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FC Ingolstadt

25.11.2018

FC Ingolstadt: Der Niedergang geht weiter

Es geht abwärts: Auch wenn Philipp Heerwagen diesen Schuss von Moussa Koné abwehren kann, unterlag der FC Ingolstadt in Dresden mit 0:2.

FC Ingolstadt verliert bei Dynamo Dresden mit 0:2 und wartet seit zehn Spielen auf einen Sieg. Warum das Spiel kurz nach Beginn praktisch schon entschieden war

Der Negativlauf des FC Ingolstadt nimmt kein Ende. Nach der 0:2-Niederlage bei Dynamo Dresden warten die Schanzer seit zehn Spielen auf einen Sieg und bleiben Schlusslicht der 2. Liga.

Die erste Halbzeit im Rudolf-Harbig-Stadion hätte für den FCI nicht schlechter beginnen können und wurde zu einem wahren Fiasko. Phil Neumann sah nach einem Foul im Strafraum an Dresdens Moussa Koné bereits nach fünf Minuten die Rote Karte. Eine Entscheidung, über die Ingolstädter alles andere als glücklich waren. „Den Elfmeter kann er geben. Aber dieses Foul ist maximal gelb. Nach den neuen Regeln, gibt es bei so einer Aktion keine Doppelbestrafung mehr“, schimpfte Kapitän Marvin Matip. Den Elfmeter verwandelte der Ex-Ingolstädter Patrick Ebert zur Führung für die Sachsen. Der nächste Nackenschlag folgte für die Schanzer bereits in der 16. Minute. Patrick Ebert bediente mit einem Pass aus dem Halbfeld Koné, der aus acht Metern zum 2:0 einschob. „Wir sind früh in Unterzahl geraten und kassieren ein dummes 0:2. Und dann läufst du natürlich nur hinterher“, stellte Matip fest. Geschäftsführer Harald Gärtner sah allerdings auch ein Einstellungsproblem: „Ich konnte nicht viel davon sehen, dass die Mannschaft dieses Spiel annimmt. Die ersten zehn Minuten sprechen für mich Bände.“

Trainer Alexander Nouri musste bereits früh mit einem taktischen Wechsel reagieren. Lucas Galvao wurde durch Robin Krauße ersetzt. Die Schanzer stellten in Unterzahl auf eine Viererkette um. Die Dresdner, die zuletzt 1:8 in Köln verloren hatten, sprühten vor Spielfreude und starteten einen Angriff nachdem nächsten. In den letzten zehn Minuten vor der Halbzeit zeigte sich die FCI-Abwehr hoffnungslos überfordert. Insbesondere Dresdens Top-Torjäger Koné schaffte es immer wieder, den Schanzern zu entwischen. Und so erspielten sich die Gastgeber in diese Zeit vier Großchancen. Eberts Flanke wurde zum gefährlichen Torschuss, den FCI-Schlussmann Philipp Heerwagen in letzter Sekunde zur Ecke klärte (30.). Dann entwischte wieder Koné, der aus 20 Metern abzog. Heerwagen konnte im Nachfassen den Ball halten. Dann war der FCITorhüter doppelt zur Stelle, erst gegen Dresdens Jannik Müller (37.), dann erneut gegen Koné, der drei Ingolstädter Verteidiger ausgespielt hatte (39.). Mit dem 0:2-Rückstand zur Halbzeitpause waren die Schanzer also gut bedient.

Nachdem Seitenwechsel kam Dresden zwar engagiert aus der Kabine, agierte allerdings nicht mehr so offensiv wie zuvor, sondern beschränkte sich aufs Verteidigen. Die Schanzer fanden langsam in die Partie. Trotzdem dauerte es bis zur 65. Minute, ehe das Tabellenschlusslicht zu den ersten gefährlichen Tormöglichkeiten kam. Der Kopfball des eingewechselten Dario Lezcano verfehlte knapp das Tor (65.). Dann setzte Konstantin Kerschbaumer Almog Cohen in Szene, doch der bekam nicht genug Druck hinter seinen Abschluss. In der 75. Minute verpasste Osayamen Osawe die Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Sein Schuss ging an den Pfosten. Der Nachschuss von Frederic Ananou traf den Rücken von Mitspieler Konstantin Kerschbaumer. „Diese Situation ist sinnbildlich für unsere Saison. Wir müssen jetzt endlich den Bock umstoßen, auch wenn sich das jetzt wieder phrasenmäßig anhört“, sagte Matip.

Robin Krauße hat der Optimismus trotzdem noch nicht verlassen: „Im zweiten Durchgang haben wir uns ein paar gute Situationen erspielt. Nächste Woche ist ein neues Spiel und eine neue Chance. Auch wenn wir das schon oft gesagt haben. Weitermachen und Brust raus.“

Dynamo Dresden M. Schubert – J. Müller, Mar. Hartmann (46. Gonther), Hamalainen – Wahlqvist, Nikolaou, Benatelli, Kreuzer – Ebert (79. Berko), Kone, Atik (73. Aosman) FC Ingolstadt 04 Heerwagen – Neumann, Matip, Galvao (22. Krauße) – Gimber, Ananou, Kerschbaumer, Cohen – Otavio Rosa da Silva – Kutschke (64. Lezcano), Osawe (82. Kittel)

Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck (Freiberg am Neckar) – Zuschauer 26853 – Tore 1:0 Ebert (7./Foulelfmeter), 2:0 Kone (16.) – Rote Karte Neumann (5./Notbremse).

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