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FC Ingolstadt

25.05.2015

Kaiserslautern braucht Trost

Aufmunternde Worte: FCI-Keeper André Weis tröstet seinen ehemaligen Teamkollegen Philipp Hofmann, der mit dem 1. FC Kaiserslautern den Aufstieg verpasste.
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Aufmunternde Worte: FCI-Keeper André Weis tröstet seinen ehemaligen Teamkollegen Philipp Hofmann, der mit dem 1. FC Kaiserslautern den Aufstieg verpasste.
Bild: Roland Geier

 FC Ingolstadt überzeugt auch im letzten Saisonspiel und holt am Betzenberg ein 1:1. Die Pfälzer verpassen den Aufstieg, bei den Schanzern feiern vier Spieler ihren Abschied

 Der Weg von FCI-Torwart André Weis nach dem Schlusspfiff am Sonntag in Kaiserslautern führte zu Philipp Hofmann. Weis wollte trösten. Der Stürmer der Pfälzer, der vergangene Saison noch für die Schanzer spielte, saß enttäuscht auf dem Boden.

Es war eine beinahe quälende Stille auf dem berüchtigten Betzenberg, nachdem die Gewissheit um sich griff, den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga verpasst zu haben. Zum einen hatte der partygeschädigte FC Ingolstadt mit dem 1:1 den Spielverderber gespielt, zum anderen hatten sich die Lauterer Konkurrenten im Aufstiegskampf keine Blöße gegeben. Der SV Darmstadt 98 machte mit einem 1:0-Sieg gegen den FC St. Pauli den direkten Aufstieg perfekt und der Karlsruher SC darf nach einem 2:0 gegen 1860 München in die Relegation gegen den Hamburger SV.

Viel hat Weis zu seinem Freund Hofmann dann auch gar nicht sagen können: „Ich glaube, es ist egal, was man ihm sagt, das geht rechts rein und links wieder raus. Ich werde ihn in zwei, drei Tagen einmal anrufen“, sagte Weis. Der 25-jährige Torwart hatte in Kaiserslautern hingegen doppelten Grund zur Freude. Trainer Ralph Hasenhüttl hatte ihm in seinem letzten Spiel für die Schanzer einen Einsatz von Anfang an geschenkt. „Es war schon länger ausgemacht, dass ich spielen darf, wenn wir schon durch sind“, sagte Weis, der den Verein Richtung FSV Frankfurt verlässt. Daher waren Weis´ Gedanken nach dem Schlusspfiff auch schnell bei seinen neuen Kollegen, die den Abstieg mit einem 3:2-Erfolg in Düsseldorf gerade noch verhindert hatten. Weis: „Die Erleichterung ist schon groß, dass sie den Klassenerhalt geschafft haben.“

Neben Weis erhielten auf dem Betzenberg drei weitere Spieler Abschiedsgeschenke. Andre Mijatovic, der seine Karriere beendet, und Karl-Heinz Lappe durften 90 Minuten spielen. Ralph Gunesch wurde eingewechselt und kam zu seinem ersten Saisoneinsatz.

„Es war schön, noch einmal auf der Tafel zu stehen“, sagte Lappe hinterher. „Wir haben alles in die Waagschale geworfen. Die gespielt haben, haben gezeigt, was sie drauf haben.“ Ganze sechs Änderungen im Vergleich zur Vorwoche hatte Hasenhüttl vorgenommen. Die als B-Elf bezeichnete Truppe bewies in Kaiserslautern, dass so manches in ihr steckt. Der FCI zeigte eine inspirierte und taktisch starke Leistung und holte verdient einen Zähler.

Neben den Abschieden gab es dann auch noch eine Premiere im Ingolstädter Kader: Der 18-jährige Max Christiansen glich mit seinem ersten Zweitligator (81.) den Lauterer Führungstreffer durch Erik Thommy (41.) aus. „Sicherlich war auch ein bisschen Glück dabei, weil der Ball noch abgefälscht wurde“, sagte ein glücklicher Christiansen.

1. FC Kaiserslautern: Sippel – Zimmer, Heubach, Heintz, Löwe (84. Younes) – Thommy (61. Jenssen), Ring, Karl, Stöger – Hofmann, Zoller (64. Jacob) FC Ingolstadt 04: Weis – Bauer (69. Gunesch), Levels, Mijatovic, Engel (46. Christiansen) – Groß, Roger, Cohen – Hartmann, Lappe, Pledl (35. Leckie)

Schiedsrichter: Stieler ( Hamburg) – Zuschauer: 49 780 (ausverkauft) – Tore: 1:0 Thommy (41.), 1:1 Christiansen (81.)

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