FC Ingolstadt

30.08.2019

Ingolstadts Mentalitätsmonster

Stand in sämtlichen sechs Saisonspielen 90 Minuten auf dem Rasen: Heute ist Peter Kurzweg mit dem FC Ingolstadt bei Viktoria Köln zu Gast.

Trainer Jeff Saibene lobt Peter Kurzweg in höchsten Tönen. Warum sich der Neuzugang für die Schanzer entschieden hat und auf einen Traum verzichtet hat.

Er zählt zu den positiven Überraschungen beim FC Ingolstadt. In allen sechs Ligaspielen stand Peter Kurzweg 90 Minuten auf dem Rasen. Trainer Jeff Saibene schätzt den Defensivspieler, gerät nahezu ins Schwärmen, wenn er über ihn spricht.

„Peter ist ein extremer Teamplayer und wichtiger Spieler für die Truppe“, sagt Saibene und nennt Eigenschaften, die Kurzweg so wichtig machen. „Er spielt immer am Limit, zeigt Leidenschaft und lebt von seinem Einsatz.“ Technische Schwächen werden dem Mentalitätsspieler da gerne verziehen. Für Kurzweg hat sich der Wechsel zum FC Ingolstadt ausgezahlt. Die Schanzer holten ihn von den Würzburger Kickers, für die er 2016/17 in der 2. Liga spielte und in der vergangenen Saison von Union Berlin ausgeliehen war. In der Hauptstadt hatte sich Kurzweg nicht durchsetzen können, kam über sporadische Einsätze nicht hinaus.

Rückkehr zu Union Berlin war keine Option

Eine Rückkehr zum Bundesligaaufsteiger, bei dem er noch bis 2020 unter Vertrag stand, spielte in den Überlegungen des 25-Jährigen daher keine große Rolle. Zu gering wären seine Chancen auf Spielzeit gewesen, sagt er ehrlich. „Klar wäre es ein Traum gewesen, zumindest eine Minute in der Bundesliga auf dem Rasen zu stehen.“ In 90 Prozent der Spiele, so Kurzweg weiter, wäre er aber wohl nicht einmal im Kader gestanden. „Wenn man dann ein ganzes Jahr nicht spielt, wäre es im Anschluss äußerst schwierig geworden, einen neunen Verein zu finden“, weiß der 25-Jährige. „Doch meine Karriere geht hoffentlich noch ein paar Jahre.“ Daher kam das Angebot des FC Ingolstadt für den gebürtigen Dachauer wie gerufen. „Die Gegebenheiten hier sind top. Ich habe noch nie unter so professionellen Bedingungen wie in Ingolstadt gearbeitet und kann Verantwortung übernehmen.“

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FC Ingolstadt ist bei Viktoria Köln zu Gast

Seine bisherigen Einsatzzeiten bestätigen ihn in seiner Entscheidung für den Wechsel zu den Schanzern. Da mit Michael Heinloth und Frederic Ananou beide gelernten Rechtsverteidiger ausfallen, hat Kurzweg – eigentlich auf der linken Seite beheimatet – diese Rolle übernommen. „Ich bin sehr zufrieden mit ihm“, sagt Saibene. Kurzweg: „Der Trainer will offensive Außenverteidiger. Es ist mein Spiel, weite Wege zu gehen.“

Kurzwegs Kampfgeist wird auch im Gastspiel (Samstag, 14 Uhr) bei Viktoria Köln gefragt sein. Der Aufsteiger ist mit zehn Punkten gut aus den Startlöchern gekommen, belegt Rang sieben und hat mit Albert Bunjaku (sieben Treffer) den Zweiten der Torschützenliste in seinen Reihen. Dennoch, so Kurzweg, „fahren wir dahin, um drei Punkte zu holen.“ Schließlich wollen sich die Schanzer mit einem guten Gefühl in die folgende Länderspielpause verabschieden. Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen. „Punktetechnisch können wir sehr zufrieden sein“, sagt Kurzweg. Fußballerisch sieht er im Vergleich zu den vergangenen Begegnungen hingegen Steigerungspotenzial. „Wir müssen in der Defensive wieder kompakter stehen und unsere offensiven Qualitäten wieder auf den Platz bringen.“ Kurzweg kennt die 3. Liga wie kaum ein anderer im FCI-Kader. „Wir haben eine sehr, sehr hohe individuelle Qualität. Wenn wir diese konstant über 38 Spiele abrufen, können wir oben mitspielen.“

FC Ingolstadt in Kürze Maximilian Wolfram ist wieder fit und könnte auflaufen. Der neue Innenverteidiger Nico Antonitsch könnte erstmals im Kader stehen.

Mögliche Aufstellungen

Viktoria Köln Mesenhöler – Gottschling, Lanius, Dietz, Holthaus – Saghiri, Dej – Holzweiler, Wunderlich, Handle – Bunjaku.

FC Ingolstadt Buntic – Kurzweg, Paulsen, Keller, Gaus – Krauße, Thalhammer – Diawusie, Wolfram – Elva, Kutschke.

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