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DFB-Pokal

08.08.2019

Jeff Saibene: „Unsere Chancen stehen 40:60“

Lang, lang ist’s her: Beim letzten DFB-Pokal-Heimspiel des FC Ingolstadt im Jahr 2010 gegen den Karlsruher SC erzielten Stefan Leitl (hinten) und Moritz Hartmann (vorne) die Tore zum 2:0-Sieg.
Bild: Roland Geier

Der vorzüglich in die Drittliga-Saison gestartete FC Ingolstadt 04 empfängt am Freitagabend in der ersten Runde den 1. FC Nürnberg, der vor wenigen Tagen vom Hamburger SV mit 0:4 verprügelt wurde

Wenn Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin) am Freitagabend um 20.45 Uhr im Audi-Sportpark die Erstrunden-Partie im DFB-Pokal zwischen dem FC Ingolstadt 04 und 1. FC Nürnberg anpfeift, dürfte dies fast schon die Nostalgiker auf den Plan rufen. Die Kombination „Pokal-Heimspiel und FC Ingolstadt“ passte in den zurückliegenden Spielzeiten nicht wirklich zusammen. Unglaublich, aber wahr: Ihre bis dato letzte DFB-Pokal-Partie im Audi-Sportpark absolvierten die Schanzer in der Saison 2010/2011. Genauer gesagt am 13. August 2010, als man vor 6600 Zuschauer durch Tore von Stefan Leitl (25.) und „Bomber“ Moritz Hartmann (71.) gegen den Karlsruher SC mit 2:0 gewann.

Heute, exakt neun Jahre später, würde der FCI freilich liebend gerne einen solchen Spielausgang sofort unterschreiben. Und die Chancen, tatsächlich den Sprung in die zweite Runde des Pokal-Wettbewerbs zu schaffen, stehen nicht einmal schlecht. Zum einen haben die Oberbayern als Drittliga-Absteiger mit zehn Punkten aus den ersten vier Begegnungen einen vorzüglichen Start hingelegt und damit viel Selbstvertrauen getankt. Zum anderen kommt der Bundesliga-Absteiger aus Nürnberg mit der „Empfehlung“ einer bitteren 0:4-Heimklatsche am Montag gegen den Hamburger SV in den Audi-Sportpark, was im Umfeld des fränkischen Traditionsklubs bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison für viel Unruhe sorgte.

Doch gerade den katastrophalen Zweitliga-Auftritt der „Cluberer“ vor wenigen Tagen sieht Ingolstadts Cheftrainer Jeff Saibene als zweischneidiges Schwert: „Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob dieses Resultat für uns ein Vorteil ist. Gerade nach einer solchen Partie will eine Mannschaft meistens sofort eine Reaktion zeigen und beweisen, dass sie es deutlich besser kann.“ Letztlich, so Saibene weiter, dürfe diese Situation sein Team „nicht beeinflussen. Für uns geht es vielmehr darum, die Spielidee, die wir im Liga-Betrieb an den Tag gelegt haben, auch im DFB-Pokal entsprechend umzusetzen“. Dementsprechend gehe man diesen oberbayerisch-fränkischen Vergleich auch mit der nötigen gebotenen Konzentration und Intensität an. „Grundsätzlich ist der DFB-Pokal sehr wertvoll für den Verein. Wenn man die zweite oder dritte Runde erreicht, spielt natürlich auch das Finanzielle eine nicht unwesentliche Rolle“, weiß der FCI-Coach, der persönlich an etwaige Pokal-Wettbewerbe nicht unbedingt die besten Erinnerungen hat. „Ich habe einmal in der Schweiz mit dem FC St. Gallen das Halbfinale erreicht. Ansonsten war mit meinen Klubs zumeist schon früher Endstation“, verrät Saibene.

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Damit dies heute Abend nicht schon gegen den 1. FC Nürnberg der Fall ist, benötige man „neben einer Top-Leistung auch ein bisschen Glück“, um den höherklassigen Kontrahenten aus dem Weg zu räumen. „Auch wenn der Club sicherlich als Favorit in diese Partie geht, sind wir alles andere als chancenlos“, meint der Ingolstädter Fußballlehrer und bemüht sogar die Mathematik: „Ich sehe unsere Chancen nicht bei 20:80, sondern vielmehr bei 40:60.“

Was den 50-jährigen Luxemburger zudem optimistisch stimmt, ist die aktuelle Personalsituation. Bis auf Tobias Schröck kann Saibene mittlerweile auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. „Auch Maximilian Thalhammer und Caniggia Elva haben am Dienstag im Toto-Pokal wie abgesprochen eine Halbzeit gespielt. Von dem her sind auch diese beiden Akteure Kandidaten für die Startformation.“ Wer im nahezu ausverkauften Audi-Sportpark (bis Donnerstagmittag waren rund 13500 Karten verkauft) das FCI-Gehäuse hüten wird (Stammtorhüter Fabijan Buntic oder sein Stellvertreter Marco Knaller), möchte Saibene indes „erst nach Rücksprache mit unserem Torwart-Trainer“ entscheiden.

Mögliche Aufstellungen:

FC Ingolstadt: Buntic – Kurzweg, Paulsen, Keller, Gaus – Krauße, Pintidis – Beister, Sussek – Kutschke, Kaya.

1. FC Nürnberg: Lukse – Sorg, Margreitter, Sörensen, Nürnberger – Erras – Iuri Medeiros, Behrens, Hack – Ishak, Dovedan.

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