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FC Ingolstadt

11.03.2020

FC Ingolstadt: Tomas Oral glaubt an die Qualität und hat große Ziele

Anweisungen während der ersten Trainingseinheit: Tomas Oral ist zum dritten Mal als Trainer des FC Ingolstadt tätig und folgt auf den am Montag entlassenen Jeff Saibene.
Bild: Roland Geier

Plus Der neue Trainer des FC Ingolstadt spricht über seine Rückkehr und die Ziele mit den Schanzern. DFB sagt die nächsten beiden Spieltage komplett ab.

Um 10.31 Uhr betrat Tomas Oral gestern den Trainingsplatz am Audi-Sportpark, um die erste Einheit mit der Mannschaft des FC Ingolstadt zu absolvieren. Für Oral war die Umgebung kein Neuland, schließlich ist es bereits seine dritte Amtszeit als Trainer bei den Schanzern. Die Verantwortlichen des FCI hatten nicht viel Zeit verloren und bereits zwei Tage nach der Entlassung von Jeff Saibene einen Nachfolger gefunden.

Oral ließ sein neues Team 90 Minuten trainieren, spielte lange Zeit elf gegen elf, griff immer wieder energisch ein. Nach der Einheit stand der neue FCI-Trainer dann den Medienvertretern zur Verfügung. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass das erste Pflichtspiel nach seiner Rückkehr noch warten muss. Denn gestern Nachmittag entschied der DFB, wegen des Coronavirus die nächsten beiden Spieltage der 3. Liga komplett abzusagen. Damit findet weder das Heimspiel des FC Ingolstadt gegen Bayern München II, das für Samstag vorgesehen war, noch die Partie bei der SpVgg Unterhaching (Dienstag, 17. März) statt. Beide Spieltage sollen „frühestens Anfang Mai nachgeholt“ werden, teilte der DFB mit. Das weitere Vorgehen soll am kommenden Montag geklärt werden. An diesem Tag hat der DFB den Ausschuss und alle Drittligisten zu einer außerordentlichen Versammlung in Frankfurt/Main eingeladen.

FC Ingolstadt: Heimspiel gegen Bayern München II fällt aus

Spielabsagen waren bei der Presserunde daher noch kein Thema. Vielmehr ging es um die Rückkehr Orals, der in seine dritte Amtszeit beim FC Ingolstadt geht. Orals letzte endete vor neun Monaten mit dem Abstieg aus der 2. Bundesliga. Der 46-Jährige hatte die Oberbayern sieben Spieltage vor dem Saisonende übernommen und nach einer beeindruckenden Aufholjagd in die Relegation geführt. Dort verlor der FCI jedoch gegen den SV Wehen-Wiesbaden (2:3/2:1) und stieg ab. Zum ersten Mal war der gebürtige Ochsenfurter von 2011 bis 2013 bei den Schanzern in der 2. Bundesliga tätig.

FC Ingolstadt: Tomas Oral glaubt an die Qualität und hat große Ziele

„Es ehrt mich, dass der FC Ingolstadt ein drittes Mal auf mich zugekommen ist“, sagte Oral, der nach eigener Aussage keine Sekunde habe überlegen müssen, das Angebot anzunehmen. „Er kennt den Verein, die Mannschaft und das Umfeld sehr gut“, begründete Sportdirektor Michael Henke die Entscheidung für Oral. „Er kennt sich in der 3. Liga gut aus und es hätte keinen Sinn gemacht, jemanden von außerhalb zu holen.“

Nach dem Abstieg in der vergangenen Saison hatte Oral erklärt, nicht weiter zur Verfügung zu stehen. „Zu diesem Zeitpunkt war ich der Überzeugung, dass der Verein frische Kräfte braucht“, sagte der 46-Jährige nun. Jetzt sei die Situation eine völlig andere: „Der Umbruch und der Neuaufbau sind vollzogen. In vielen Phasen ist es sehr gut gelungen.“

FC Ingolstadt: Tomas Oral will das Maximale

Erneut soll also Oral den FC Ingolstadt aus einer sportlichen Misere führen. Die Lage ließe sich mit der im Vorjahr aber nicht vergleichen, wie Oral herausstellte: „Vergangene Saison war die Situation aussichtslos. Wir haben alle Kräfte gebündelt und überragendes geschafft, überhaupt in die Relegation zu kommen.“ Damals habe eine „brutale Untergangsstimmung“ geherrscht. „Jetzt sieht man, dass die Mannschaft trotz der Misere an sich glaubt.“

Trotz fünf Spielen ohne Sieg befindet sich der FC Ingolstadt noch mitten im Aufstiegsrennen. Lediglich zwei Punkte beträgt der Rückstand auf Rang zwei. Während die Verantwortlichen und Spieler das Wort Aufstieg bisher konsequent mieden, geht Oral offensiver an die Sache heran. „Understatement nutzt uns nichts. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft eine gewisse Qualität hat. Wir sind in Reichweite, waren selbst lange auf einem der ersten beiden Plätze.“ Zunächst sei es aber „die wichtigste Aufgabe“, für Stabilität zu sorgen.

Oral sprach voller Überzeugung. Schließlich liegt ihm der FC Ingolstadt am Herzen. „Ich kenne den Verein in- und auswendig, habe Vertrauen in die handelnden Personen. Auch wenn ich nicht hier war, habe ich immer ein Auge auf den FCI gerichtet, weil ich ein Fan des Vereins geworden bin.“

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