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FC Ingolstadt
18.06.2021

Metzelder: „Wollen an drei oder vier Stellschrauben drehen“

Mit dem FC Ingolstadt in die 2. Liga: Manager Malte Metzelder (links) und Cheftrainer Roberto Pätzold (rechts), die am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt wurden.
Foto: Dirk Sing

Nach dem Aufstieg in die 2. Liga haben die Schanzer ihre sportliche Führung ausgetauscht. Mit Cheftrainer Roberto Pätzold und Manager Malte Metzelder setzt der FCI auf eine Nachfolge-Lösung mit „Stallgeruch“. Was sich das neue Duo vornimmt.

Es waren durchaus zwei ordentliche Paukenschläge, als der FC Ingolstadt innerhalb von wenigen Tagen nach dem Aufstieg in die 2. Liga nacheinander die Trennung von Cheftrainer Tomas Oral und Sportdirektor Michael Henke bekanntgab. Die Neuaufstellung in diesem Bereich ließ freilich ebenfalls nicht lange auf sich warten: Während Roberto Pätzold (zuvor U19-Trainer) künftig als Trainer fungieren wird, kehrt Ex-Spieler Malte Metzelder als „Manager Profifußball“ zu den Schanzern zurück. Das neue FCI-Duo wurde am Freitag in einer Presserunde offiziell vorgestellt.

Roberto Pätzold über...

...seine neue Herausforderung als Cheftrainer der Profimannschaft des FC Ingolstadt: „Meine ersten Tage waren geprägt von einer großen Vorfreude und Stolz, das Vertrauen der Verantwortlichen bekommen zu haben. Mein Vorteil ist sicherlich, dass ich die handelnden Personen bereits allesamt kenne – ebenso wie einen Großteil der Mannschaft. Was für diese Entscheidung aber sicherlich der wichtigste Punkt war: Dass mich die Entscheidungsträger in unserem Verein ebenfalls bestens kennen und mich sowohl als Person als auch Trainer einschätzen können! Es wird definitiv eine spannende Aufgabe mit einem großen Ziel werden. Wir freuen uns daher auf eine tolle und geniale Saison mit hoffentlich vielen Zuschauern.“

...die Art und Weise, wie seine Mannschaft künftig Fußballspielen soll: „Zunächst einmal wird es als Aufsteiger unser primäres Ziel sein, den Klassenerhalt zu schaffen. Aus diesem Grund möchte ich eigentlich gar nicht zu viel verraten, damit wir zumindest in den ersten Partien das Überraschungsmomentum noch auf unserer Seite haben. Grundsätzlich gehe ich aber meine Herausforderungen immer auf die Art und Weise an, dass ich meine Ziele aus einer eigenen Aktivität heraus erreichen möchte. Deshalb ist sowohl mein Spiel mit als auch ohne Ball immer von einer hohen Intensität und Variabilität geprägt. Und genau das möchte ich auch mit meinem jetzigen Team in dieser starken 2. Liga umsetzen. Vieles hängt freilich auch davon ab, wie die individuelle Qualität innerhalb der Mannschaft ist. Dementsprechend muss man das Ganze an der einen oder anderen Stelle anpassen. Was das betrifft, sind wir von der Spielweise unter Tomas Oral nicht weit entfernt.“

...den Trainer Roberto Pätzold: „Ich bin sowohl im Training als auch Spiel nicht nur ein sehr fordernder, sondern auch aktiver Trainer. Für mich ist es wichtig, diese Emotionalität und Leidenschaft, die ich von meinem Team sehen möchte, selbst vorzuleben. Genau das macht für mich den Fußball aus. Ansonsten denke ich, dass ich eine fußballerische Fachkompetenz, Ideen und Prinzipien habe, die sich hin und wieder von denen unterscheiden, die andere Mannschaften oder Trainerkollegen bevorzugen. Hinzu kommt, dass ich eine gute Überzeugungskraft habe, was sich ja bereits in der Vergangenheit – beispielsweise bei der U19, als wir sehr erfolgreich waren – gezeigt hat.“

...das attraktive und hochkarätige Teilnehmerfeld in der 2. Liga: „Klar, wenn man über die 2. Liga spricht, dann fallen einem auf Anhieb der Hamburger SV, Schalke 04 und Werder Bremen ein. Nachdem ich jetzt schon seit sechs Jahren bei den Schanzern bin, habe ich auch schon miterleben dürfen, wie groß die regionale Konkurrenz ist. Dabei freue ich mich vor allem auf die Heimspiele gegen Regensburg und Nürnberg. Gerade gegen den Club besteht die Möglichkeit, ein kleines Stück Wiedergutmachung zu betreiben. Schade, dass das nicht schon ein Jahr früher geklappt hat. Da haben ich und unsere Jungs richtig Bock drauf. Da es in dieser Liga keine unattraktiven Gegner gibt, freue ich mich auf jedes Spiel.“

Malte Metzelder über...

...sein Aufgabengebiet als ’Manager Profifußball’ beim FC Ingolstadt: „Im Grunde betrifft es die ganzen Inhalte, die rund um die Mannschaft sind. Das betrifft freilich auch die Gebiete Trainer- und Funktionsteam, Scouting oder Saisonplanung. Natürlich wird es gerade am Anfang noch einige Überschneidungsfelder geben, sodass man das eine oder andere möglicherweise noch neu gestalten und definieren muss. Sprich: Wir befinden uns derzeit noch im Beginn eines Prozesses, wodurch wir noch nicht konkret sagen können, wie die einzelnen Themenfelder im Detail aussehen werden. Fakt ist jedoch, dass ich nahe an der Mannschaft sein und diese sehr eng begleiten werde.“

...seine ’Hausaufgaben’ in den kommenden Wochen: „Als ich hier angekommen bin, ging es zunächst einmal in erster Linie um viele organisatorische Dinge. Auch wenn ich den FC Ingolstadt kenne und glaube zu wissen, wie er funktioniert, hat sich der Verein ja auch weiterentwickelt. Dementsprechend gilt es, wieder reinzufinden und alles aufzusaugen. Was die Kaderplanung und -struktur betrifft: In diesem Bereich wurde ja schon – unabhängig vom sportlichen Abschneiden – im Hintergrund fleißig vorgearbeitet. Einige Themen wie die Verpflichtung von Jan-Hendrik Marx (Waldhof Mannheim, Anm. d. Red.) oder die Vertragsverlängerung von Tobias Schröck wurden schon über die Ziellinie gedrückt. Speziell in diese Inhalte gilt es nun weiter einzusteigen. Ansonsten steht natürlich auch das intensive Kennenlernen des Trainer- und Funktionsteams sowie der Mannschaft im Vordergrund.“

...die weitere Kaderplanung im Hinblick auf die 2. Liga: „Unser Grundsatz ist es, dass wir die Mannschaft verbessern wollen. Wenn wir also tätig werden, dann nur, wenn wir davon überzeugt sind, dass es sich bei diesem oder jenen Akteur um eine Verstärkung handelt. Dabei werden wir mit Sicherheit nicht das gesamte Team umkrempeln, sondern vielleicht an drei oder vier Stellschrauben drehen.“

...seinen künftigen (Sitz-)Platz bei den Spielen des FC Ingolstadt: „Ich denke, dass es absolut Sinn macht und wichtig ist, auch während der Punktspiele bei der Mannschaft und dem Trainerteam zu sein – immer vorausgesetzt natürlich, die Corona-Vorgaben lassen das auch zu. Ansonsten werde ich einige Stufen dahinter sitzen.“

Neuzugang: Yassin Ben Balla wechselt zum FC Ingolstadt

Der französische Mittelfeldspieler Yassin Ben Balla wechselt von Eintracht Braunschweig (30 Spiele, zwei Tore) zum FC Ingolstadt. Der 25-Jährige, der beim RC Lens ausgebildet wurde, kickte zuvor in Amiens und Zürich, ehe er den Weg nach Deutschland zu RW Oberhausen und den MSV Duisburg (35 Partien, vier Treffer) fand.

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