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FC Ingolstadt
15.05.2017

„Wollen wieder dahin, wo wir waren“

Leidenschaftlich und emotional: FCI-Geschäftsführer Harald Gärtner träumt davon, in den nächsten Jahren mit den Schanzern in die Bundesliga zurückzukehren.
Foto: Roland Geier

Noch hat Geschäftsführer Harald Gärtner mit dem Abstieg zu kämpfen und will den direkten Wiederaufstieg nicht als Ziel nennen. Trotzdem gibt er sich kämpferisch.

Die ersten Tränen sind zwar getrocknet, die Enttäuschung beim FC Ingolstadt ist aber weiterhin riesig. Nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga sprach Harald Gärtner (Geschäftsführer Sport und Kommunikation) knapp 40 Minuten mit den Medienvertretern über die Aufgaben, die nun auf die Schanzer zukommen.

Stimmung „Ich persönlich habe mit dem Abstieg noch ziemlich zu kämpfen. Wir haben ja nicht umsonst gesagt, daran zu glauben, das Unmögliche noch zu schaffen. Wir hätten alle gerne am 34. Spieltag dieses Endspiel gehabt. Die Partie in Freiburg war, gerade in den letzten Minuten, ein Spielgelbild der Saison. Du hast das Endspiel vor Augen und dann doch wieder nicht. Wir haben in jüngster Zeit sehr viel Energie investiert. Jetzt braucht man ein paar Tage, das einzuordnen und sich neu auszurichten.“

Ziel Wiederaufstieg „Im Moment können wir so ein Ziel noch nicht formulieren, da wir nicht wissen, wie unser Kader und die Liga aussehen. Klar ist aber auch: Wenn man da oben mal war, dann will man da auch wieder hin. Das treibt uns an, diesen Ehrgeiz haben wir. Man möchte sich mit den besten in Deutschland messen. Das wollen wir in den nächsten Jahren wieder realisieren. Die Betonung liegt dabei auf in den nächsten Jahren. Denn alles andere ist Träumerei. Aber wir stehen für Träume und haben uns schon mal einen erfüllt, nämlich vor zwei Jahren mit dem damaligen Aufstieg. Wir werden in den nächsten Jahren alles tun, um wieder nach oben hinzukommen.“

Planungen „Es ist nicht so, dass wir mit diesem Szenario nicht konfrontiert waren. Alle Spieler haben Verträge, die auch in der 2. Liga Gültigkeit haben. Da haben wir die Voraussetzungen geschaffen. Alle wussten, dass wir in diese Situation kommen können. Wir haben einen Kern des neuen Kaders natürlich im Kopf. Dennoch ist es möglich, dass ein Spieler sagt, den Weg mit uns nicht mitgehen zu wollen. Wir sehen uns aber in der Lage, einen Wechselwunsch abzulehnen. Thomas Linke wird in den nächsten Tagen Gespräche führen. Wir wollen jedenfalls den Umbruch so gering wie möglich halten und haben die Voraussetzungen, einen schlagfertigen Kader zusammenzustellen. Die Weichenstellung dafür wird in den nächsten zehn Tagen gemacht.“

Zeitplan „Unser Wunsch ist natürlich, in der Vorbereitung den Kader stehen zu haben. Aufgrund der Situation mit dem frühen Vorbereitungsstart und dem Beginn der 2. Liga bereits Ende Juli wird das allerdings schwierig. Es kann sein, dass der ein oder andere Spieler erst später in der Transferperiode in unseren Fokus gerät.“

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Möglichkeiten des FC Ingolstadt „Wir haben in der Bundesliga das kleinste Stadion, in der 2. Liga würden wir wohl im Mittelfeld liegen. Warum baut etwa der SC Freiburg ein Stadion mit über 35000 Plätzen? Wir können auch nicht im Winter 25 Millionen Euro ausgeben, wie es der Hamburger SV in dieser Spielzeit gemacht hat. Der VfB Stuttgart und Hannover 96 setzen derzeit in der 2. Liga mehr Geld um als wir in der Bundesliga. Man darf nicht vergessen, dass wir ein sehr junger Verein sind und uns in einem hart umkämpften Markt bewegen. Mit dem FC Bayern, 1860 München, dem 1. FC Nürnberg, Greuther Fürth und dem FC Augsburg gibt es viele Vereine in der Region. Jeder kämpft mit seinen Mitteln.“

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