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FC Ingolstadt
26.03.2021

FC Ingolstadt gastiert bei 1860 München: Pokalduell mit Testspielcharakter

Fällt aus: Rico Preißinger (rechts) hat sich erneut an der Schulter verletzt, wird länger fehlen und dem FC Ingolstadt somit im Pokalspiel bei 1860 München nicht zur Verfügung stehen.
Foto: Roland Geier

Der FC Ingolstadt gastiert im bayerischen Toto-Pokal bei 1860 München. Welche Bedeutung der Wettbewerb für die Vereine hat und mit welchem Personal FCI-Trainer Tomas Oral das Derby angehen will.

Die 3. Liga befindet sich in der Länderspielpause. Gefordert sind die bayerischen Drittligisten dennoch, da der Bayerische Fußballverband Spiele im Toto-Pokal angesetzt hat. Im Halbfinale kommt es dabei am Samstag (14 Uhr) zum Duell zwischen 1860 München und dem FC Ingolstadt.

So läuft der Pokal Der bayerische Toto-Pokal läuft wegen Corona heuer in einem Ausnahme-Modus. Die vier bayerischen Drittligisten gehen als Qualifikanten in den Cup. Im ersten Halbfinale besiegte Türkgücü München die SpVgg Unterhaching mit 2:0 und tritt am Dienstag im Endspiel beim Sieger der Partie zwischen Sechzig und dem FC Ingolstadt an. Der Gewinner des Finales hätte im weiteren Wettbewerb, der mit dem Viertelfinale beginnt, nur noch unterklassige Mannschaften (vier Teams des Regionalliga-Pokals und drei unterklassige Amateurvereine) als Gegner und es damit leichter, den Titel zu holen und sich dadurch für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Der ist finanziell lukrativ und gerade in Corona-Zeiten für viele Vereine erstrebenswert. Doch es stellt sich die Frage, wie es überhaupt mit dem Toto-Pokal weitergehen wird, da sich der Amateurfußball noch auf unbestimmte Zeit im Winterschlaf befindet. Daher könnte die Prophezeiung von Tomas Oral durchaus eintreten: „Ich glaube“, sagt der Trainer der Schanzer, „dass am Dienstag bereits das Endspiel ist.“

FC Ingolstadt kann sich über die Liga qualifizieren

Bedeutung des Pokals Grundsätzlich ist er von Bedeutung, da sich ein Titelgewinn auf dem Briefkopf eines Vereins gut macht. Und eben die Qualifikation für den DFB-Pokal winkt. Allerdings wäre da ja auch noch die zweite Option. Wer es in der 3. Liga auf die Plätze eins bis vier schafft, ist ebenfalls im DFB-Pokal dabei. Während Sechzig (48 Punkte) als Vierter bei drei Punkten Vorsprung auf den Fünften Verl und den Sechsten Saarbrücken (je 45) noch bangen muss, scheint die Teilnahme des FC Ingolstadt (57) bei zwölf Punkten Vorsprung sicher zu sein. Somit hat der Toto-Pokal für Türkgücü München wohl den größten Stellenwert, denn als Achter erscheint die Qualifikation über die Liga aussichtslos. Dennoch sagt FCI-Trainer Tomas Oral: „Wir wollen unbedingt weiterkommen und den Pokal gewinnen.“ Die Partie gegen 1860 habe „viel Prestige“ und sei „ein Derby“, was einen zusätzlichen Reiz schaffe. Aber passt ein mögliches Spiel gegen Türkgücü am Dienstag überhaupt in den Plan? „Da wir dienstags und mittwochs ohnehin wettkampfnah trainieren, macht das keinen Unterschied“, so Oral.

FC Ingolstadt: Preißinger fällt erneut aus

Personal Trotz dieser Aussage wird Oral nicht seine Stammformation der vergangenen Wochen aufbieten und einigen Reservisten Einsatzminuten verschaffen. „Einige Spieler hatten zuletzt wenig Einsatzzeit. Sie brauchen unbedingt Wettkampfpraxis für den Endspurt in der Liga.“ Wobei der Trainer das Wort Stammspieler nicht gerne hört. „Ich tue mich schwer, im Covid-Zeitalter über Stammspieler zu sprechen. Jeder Spieler ist gefragt.“ Verletzungsbedingt länger nicht zur Verfügung stehen den Schanzern Björn Paulsen, Dennis Eckert Eyensa und Rico Preißinger. Während bei Paulsen und Eckert Ayensa (Schulter) die Hoffnung besteht, dass sie in zwei Wochen wieder zurückkehren, müssen die Schanzer wohl erneut länger ohne Preißinger auskommen. „Er hat sich im Training an der Schulter verletzt und das an der gleichen Stelle, die bereits für einen längeren Ausfall gesorgt hat“, berichtet Oral. Ebenfalls nicht zur Verfügung stehen in München Michael Heinloth (Schienbeinmuskel), Caniggia Elva (Achillessehne) und Jonatan Kotzke (Sprunggelenk). Alle drei werden voraussichtlich im nächsten Ligaspiel am Samstag, 3. April (14 Uhr), beim 1. FC Magdeburg wieder mitwirken können. Folglich bietet das Pokalspiel einigen Spielern die Möglichkeit, für den Ligaendspurt auf sich aufmerksam zu machen. Im Grünwalder Stadion wird etwa Ersatztorhüter Robert Jendrusch sein Pflichtspieldebüt für den FCI geben. Oral: „Robert kann sich nach seiner Verletzungspause präsentieren.“ Fabijan Buntic bleibe gesetzt, erhalte im Toto-Pokal aber eine Auszeit. Kandidaten für die Startelf sind zudem Nico Antonitsch, Robin Krauße, Jalen Hawkins, Patrick Sussek, Maximilian Beister oder Justin Butler. Während Youngster Sussek viel Lob von seinem Trainer erhält („Patrick performt super im Training, bekommt leider nicht die Möglichkeit, zu spielen. Er kann in Zukunft zum Stammpersonal zählen.“), scheint Beister keine Rolle mehr zu spielen. Oral: „Die Jungen machen den Arrivierten das Leben schwer. Dann gilt das Leistungsprinzip. Am Ende des Tages liegt es am Spieler und nicht an mir.“

1860 München muss auf Semi Belkahia verzichten. Dies teilte Trainer Michael Köllner, der „unbedingt“ weiterkommen will, am Freitag mit. Ebenfalls fehlen werden die Langzeitverletzten Quirin Moll und Tim Linsbichler.

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