgten dafür, dass Paderborn nun fokussierter auftrat. „Der Elfmeter und das Abseitstor haben uns wachgerüttelt“, sagte Paderborns Schlussmann Huth. Torjäger Michel brachte die Ostwestfalen schließlich in Führung (56.). Er tanzte an der Strafraumkante die viel zu passiven Michael Heinloth und Marc Stendera aus und schoss den Ball ins lange Eck. Zehn Minuten später kam Thomas Keller zu spät, sodass Felix Platte aus acht Metern zum 2:0 einschieben konnte (65.). Der bisherige Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Hoffnung keimte bei den Oberbayern nochmals auf, als der eingewechselte Fatih Kaya in der 71. Minute auf 1:2 verkürzte. Aber einzig Marcel Gaus hatte mit einem verzogenen Schuss, der aufs Tornetz ging, noch eine gefährliche Chance zum Ausgleich.

In der Offensive hatten die Schanzer zweifelsohne Pech. Doch in der Defensive verhinderte eigenes Unvermögen einen nicht unverdienten Punktgewinn. „Wenn wir diese Leistung weiter konstant zeigen können, werden wir auch Punkte holen“, gab sich Schubert optimistisch. Auch Marc Stendera zeigte sich kämpferisch: „Wir haben offensiv unser vielleicht bestes Saisonspiel gemacht. Trotzdem tut es richtig weh, nichts Zählbares mitzunehmen. Uns kriegt dennoch keiner so leicht unter, auch wenn uns schon alle anderen abschreiben.“

Der FC Ingolstadt kann nun in der Länderspiel-Pause seine Wunden lecken, ehe er am 21. November den Karlsruher SC erwartet.

SC Paderborn 07: J. Huth – Yalcin, Hünemeier, Van Der Werff (73. Correia), Collins (46. Srbeny) – Schallenberg, Schuster – Justvan (85. Carls), Pröger (79. Heuer) – Platte (73. Owusu), S. Michel.

FC Ingolstadt 04: Buntic – Kotzke, Antonitsch, Keller – Heinloth (81. Cavadias), Preißinger (87. Boujellab), Gaus (81. Franke) – Stendera (87. Röhl), Linsmayer (68. Kaya) – Beister, Kutschke.

Tore: 1:0 S. Michel (56.), 2:0 Platte (65.), 2:1 Kaya (71.). – Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock). – Zuschauer: 6625.

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