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FC Ingolstadt

08.01.2021

FC Ingolstadt: Orals Warnung vor Bequemlichkeit

Startet mit den Schanzern in die Restsaison der 3. Liga: Kapitän Stefan Kutschke trifft mit dem FC Ingolstadt am Sonntag auf den MSV Duisburg.
Bild: Roland Geier

Plus Der Trainer des FC Ingolstadt spricht über die Aussagekraft der Tabelle und das Spiel gegen den MSV Duisburg. Von welchen Spielern er sich eine Steigerung erhofft und warum er Wintertransfers nicht ausschließt.

Zeit zum Durchschnaufen hatten die Profis des FC Ingolstadt nicht. Nach einer kurzen Winterpause – das letzte Spiel (3:3 in Saarbrücken) liegt gerade einmal drei Wochen zurück – geht es für den FC Ingolstadt in der 3. Liga weiter. Am Sonntag (13 Uhr) empfangen die Schanzer den MSV Duisburg.

Ausgangslage Der FC Ingolstadt ist Zweiter und damit auf einem direkten Aufstiegsplatz. „Die Tabelle interessiert mich aktuell nicht“, sagt indes Trainer Tomas Oral. „Wichtig ist, das nächste Spiel anzugehen und an die Tugenden anzuknüpfen, die wir in den vergangenen Monaten gezeigt haben.“ Im spielerischen Bereich habe man „einen Zahn zugelegt“. Nun gelte es, im Spiel nach vorne durchschlagskräftiger zu werden und hinten eine „saubere Klärung und Restabsicherung“ zu haben. Der Blick auf die Tabelle sei „mühsam“, die Vergangenheit habe gezeigt, wie eng die 3. Liga ist. Oral: „Wer sich Überheblich- oder Bequemlichkeiten leistet, bekommt direkt einen verbraten.“ Zudem stelle die Corona-Pandemie ganz neue Herausforderungen. „Man kann keinen Trainingsplan erstellen, Spielausfälle verursachen zusätzliche englische Wochen.“

Winterpause Nach ein paar freien Tagen über Weihnachten, an denen die Spieler ein Programm absolvieren mussten, wurde zwischen den Jahren drei Tage mit Vollgas trainiert, wie Oral sagt. Danach hätten die Spieler noch einmal ein paar Tage frei bekommen und sind seit Sonntag wieder im Training.

FC Ingolstadt: Paulsen ist wieder fit

Personal Der FCI muss weiterhin auf Tobias Schröck, Dominik Franke (beide Aufbautraining) und Rico Preißinger, (Trainingsrückstand nach Schlüsselbeinfraktur) verzichten. Zudem fällt Maxilimian Beister (Nasennebenhöhlen-Entzündung) aus. Ilmari Niskanen, der ein paar Tage Extraurlaub in der Heimat bekam, ist wieder fit. Auch Björn Paulsen steht wieder zur Verfügung. Große Erwartungen hat Oral in Marc Stendera, der sein Potenzial in der bisherigen Saison lediglich andeutete. „Marc hat in den vergangenen Wochen gespürt, dass er bereit ist, 90 Minuten zu gehen“, sagt Oral. „Jetzt muss er mehr Verantwortung übernehmen und die Gier entwickeln, in jedem Spiel Dreh- und Angelpunkt zu sein.“ Oral will sehen, dass Stendera, dem Spiel „den Stempel aufdrückt. Marc hat noch viel Luft nach oben.“

Englische Woche Nach dem Heimspiel gegen Duisburg steht für die Schanzer am Mittwoch, 13. Januar (19 Uhr), das Nachholspiel beim FSV Zwickau an, dann geht es am Montag, 18. Januar (19 Uhr), bei 1860 München weiter. „Wir müssen die Dinge so akzeptieren und hinnehmen“, sagt Oral zwar, schiebt aber hinterher: „Das ist fragwürdig. Zwickau hat drei Nachholspiele, unseres müsste eigentlich das letzte sein.“

Fünf Wechsel Oral wurde in der Hinrunde nicht müde zu betonen, dass fünf Auswechslungen pro Spiel sinnvoll seien. Bisher waren in der 3. Liga nur drei erlaubt. Nun hat in der Liga ein Umdenken stattgefunden, ab dem 20. Spieltag (Rückrundenstart) sind fünf Wechsel möglich. Allerdings bleibt es bei einem Kader von 18 Spielern, was Oral missfällt. „Wenn wir in Anspruch nehmen, eine Profiliga zu sein, verstehe ich diese Entscheidung nicht. Wir machen jetzt mal fünf Auswechslungen, lassen aber den 18er Kader. Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes.“ Insgesamt ist es eine Verbesserung, die Oral gefällt. „Es geht um die Gesundheit der Spieler. Der Terminplan ist eng getaktet und wir haben keine 40-Mann-Kader wie sie in England üblich sind.“ Nun könne er öfter wechseln, wenn Spieler auf dem „Zahnfleisch daherkommen“ und Verletzungen vorbeugen. „Ich muss jedoch nicht fünfmal wechseln, weil dadurch auch die Struktur eines Spiels verlorengehen kann.“

FC Ingolstadt empfängt MSV Duisburg

Wintertransfers Einige Konkurrenten im Aufstiegskampf haben aufgerüstet, gerade in der Offensive. Beim FCI ist hingegen noch nichts geschehen. Transfers bei den Schanzern schließt Oral zumindest nicht aus. „Man sollte niemals nie sagen. Ich kann mir gut vorstellen, dass noch etwas passiert.“ Oral bezeichnet indes Spieler aus dem eigenen Kader als „Neuzugänge“. Dennis Eckert Ayensa – Topscorer der vergangenen Saison – war lange verletzt und hat erst sechs Partien absolviert. Mit ihm und Stefan Kutschke verfüge der FCI über ein Sturmduo, „dass in der Branche eine hohe Wertschätzung“ genieße und für jeden Gegner „sehr unangenehm“ werden könne. Auch Fatih Kaya zeige eine andere „Frische“ als in der bisherigen Saison, in der er an seiner kurzen Vorbereitung zu knabbern hatte. Und der Glaube an eine Leistungssteigerung bei Beister ist bei Oral weiter vorhanden: „Ich hoffe noch, ihn in die Spur zu bekommen.“

MSV Duisburg Die Ziele in Duisburg waren groß, der Fall tief. Als Tabellen-19. befindet sich der MSV in akuter Abstiegsgefahr, hat bereits einen Trainerwechsel vollzogen (Gino Lettieri kam für Torsten Lieberknecht). Vor der kurzen Pause war ein Aufschwung zu erkennen, als der MSV fünf Punkte in drei Spielen holte. „Tabellarisch steht Duisburg mit dem Rücken zur Wand“, weiß Oral. „Aber wir wollen unser Ding durchziehen und brauchen Punkte, weil wir eine klare Zielsetzung haben. Es wird in jedem Fall eine brisante Partie“.

Mögliche Aufstellungen

FC Ingolstadt Buntic – Heinloth, Paulsen, Antonitsch, Gaus – Stendera, Röhl – Niskanen, Elva – Kutschke, Eckert Ayensa.

MSV Duisburg Weinkauf – Sauer, D. Schmidt, Gembalies, Sicker – Kamavuaka – Engin, Ghindovean, L.-J. Mickels – Vermeij, Stoppelkamp.

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